Hallo! Willkommen auf dem neuen Server. Möglicherweise ist hier noch nicht alles ganz übertragen, aber das kommt alles noch!
Darum siehst du hier vielleicht auch noch nicht alle Beiträge und noch nicht alle Kommentare, ich werde jedoch so schnell als möglich alles auf den neusten Stand bringen!

abseits und nah am Alltag – vom Apple iPhone über Wetter bis zum Zürcherapfel

Archiv vom Monat Dezember 2009

Was für ein Tag, Jahr, Jahrzent!

Donnerstag, Dezember 31st, 2009

Was für ein Tag.

Dies kann ich nach dem gestrigen Tag so sagen. Ganz unter dem Motto der Spontanität reiste ich gestern am frühen Nachmittag nach Basel und kam etwa um vier Uhr an. Dieses Mal, habe ich mir gedacht, werde ich das richtige Tram nehmen und schaute schon mal im Fahrplan die Nummern an. In Basel angekommen, gleich mal die richtige Nummer gesehen, aber keine Richtung – egal, wird schon die korrekte Richtung sein.

War natürlich nicht so, also fuhr ich dann etwas später wieder in die andere Richtung und traf dann Jeremy und durfte etwas später darauf seine neue Wohnung betrachten (sowas würde mir auch sehr gefallen, eine echt nette Wohnung!). Es wurde viel miteinander geredet, wir zeigten uns einander einige Dinge, entdeckten den Blog von Benkö, der gerade von einem islamischen Hacker niedergestreckt wurde und zum Abschluss «musste» ich noch das Theme von Jeremy flicken. Nach erfolgreicher Mission hatten beide Hunger und so führte uns die Tatsache, dass zwei Restaurants voll waren in ein anderes, wo wir uns köstlich amüsierten (durch ein Gespräch mit unseren Tischnachbarn) und auch eine köstliche Pizza genossen. Lustigerweise sprach uns die Frau durch unser iPhone an und durchlöcherte den Jeremy noch mit einigen Fragen – es war aber sehr amüsant und auch interessant! Ich denke über dieses Gespräch werdet ihr wohl noch einen Beitrag lesen dürfen bei Jeremy, wir werden sehen ;-)
Nachdem wir uns bestimmt eine Stunde mit dem Ehepaar unterhalten haben, ging es zurück nach Hause, zu Jeremy und danach leider auch schon bald ganz nach Hause.
Ich habe an diesem Tag so viel erlebt, ich glaube im nächsten Jahr muss ich dem nochmals einen Beitrag widmen :).

Was für ein Jahr!

Und auch hier kann man sagen, dass es wohl kaum ein Jahr gab, wo ich so viele neue Leute kennengelernt habe, so viele neue Dinge gelernt habe und so viel erlebt habe. Mein Blog hat mir dabei geholfen, dies etwas festzuhalten, es ist manchmal schon wirklich fast ein Tagebuch oder etwas, was mich davor bewahrt, Dinge festzuhalten, die ich sonst vielleicht vergessen hätte. Ich habe schon dann und wann mal etwas in meinem Blog gesucht und gefunden, was ich nicht mehr genau wusste.
Von der Finanzkrise bis zur Schweinegrippe habe ich ja alles gut überstanden und freue mich über weitere Krankheiten, über die ich ironische Beiträge schreiben darf. Wie auch immer, das Jahr geht zu Ende und es war ein sehr abwechslungsreiches Jahr.

Was für ein Jahrzehnt!

Schon witzig irgendwie. Ich erlebte bereits einen Jahrtausend-, Jahrhundert- und Jahrzehntwechsel und nun kommt schon das nächste Jahrzehnt. Ich habe in diesen 10 Jahren so viel erlebt, dass ich das gar nicht alles in Worte fassen kann. Neue Schulen, neue Kollegen, neue Hobbys, neue Interessen, neue Bekanntschaften, neue Orte, neue Erlebnisse, neue Erfahrungen und bei allen sowohl gute, als auch schlechte. Doch die Lebensfreude habe ich auch nach schlechten Erfahrungen und Erlebnissen nie ganz verloren, zum Glück. Und irgendwie freue mich auf das neue Jahrzehnt, denn ich möchte einiges ändern in meinem Leben. Vielleicht nicht ganz abrupt, sondern eher langsam, aber sicher!

Mit diesem letzten Satz möchte ich euch allen einen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2010 wünschen!

Gruss,
Michael

Spontanes Reisen

Mittwoch, Dezember 30th, 2009

Ich behaupte jetzt einmal von mir, ein «recht geordneter Mensch» zu sein. Doch wenn es um Ferienplanung geht, dann bin ich nicht der richtige Kandidat. Ich liebe es, in den Ferien einfach einmal spontan irgendwo hin zu fahren, einen Kollegen zu besuchen oder sonst etwas spontan zu machen. Ich liebe es, Dinge zu tun, ohne viel zu planen. Dank GA ist mir diese Flexibilität möglich und ich kann auch einfach mal kurz nach Zürich oder nach Basel reisen, ganz spontan halt.

Und weil ich so spontan bin, habe ich mir gedacht, dass ich doch Jeremy’s neue Wohnung noch in diesem Jahr anschauen sollte und dass ich wieder einmal bei ihm vorbeischauen könnte. Gedacht, getan, ich sitze gerade im Zug nach Basel und freue mich darüber, dass ich solche spontane Dinge überhaupt machen kann.

Einige Leute sind einfach viel zu fixiert und sehen alles viel zu streng. Gerade wir Schweizer sind ja gut dafür bekannt, dass wir vieles planen und alles etwas strikter ist, als zum Beispiel in den USA. Ich denke, wir sollten uns eine Scheibe von der Spontanität und Offenheit der Amerikaner abschneiden, dabei aber auch unsere Seriosität und nachhaltige Planung nicht vergessen. Ich denke die Spontanität ist im «Privatleben» sehr nützlich und andere sind teilweise sehr froh, wenn man etwas flexibel ist. Im Geschäftsleben sollte jedoch nicht zu wenig geplant werden, denn sonst kann das schnell mal in unüberlegten Schritten enden, die vielleicht am Ende nicht besonders toll für das Unternehmen sein könnten.

Aber eben, im Leben sollte man meiner Meinung nach einen gesunden Mittelweg zwischen Planung und Flexibilität finden – das Leben soll ja schliesslich nicht immer strikt oder stressig sein, sondern auch mal etwas neu, unerwartet – so dass es Spass macht.

Genug gequatscht, ich komme ja schon bald mal in Basel an. Der TGV hier hat übrigens extrem bequeme Sitze :D.

Forever’s Not So Long

Dienstag, Dezember 29th, 2009

Mit diesem Film zeigt Regisseur Shawn Morrison eindrücklich, wie es aussehen könnte, wenn die Welt mal wirklich für einige untergeht. Er zeigt wie es ist, wenn man genau das verliert, was man nicht hätte verlieren wollen und bringt mit einer tollen Geschichte einen tollen Film. Meiner Meinung nach um einiges kreativer als 2012, auch ohne viele Special-Effekte.
Sehr eindrücklich und sehenswert – Forever’s Not So Long. Übrigens auf Vimeo in HD-Qualität verfügbar – es lohnt sich, das Teil dort anzuschauen!

Gruss,
Michael

Pilosoph?

Montag, Dezember 28th, 2009

Ereignisse in meinem Leben haben es mir so gebracht, dass ich zunehmend beginne über meine «Geschichte», den Sinn des Lebens, die Komplexität aller Dinge und einfach das Leben nachzudenken. Situationen haben mich dazu gebracht, das in Worte zu fassen, was in meinem Kopf umher schwirrte. Dinge, die vielleicht schon fast jedem irgendwie aufgefallen sind, aber man vielleicht nicht jeden Tag darüber sprechen will oder kann.
Ich schrieb vor allem die beiden Beiträge «Endlich, nicht unendlich» und «Im Strom der Zeit», beide stiessen auf grossen Anklang und man hat mich schon angesprochen, dass ich ja schon ein halber Philosoph sei.
Nun, ich denke nicht, dass ich deswegen kein Philosoph bin. Ich denke über mein Leben nach und schreibe so über mein Leben, dass es vielleicht auch anderen etwas bringt. Es ist nicht einfach, das in Worte zu fassen, was einen beschäftigt, was man fühlt. Und doch bringen mich die Versuche (genau dies trotzdem zu tun) weiter. Ich kann Erlebtes verarbeiten und komme besser damit klar. Das ist die eine Seite und das geschieht über meinen Blog.
Doch man darf auch nicht vergessen, dass die Freunde in solchen Situationen das Wichtigste auf der Welt sind. Freunde, denen man alles erzählen kann, die einem zuhören und keine Witze darüber machen, einen ernst nehmen. Denn der Gedanke, nicht alleine mit dem Wissen, den Gedanken, dem Erlebten zu sein beruhigt. Ratschläge sind zwar toll, aber auch Freunde wissen nicht immer, was in solchen Situationen zu tun ist – müssen sie auch nicht. Ich denke, der Mensch braucht andere zum sprechen. Man muss über Dinge sprechen, die einen beschäftigen. Es ist schwer, aber es hilft. Und ich rate euch allen das Gleiche zu tun, wenn ihr in einer schwierigen Situation seid. Sprecht über das, was euch beschäftigt, was euch bedrückt, denn was verschwiegen bleibt, bringt niemanden weiter.
Aber das sage ich ja nicht als erster, die Ratschläge habt ihr bestimmt schon selber einmal von irgendjemanden gehört. Doch das heisst nicht, dass sie deswegen schlecht sind. Aber es ist auch so, dass es für jeden Menschen wieder etwas anders ist. Die einen mögen in schwierigen Situationen erst recht nicht darüber sprechen und müssen darüber nachdenken, sich vielleicht auch etwas zurückziehen. Doch schlussendlich kann das Ganze nicht einfach verschlossen bleiben, denn sonst trägt man das irgendwie immer mit sich herum.
Und deshalb sind gute Freunde das Wichtigste auf dieser Welt. Und ich bin allen dankbar, die mir, egal zu welcher Uhrzeit, zugehört haben, mit mir geschrieben haben oder einfach nur das gelesen haben, was ich ihnen geschrieben habe. Ich denke, dass ich es nur dank euch geschafft habe, die Welt von einer anderen Seite zu sehen und auch wieder beginne Spass daran zu finden. Danke. Und auch danke allen Lesern und «Kommentatoren» dieses Blogs.

Gruss,
Michael



Im Strom der Zeit

Samstag, Dezember 26th, 2009

Du fragst dich, wie es ist, wenn du all deine Freude am Leben verloren hast? Du fragst dich, wie es ist, wenn dich nichts und niemand mehr zum lachen bringen kann? Du fragst dich, warum die Welt so sein kann, wie sie ist? Du fragst dich, wer dein Schicksal in der Hand hat und warum das passiert ist, was passiert ist? Du fragst dich, wie das Leid geschehen konnte, das dir oder anderen geschehen ist? Du fragst dich, was der Sinn von all dem ist? Du fragst dich, ob du jemals wieder so glücklich sein kannst, wie du es vorher warst? Du fragst dich, wie lange es geht, bis du wieder so leben kannst, wie du es vorher konntest? Du fragst dich, ob du vergessen kannst, Altes loslassen kannst? Du fragst dich, wann der Schmerz vorbei geht? Du fragst dich, wann dich nicht alles nur an etwas erinnert, was du nicht wolltest?

Ich hoffe, du fragst dich das nicht.

Tage vergehen, Schnee legt sich nieder, die Zeit verrinnt. Leute gehen vorüber, Leute kommen, die Welt dreht weiter. Die Sonne kommt, wärmt dich wieder einmal mit ihren Strahlen, die Wolken verdecken sie wieder und es wird kalt. Es wird hell und der Tag beginnt, endet im Strahlenmeer, begleitet durch den kalten Schnee vom Himmel.

Du kannst es nicht verhindern.

Und langsam fliesst wieder Leben in deine Adern. Du spürst, wie es langsam wieder zurück kommt. Es braucht viel Zeit und es dauert lange, zu lange. Der Strom der Zeit reisst dich mit. Du merkst, du kannst vergessen. Du merkst, dass Zeit Wunden heilt. Du merkst, dass du dir die Zeit nehmen musst, auch wenn es viel Zeit ist. Du merkst, dass das Leben gute Zeiten hat und schlechte Zeiten. Du merkst vielleicht, dass dir die schlechten Zeiten viel mehr auffallen, als die guten Zeiten. Du siehst langsam am Horizont wieder ein Licht aufleuchten, das dir zeigt, dass es doch noch ein bisschen Sinn in deinem Leben gibt. Etwas Wärme kommt zurück zu dir, doch die Spuren der Kälte lassen sich nicht einfach verdecken. Vielleicht bleiben sie für immer? Wunden heilen, aber sie hinterlassen manchmal auch Narben.

Doch es ist nicht Zeit, aufzugeben

Denn du merkst, es hat keinen Sinn, aufzugeben. Du merkst, dass alles wieder gut werden kann.Du merkst, dass deine Freunde hinter dir stehen. Du merkst, dass die Wunden vom Sturz gepflegt werden können. Du merkst, dass der Schmerz nachlässt, auch wenn die Erinnerung daran bleibt. Du merkst, dass du vergessen kannst, wenn du das willst.

Willst du vergessen?

Manchmal ist es Zeit für einen Neuanfang. Zeit, etwas im Leben zu verändern. Zeit, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Zeit, für das zu leben, was man will. Vergessen muss man nicht, vielleicht kann man es auch nicht einfach. Es ist vielleicht auch besser so. Doch auch wenn die Erinnerung an schmerzende Dinge den Schmerz wieder etwas zurück bringt, hilft er, Dinge zu verarbeiten. Und dann ist Zeit für den Neuanfang.

Neues Jahr, neues Glück.
Ich hoffe es.
Für alle.

Bild © by Michael Eugster, of course.