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Die Zukunft heisst DSLR

Veröffentlicht am 13.10.2010 » 4 Kommentare » Kategorie: Film, Fotografie von Michael Eugster


Snapshot eines Filmes mit der Canon 550D, Objektiv 50mm f/1.8

Sie werden immer kleiner, immer besser und man kann unglaublich viel verschiedene Dinge mit ihnen machen. Digitale Spiegelreflexkameras oder kurz DSLR. Spätestens seit der Einführung der Canon 5D Mark II weiss man auch eindeutig, dass man mit diesen Spiegelreflexkameras tolle Filme machen kann.

Die Vorteile von DSLR-Kameras gegenüber konventioneller HDV-Kameras sind eigentlich klar. DSLR-Kameras sind günstiger, kleiner, wiegen weniger (wobei das Gewicht für wackelfreie Aufnahmen hier meistens noch etwas verstärkt werden muss) und man kann die Objektive auswechseln. Die Qualität wird auch immer besser und dank guter Sensoren kann man mit sehr wenig Licht gute, wenn nicht sogar besser Aufnahmen als mit anderen Filmkameras erzielen. Doch gerade der Fakt, dass sich die Objektive auswechseln lassen, bringen viele neue Gestaltungsmöglichkeiten. Man kann super mit Tiefenschärfe arbeiten, man kann mit der gleichen Kamera und verschiedenen Objektiven mit Weitwinkel, Makro, Tele, etc. filmen. Durch die geringe grösse kann man auf engerem Raum filmen.


Snapshot eines Filmes mit der Canon 550D, Objektiv 50mm f/1.8

Alles in allem ging die Entwicklung der Kameras rassant vorwärts. Sony brachte Filmkameras mit wechselbaren Objektiven auf den Markt, Canon und Nikon schlafen auch nicht und bringen neue Kameras auf den Markt, die auch immer bessere Filme machen können. Innerhalb weniger Jahren hat sich so viel entwickelt und ich glaube, die Zukunft des Filmens liegt in den Händen der DSLR-Kameras. Qualitativ können Sie gut mithalten. Sonst hätte man wohl kaum die letzte Dr. House – Staffel mit einer Canon 5D Mark II gefilmt. Wer sich dafür interessiert, kann bei Julian noch etwas mehr dazu lesen.

Ich habe vor einiger Zeit einmal einen Sony Camcorder gekauft, der auch FullHD-Filme aufgenommen hat. Doch wenn ich diese mit den Filmen der Canon 550D vergleiche, möchte ich die Kamera nicht mehr wirklich benutzen, denn die Schärfe ist niemals so gut wie bei der Spiegelreflexkamera. Ich werde auch meinen Bloggerfilm mit der Canon 550D und hauptsächlich einem Objektiv mit 50mm Festbrennweite und Blende f/1.8 filmen. Das Ergebnis werdet ihr dann irgendwann am Jahresende betrachten können.

Und falls ihr noch ein Beispiel von einem Schweizer Filmproduzent sehen wollt; Sam Flückiger filmt seit neusten auch mit Canon DSLR-Kameras (5D / 7D).

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  • http://www.pixelpress.ch/blog Julian Stiefel

    Niemand hätte das vor einem Jahr für möglich gehalten ;). Aber es ist so, dass schon früher Camcorder von Canon im mittleren Preissegment mit auswechselbaren L- Objektiven hergestellt wurden. Doch Qualität war das keine. Die Kameras waren noch ziemlich übel.

    Momentan ist es sogar so, dass bei den Agenturen sogar schon DSLR Filme den Tagesschauen verkauft werden… die machen also auch keine Unterschied mehr, wobei die DSLR Filme doch erst die Notlösung sind.

  • http://www.pixelpress.ch/blog Julian Stiefel

    Und jetzt schau ich mir grad noch die Serie “24″ durch, welche ja auch mit DSLRs verfilmt wurde ;).

  • http://meugster.net Michael Eugster

    Das Problem von DSLR-Filmen ist halt auch, dass es keinen Autofokus gibt, bzw. es gibt schon einen Autofokus, aber der ist viel zu langsam und sieht recht schlimm aus. Darum muss man schon ein Händchen für eine solche Kamera haben, um eine gute Schärfe hinzukriegen. So sind auch Reportagen recht ungeeignet für DSLR, weil man die Bewegungsabläufe nicht planen kann und das Scharfstellen bei tiefer Blende eine rechte Herausforderung wird.

  • http://www.pixelpress.ch/blog Julian Stiefel

    Soweit ich mich erinnern kann sind die DSLRs für die Filmproduktion modifiziert. Auf dem Bild vom Dreh der Serie “24″ sind ja einfach fünf Kameras auf dem Heck des Fahrzeuges montiert… und grad dort zeigen die Hersteller, dass es auch anders geht.

    Aber hänt halt auch mit dem Hersteller zusammen. Wie gesagt, bei der Presse wird auch schon die DSLR verwendet… und offensichtlich nicht mit einem schlechten Resultat. Und bei ISO 256’000 ist Blende eigentlich scheiss egal ;)