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3 Kommentare
You’re not a photographer
Geschrieben am 16.10.2010 um 12:21 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie
Fotografie
,
Quatschstory
.
(
via
)
so true. das sehe ich auch bei immer mehr leuten. wollt ich nur mal wieder sagen.
Kommentar von Julian Stiefel — 16. Oktober 2010, 16:27
Stimmt meiner Meinung nach nicht ganz. Es gibt viele Leute, die haben einfach Freude an der Technik, oder brauchen bestimmte Funktionen der Kamera. Oder gewisse andere haben einfach mehr Freude am Fotografieren mit einer Top Ausrüstung (denn die Vorteile spürt auch jeder Anfänger).
Als Beispiel… ein Astrofotograf… er hat einen end teuren Body und viel Erfahrung bei der Astrofotografie. Nun stellen wir uns den mal an einem Konzert vor… bäm! Jeder fragt sich, was denn der dort macht.
Und Fotograf ist immerhin keine geschütze Berufsbezeichnung. Was sagt also der Spruch von oben aus? Erstens kann sich so ziemlich jeder mit seiner Kompaktknipse als Fotograf bezeichnen und zweitens würden vernünftige Menschen einfach antworten “Jop, dann bin ich halt kein Fotograf. Darf ich jetzt ohne Unterbrechung mein Hobby weiter ausführen?”
Oft kommen solche Sprüche doch gerade von Personen, die ein wenig eiversüchtig sind. Klar, wenn da einer rumläuft, der eine riesen Kamera hat und in Automatik fotografiert kann man sich darüber aufregen. Aber wen störts? Ich würde das eher mal so umformulieren, dass die Handyfotografen keine Fotografen sind, was denen manchmal schwer fällt, das zu akzeptieren, wenn sie einem bei wichtigen Anlässen wieder mitten vor der Linse stehen.
Und unter anderem kommt die Situation mit der grossen Kamera ja gerade oft bei Frauen vor. Also da stehen sie so mit der Handtasche irgendwo bei der Städtetour,… Aber gerade dort sehe ich oft Bilder, wo ich nur staunen kann. Denn es ist eigentlich total egal, was für eine Kamera jemand hat. Schlussendlich geht es ja sowieso nur darum, dass man persönlich mit seiner Kamera gut auskommt.
Und um das noch kurz klarzustellen, obwohl ich das jetzt so schreibe: Meine Ausrüstung ist inzwischen durch das damit verdiente Geld wieder abbezahlt…
Kommentar von Michael Eugster — 16. Oktober 2010, 16:43
@Julian Stiefel: Nun, ich habe es nicht gegen eine bestimmte Person gerichtet, aber ich denke, dass du das verstanden hast. Und ganz ernst nehmen sollte man diesen Spruch auch nicht, er ist eher zum Schmunzeln gedacht.
Warum habe ich das hier veröffentlicht? Weil ich es manchmal schon recht witzig finde, wenn irgendwelche Leute Kameras kaufen, die mehrere tausend Franken kosten und dann doch keine Ahnung von der Kamera selbst haben.
Ich habe nichts gegen Leute, die einfach gerne fotografieren und dies als Hobby tun. Ich mache das ja genau auch und ich würde mich selber trotzdem nie als Fotograf bezeichnen, was mich aber weiter nicht stört. Ich mache gerne Fotos und die Freude an einer Sache ist doch die Hautpsache, oder?
Auch bei den Handyfotografen, die du erwähnt hast, kann ich nur zustimmen. Und vielfach ist es wirklich so, dass Leute gute Fotos erzielen und zwar nicht einmal unbedingt mal mit der besten Kamera, nein, es kann eine kleine, simple Kompaktkamera sein.
Und wenn wir diese Geschichte nochmals als Ganzes betrachten, kann man es eigentlich auch einfach so verstehen:
Eine gute Kamera zu besitzen heisst noch lange nicht, auch gute Fotos zu erzielen. Denn entweder man hat das Talent dafür oder man hat es nicht wirklich. Dann bringt einem aber auch die gute Kamera nur wenig.
Kommentar von Julian Stiefel — 16. Oktober 2010, 17:58
Also keine Sorge, ich habe mich nicht angesprochen gefühlt ;). Aber vor etwa einem Jahr habe ich mich genau in dieser Situation gefühlt. Aber es gibt halt auch Menschen, die kaufen nicht gerne zwei mal.
Zum Thema “Bin ich ein Fotograf? Darf ich mich Fotograf nennen?” Jaja, damals hasste ich es, wenn mir jemand gesagt hat, ich sei ein Fotograf oder auf irgendeiner Homepage “Fotograf” bei meinem Namen stand. Auch auf meiner Visitenkarte steht wegen dem “Fotografie” drauf. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt kann man diesem Ruf auch nachkommen und dann ist das nicht mehr komisch, wenn man Fotograf genannt wird und sich so fühlt. Denn gerade beim Arbeiten hat das einen sehr grossen Einfluss, wie man innerlich mit seiner Arbeit übereinstimmt. Und ab einem gewissen Zeitpunkt kann man einfach nicht mehr sagen “Oh, sry Redaktion, irgendwie hatte ich Probleme mit den Kameraeinstellungen”.