Hallo! Willkommen auf dem neuen Server. Möglicherweise ist hier noch nicht alles ganz übertragen, aber das kommt alles noch!
Darum siehst du hier vielleicht auch noch nicht alle Beiträge und noch nicht alle Kommentare, ich werde jedoch so schnell als möglich alles auf den neusten Stand bringen!

abseits und nah am Alltag – vom Apple iPhone über Wetter bis zum Zürcherapfel

Archiv vom Monat September, 2009

Die besten Autofahrer der Welt

Mittwoch, September 30th, 2009

Ein “wenig” Ironie schwingt bei diesem Titel natürlich mit, denn die Fahrweise der Franzosen würde so manchen aus der Schweiz (, der sich so was nicht gewohnt ist) schocken. Sie lässt sich in etwa so zusammenfassen:

Parkieren: Man parkt, wo es Platz hat und sonst macht man Platz. Ein Auto ohne eine Beule sieht man hier kaum und es ist kriminell dicht geparkt.

Geschwindigkeit: In einer Nebenstrasse fährt man, so schnell man möchte, scheint es (und auch sonst überall).

Ampeln: Wie schon gesagt, für die Fussgänger ziemlich unnötig, da man geht, wenn kein Auto kommt. Bei einem Fussgängerstreifen ohne Ampel hat man Glück, wenn ein Auto auch anhält. Am besten geht man ganz schnell über die Strasse. Dann funktioniert das auch ziemlich gut.

Allgemein: So schnell wie möglich ans Ziel kommen. Das ist das A und O im französischen Verkehr. Viele Mittel sind dafür recht ;-)

Polizei & Krankenwagen: Es gehört zum Alltag, dass man irgendwo eine Sirene hört. Die Polizei fährt noch krimineller als der Rest und verfolgt dann und wann wieder jemanden. Da wir gerade in der Nähe eines Krankenhauses wohnen, hört man die Sirene noch öfter. Man gewöhnt sich aber daran.

Mehr… erfährt ihr, wenn ihr selber mal in Frankreich seid (oder in Nizza).

Gruss,
Michael

Das Baguette-Land

Montag, September 28th, 2009

Baguette
Bild gefunden auf Pixelio von omron
Einige denken vielleicht, dass es bloss ein Klischee ist, aber ich kann euch garantieren, es ist keines. Bevor ich nach Nizza kam, dachte ich, dass man hier vielleicht schon eher Toastbrot isst oder eher helles Brot und auch dann und wann ein Baguette.
Das stimmt eigentlich auch – zum Teil. Aber vor allem heisst es hier: Am Morgen Baguette, als Zwischenmahlzeit Baguette, am Mittag Baguette, am Nachmittag natürlich auch Baguette und am Abend zum Essen auch Baguette. Baguette, Baguette, Baguette. Wenn ihr also irgendetwas für mich machen wollt, dann sendet mir etwas “normales” Brot, oder auch mal etwas Vollkornbrot nach Frankreich, denn irgendwann hat man einfach keine Lust mehr auf Baguette. Es ist zwar eigentlich ziemlich gut und ich mag es auch sehr, aber etwas Abwechslung tut halt schon gut. Darum essen wir auch nicht immer nur bei McDonalds oder nur Crêpes, sondern auch mal ein – nicht lachen – Baguette mit einer Beilage, auf die wir gerade Lust haben. Man zahlt hier für eine Baguette weniger als 1 Euro und so kommt man bei einem Mitagessen mit Dessert (, der schon mal für ein, zwei Tage reichen kann) mit relativ wenig Geld durch. Das Problem ist einfach, dass man schnell mal noch etwas kleines kauft, sei es ein Eis (hier gibt es übrigens “la meilleure glace au monde” – über hundert Sorten, z.B. Rocher, Nutella, Bier, Tomate, Schokolade, Caramel,… (ich zähle jetzt nicht alle 100 Sorten auf).

So, ich bin etwas vom Thema abgeschweift. Auch am Morgen, wo es meist eher etwas sparsam zu beissen gibt (meist hat es für meinen Geschmack zu wenig Brot), gibt es natürlich Baguette. Aber ich glaube, ihr habt es langsam verstanden.

So… was gibt es – ausser dem naja-Essen – sonst noch so zu erzählen… Irgendwie nicht viel, ausser dass ich mich langsam beginne wohl zu fühlen in dieser Stadt. Die Temperatur ist meistens sehr angenehm, der Strand ist natürlich super, ich kann mich dank Tram ziemlich gut orientieren und lerne nebenbei auch noch, französisch zu sprechen.

Et non, je ne vais pas écrir les article tout en Français, parce que je veux que tout mes lecteurs peuvent comprendre moi. Peut-être je vais écrire seulment un peu en Français, mais surtout des citations. Alors, je pense que je vais finir cet article et quand vous trouvez des fautes dans le texte, vous pouvez écrire un commentaire sous l’article ou peutêtre vous voulez dire ou demander quelquechose…

Wer die französische Sprache nicht versteht, der kann sich vielleicht mit der kurzen Zusammenfassung davon zufrieden geben: Ich werde aus Respekt vor euch nicht-französischsprechenden Leser keine Artikel schreiben, die vollständig französisch sind, damit ihr es auch versteht. Und falls ihr Fehler findet oder irgendwas sagen / fragen wollt, schreibt einfach einen Kommentar unter diesen Artikel.

Alors, c’est ça. Je vous souhaite une bonne journée!
Michael

Cannes, komische Tastatur and more…

Sonntag, September 27th, 2009

Es ist nun schon etwas Zeit vergangen seit meinem letzten Blogeintrag und ich glaube, dass dieser eher kurz ausfallen wird. So kommen wir gleich mal zum letzten Punkt im Titel:

  • komische Tastatur: ich kann mich nicht so ganz mit dem anderen Tastenlayout der Franzosen anfreunden. Ich muss mich aber wohl oder uebel damit abfinden, auch wenn ich gerade fuers Internet bezahle.
  • Cannes: Gestern besuchten wir Cannes, das fuer das Filmfestival bekannte Staedtchen. Es ist eigentlich sehr nett dort. Neben teuren Autos und grossen Hotels sieht man aber auch einen Sandstrand (kein echter Sand, natuerlicherweise hat es dort eigentlich Steine) und, was fuer einige fast wichtiger war, ein McDonalds. Anschliessend fuhren wir mit dem Schiff auf eine Insel einer Inselgruppe neben Cannes und schauten uns dort einige Dinge an und vergnuegten uns am Strand.
  • more: Langsam, aber sicher finde ich mich immer besser zurecht in Nizza. Seitdem ich ein Tramabo besitze merke ich zudem, wie viel Geld ich damit spare.
  • Essen: Man hat mich schon vorgewarnt, dass ich nicht unbedingt besseres Essen erwarten solle und irgendwie ist das Essen wirklich nicht besonders gut hier. Ich vermisse irgendwie Fruechte und Gemuese ein wenig. Momentan ist mir das Essen definitiv zu fettig.

So, das wars jetzt mal fuer den Moment, vielleicht habe ich morgen in der Schule Zeit, etwas mehr zu schreiben.

Gruss,
Michael

Verbrecherfotos

Freitag, September 25th, 2009

P1060730
Man lernt ja nie aus und dieses mal habe ich definitiv etwas gelernt. Ein Tipp für alle, die (vor Allem noch am Abend) in Nizza mit dem Tram durch die Gegend fahren: Entwertet immer euer Ticket, ausser ihr wollt fast 30 Euro weniger Cash haben.
Nachdem wir also vor zwei Tagen mit dem Tram gefahren sind, haben wir unser Ticket nicht entwertet und danach wurden wir kontrolliert. 30 Euro später hatten wir eine schöne Busse in Form eines Papiers in der Hand und auch hatten wir etwas Stoff, um uns für die nächste Zeit zu ärgern.
Nun, man lernt ja eben nie aus. Und darum haben wir uns darauf ein Abo für einen Monat gelöst, was uns weniger gekostet hat, als die Busse. Mit diesem Abo können wir nun mit Tram, Buss und all dem Zeug gratis fahren und mit gutem Gewissen reisen…
Schön ihr habt mein Verbrecherfoto oben gesehen und ich hatte Glück, dass die Frau am Schalter so nett war und das Foto meiner ID eingescannt hatte, denn normalerweise akzeptieren sie nur Passfotos (bei der ID hat es Linien).
Nun bin ich aber glücklich und habe ein Abo.

Vom Verbrecherfoto gehts nun in Richtung Essen.
Das Essen in Nizza ist etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar sagte uns unsere Gastmutter, dass man hier ziemlich fettarm und viel Salat ist, aber bei der Degustation der Spezialitäten von Nizza kam mir alles ziemlich ölig und fritiert vor. Man isst hier viel Sandwiches und viel, viel Baguette. Unsere Gastmutter mag anscheinend keine Milch und kauft daher auch keine. Das heisst für uns, dass wir unseren sowieso etwas komisch schmeckenden Kaffe ohne Milch “geniessen” müssen.

So geniesse ich hier einen Fremdsprachenaufenthalt und merke, wie schnell mein Geld weg geht. Was aber erfreulich ist, ist dass der Besuch des Strandes nichts kostet und das Wasser eigentlich ganz angenehm ist.

Ihr merkt, ich schreibe etwas durcheinander und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich später einmal, vielleicht auch erst wenn ich wieder in der Schweiz bin, einen kleinen Rückblick mit meinen Erfahrungen schreiben muss. Aber bis dahin habe ich noch etwas Zeit ;-)

Gruss aus Nizza mit mind. warmen 30 Grad im Schatten,
Michael

Eine Stadt.

Mittwoch, September 23rd, 2009

Ferienberichte können manchmal etwas langweilig sein und anstatt euch mit einigen solchen “und dann, danach, dann”-Berichten vollzumüllen, gibts jetzt eine kleine Geschichte, die einige Erlebnisse und Erkenntisse über Nizza zeigen.

Autos brausen überall an dir vorbei. Es scheint zwar allgemeine Verkehrsregeln zu geben, aber Tafeln und Ampeln sind Dinge, für die sich die Autofahrer nicht besonders zu interessieren scheinen.
Du willst über die Strasse, doch die Ampel ist rot. Kein Auto hat grün, doch auch alle Fussgänger haben rot. Nach einer Minute Wartezeit wird die Ampel grün und du gehst über die Strasse. Mit kritischen Blicken schauen dich die Autofahrer an. Bei der nächsten Ampel weisst, du wie es läuft. Egal ob rot oder grün, hier geht man, wenn der Weg frei ist. Die Ampeln scheinen reine Dekoration und Beleuchtung zu sein – zumindest bei den Fussgängern.
Eine Sirene heult auf und im ersten Moment denkst du vielleicht: “Habe ich etwas falsch gemacht?” Aber schon bald hat man sich an die Sirenen der Krankenwagen und Polizeiautos gewohnt, es ist fast schon nicht mehr normal, wenn sie nicht da sind.
Du gehst in eine Seitenstrasse und einige Zentimeter neben dir fahren Autos mit hoher Geschwindigkeit durch. Die Breite der Strasse interessiert hier niemanden. Man will ans Ziel kommen und zwar möglichst schnell. Dies gilt aber nicht nur für motorisierte Verkehrsteilnehmer, sondern auch für Hundehalter. Das Häufchen vom Hündchen wird hier liegen gelassen, bis jemand hineinsteht und es in der Stadt so verteilt, dass es nicht mehr auffällt. Doch irgendwann hat man das Gespür, wo diese Häufchen liegen und irgendwann kommt man auch selber möglichst schnell ans Ziel. Da können noch so viele rote Ampeln sein.

Du gehst durch die Altstadt, siehst an jeder Ecke einen Bäcker überall Restaurants und zum Teil Preise, die beweisen, dass hier Touristen für das gute Geld sorgen. So zahlt man an der falschen Ecke für eine Flasche Wasser 2.50 Euro und im Supermarkt höchstens noch 80 Cent.
Dass hier das Land des Baguette ist merkst du sofort. Am Morgen gibts trockenes Baguette, am Mittag ein Sandwich mit Baguette und am Abend Baguette zum Salat oder Suppe.

Du gehst zum Strand und siehst Obdachlose am Boden liegen und irgendwie kommt es dir etwas komisch vor. Wenig später – das Meer vor Augen – hast du alle Dinge schon wieder etwas vergessen, die dich stören. Du machst es dir auf dem hingeschütteten Sandstrand oder auf den Steinen bequem und schaust den Wellen zu. Vielleicht badest du auch und geniesst das Meer und Leben.

Irgendwann am Abend, nach einem völlig überteuerten Getränk in einem Pub, gehts wieder nach Hause. Sirenen und Blinklichter gehören zum Alltag hier und die Abfallsäcke werden in der Nacht eingesammelt.

Nach einem Tag mit viel Baguette, Sonne und französischer Sprache weisst du… das ist Nizza. Und es kommt noch mehr!

Gruss,
Michael