Discman-Kaugummi-Man

Geschrieben am 17.12.2009 um 21:28 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Life, Quatschstory.

09_dezember_17_discman_kaugummi_man
Bild via Flickr

Breites Grinsen, Kopfhörer im Ohr und ein Kaugummi im Mund. Der Typ scheint einfach zufrieden mit der Welt zu sein und grinst noch etwas um die Wette. Seine Mütze auf seinem Kopf und die Kleidung, die er trägt, lässt einen vermuten, man sei zurück in die Vergangenheit gereist. Seine Bauchtasche beweist nun endgültig, dass es nicht die jetzige Zeit sein kann.
Lässig hantiert er an seinem DiscMan, nickt zur Musik und kaut im Takt.

Doch, Moment mal. In welchem Jahr sind wir nochmals? Hoppla, ich glaube wir zählen gerade 2009 Jahre n. Chr. Wurden da nicht schon diese Dinger, ähm, MP3-Player erfunden?

Das hält ihn aber nicht davon ab, sich extrem cool zu finden. Sein Grinsen scheint jedes mal breiter zu werden und er lacht auch jede Person, auch Frauen an. Doch er bemerkt leider nicht, wie lächerlich das Ganze wirkt. Seine Kleidung macht ihn zur ersten Lachnummer, die Zweite ist der überdimensioniert grosse Discman in seiner Bauchtasche und das Gesamtbild bringt spätestens beim zweiten Hingucker einfach jeden zum Grinsen.

Irgendwie brauchts doch solche Leute, oder? Leute, die irgendwie alle Trends der letzten 10 Jahre verhängt haben und immer noch auf die gute, altbewährte Technologie mit Scheiben setzen. Leute, die dich zum Grinsen bringen, auch wenn du vielleicht sonst nicht gerade in bester Verfassung bist. Solche Leute sollten mir doch etwas öfters begegnen, einige Aufheiterungen könnte ich jetzt gut brauchen.

Gruss,
Michael

Endlich, nicht unendlich

Geschrieben am 16.12.2009 um 18:08 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Life.

09_dezember_15_vergaenglich_herbst

Unweigerlich musste ich in den vergangenen Tagen feststellen, wie alles vergänglich ist und nichts unendlich ist. Ich musste feststellen, wie sehr Verluste schmerzen und wie schwer es ist, etwas loszulassen.
Ich musste feststellen, dass Dinge genau dann passieren, wenn sie nicht passieren sollten. Dinge passieren, wenn du sie nicht erwartest. Dinge passieren, vor denen du dich fürchtest. Dinge, die du nicht willst, passieren in schweren Zeiten und machen es dir vielleicht noch schwerer.

Es kann harmlos beginnen.
Schlechte Laune wegen des kalten Wetters. Ein vermasselter Test in der Schule. Ein Missgeschick im Unterricht. Ein verlorener Gegenstand. Ein verpasster Zug. Ein defektes Fahrrad. Ein Fehler im Code, der einem die ganze Seite versaut. Zu wenig Akku. Eine leere Kugelschreibermine und kein Ersatz.
Und manchmal bringen dich diese Dinge dazu, dass du halb verrückt wirst. Auch wenn es nur kleine Dinge sind. Wenn diese Dinge zu oft passieren, dann merkst du, dass ein Scheisstag gerade überstanden ist. Du schöpfst hoffentlich Kraft und denkst, es geht schon weiter.

Und meistens geht es das auch. Es funktioniert am nächsten Tag wieder, der Kaffe ist warm, die Noten gut, die Witze in der Schule oder am Arbeitsplatz heitern dich wieder auf, die Sonne scheint mal wieder, der Akku ist geladen, der Fehler im Code gefunden, den Zug hast du nicht verpasst und dein Fahrrad ist wieder repariert.

Und manchmal, wenn es dir sowieso gerade nicht besonders gut geht, scheint es, als ob da jemand noch einen drauf setzen will. Dir einfach mal die Woche so richtig versauen will. Oder gleich den Rest des Monats. Und dann, wenn du es nicht erwartest, schlägt es zu, dir mitten ins Gesicht. Du taumelst und hoffst auf Hilfe. Und auch wenn dich tausend Hände halten wollen, kann es mal passieren, dass du trotzdem stürzt. Hoffentlich holst du dir dann nur eine Schürfung, und man hilft dir wieder auf die Beine.

Wenn dies passiert, dann gibt es viele Möglichkeiten, wie man das verarbeiten kann. Die einen legen an Körpermasse zu, weil der Frust sie zum Kühlschrank treibt. Die anderen lassen sich vielleicht vom Psychiater helfen. Und dann sind da noch die Freunde, von welchen man sich helfen lassen kann. Und noch eine Möglichkeit, etwas zu verarbeiten, ist zu schreiben, zu dichten, zu singen oder auch zu bloggen. Und ich wähle mit diesem Beitrag unter anderem die letzte dieser Möglichkeiten, denn etwas geschrieben zu haben gibt einem Kraft, auch etwas weiter zu denken. Ein «Lass den Kopf nicht hängen» ist schnell gesagt, aber getan ist es damit noch nicht. Und darum hilft es vielleicht mit einigen Zeichen Text, die ins Web fliessen, den Kopf vom Boden oder von den Schuhen zumindest mal wieder auf die Beine zu richten Das Leben geht zwar weiter, aber es wird vielleicht eine ganze Zeit dauern, bis man mit der Situation klarkommt.

Das war’s dann mal, was ich sagen wollte. Passt auf euch auf.

Gruss,
Michael

Danke fürs Bild an Simon Eugster (granjow.net).

Weihnachtsspinnerei

Geschrieben am 15.12.2009 um 19:36 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Life.

09_dezember_15_weihnachten

Einige nennen es Weihnachtsstimmung, einige nennen es die jährliche Stromverschwendung, ich nenne es Weihnachtsspinnerei und noch anderen ist’s ziemlich egal.

Ich stehe morgens auf, verpennt wie ich bin, muss ich zum Bahnhof fahren. Blink da, Blink dort, alle wollen sagen «Wuhuu, es ist Weihnachten… Oder auch nicht, aber egal! *Blink* *Blink*». Und so blinkt es und leuchtet es und ehrlich gesagt geht es den Leuten wahrscheinlich nicht mal wirklich um das Fest, das man an Weihnachten feiert. Aber der Garten muss ja trotzdem mit Lichtern beschmutzt werden und mir gehen diese kitschigen Dinger einfach ziemlich auf die Nerven.

Sowieso finde ich, hat das Weihnachtsfest an Bedeutung verloren. Weihnachten bedeutet nicht mehr nur feiern und zusammen sein, sondern vor allem auch Stress, Geschenke kaufen, das richtige Geschenk finden. Dann muss noch ein richtiges, tolles Essen hingezaubert werden, alles soll schön geputzt sein und man macht sich meist nochmals Gedanken darüber, ob man nicht noch etwas vergessen hat. Und dann gibts ja zum Glück meist noch die Kaufstellen, die auch noch bis zu letzten Minute geöffnet haben, um auch die letzten Konsumenten noch zu befriedigen, bzw. natürlich auch, um den Umsatz mit dem Weihnachtsgeschäft noch etwas aufzupolieren. Wo ist denn da die Weihnachtsstimmung? Ist Stress und Kommerz das heutige Weihnachten?

Manchmal sollte man sich einfach mal zurücklehnen und es geniessen. Doch dies ist in unserer Gesellschaft leichter gesagt als getan, denn man erwartet meist immer, dass etwas getan wird und man erwartet auch, dass geschenkt wird. Also nichts mit Zurücklehnen oder Ausruhen, nein, es wird gearbeitet, gestresst und fleissig gekauft.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine stressfreie Adventszeit, an Weihnachten gibts dann einen eigene Beitrag ;-)

Gruss,
Michael

Bild gefunden auf pixelio.de, danke an Huber.

Schlagwörter: ,

Zeit zum Backen

Geschrieben am 13.12.2009 um 14:00 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Fotografie, Life.

Irgendwie hatte ich gestern das Bedürfnis, auch mal einige Guetsli zu backen. Leider kam ich nur bis zum Punkt, wo der Teig fertig war, aber noch nicht weiter. Deshalb wurden die Dinger heute noch bestrichen und in den Ofen geworfen. Oder das ganze in Bildern:

So, falls ihr jetzt Hunger gekriegt habt, dann habe ich mein Ziel erreicht und höre sofort auf, euch weiter zu quälen. ;-)

Gruss,
Michael

Das © Copyright der Bilder liegt natürlich bei Michael Eugster, also mir.

Schlagwörter: , ,

Man kann alles umdrehen

Geschrieben am 11.12.2009 um 18:01 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie WWW.

Bildschirmfoto 2009-12-11 um 17.58.59

Wie gut man Dinge so drehen kann, bis sie gleich mal als Skandal darstehen, hat 20minuten jetzt erfolgreich bewiesen. Mit diesem Beitrag kritisiert 20minuten die Neuerungen, da Facebook empfiehlt (und stellt das nicht automatisch so ein!), die Status-Updates für alle verfügbar zu machen. Klar ist die Empfehlung etwas fragwürdig, jeodoch wurde jeder User über die Neuerungen wg. der Privatsphäre informiert und dazu aufgerufen, Einstellungen zu tätigen. Darum ist ein solcher reisserischer Titel völlig fehl am Platz.

Wer seine Einstellungen richtig macht, bei dem ist genau gar nichts öffentlich, aber im vorhergehenden Beitrag habe ich das ja schon ausführlich genug aufgegriffen.

In diesem Sinne… dreht’s wie ihr es wollt, glaubt aber nicht einfach alles, was euch die Medien vorkauen, sondern bildet eure eigene Meinung.

Gruss,
Michael