Geschrieben am 26.04.2013 um 17:38 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Film.
Es kommt ja immer anders als man denkt. So lief es auch mit meinen Studien-Plänen. Ich bewarb mich vor einiger Zeit für die Studienrichtung «Bachelor in Arts of Film». Dazu habe ich Aufgaben (als erster Teil der Aufnahmeprüfung) eingereicht. Leider reichte es mir hier nicht, um in die zweite Phase aufgenommen zu werden.
Sofort aufzugeben wäre nicht meine Sache, weshalb ich mich für das Studium Cast / Audiovisuelle Medien noch nachträglich mit einigen Referenzen bewarb. Ich wurde bald darauf zum zweiten Teil des Aufnahmeverfahren – einer Prüfung und ein Gespräch mit Dozenten der Studienrichtung – eingeladen. Mein gutes Gefühl täuschte mich hier nicht und ich erhielt gestern die Bestätigung, dass ich das Studium an der ZHdK diesen Herbst antreten kann. Das werde ich nun auch und ich freue mich!
Geschrieben am 02.04.2013 um 12:09 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Film.
Da kommt sogar WAM ins Schwärmen. Ich hatte die dank der Einladung meiner Freundin das Vergnügen, an der Vorpremiere vom Film «Himmelfahrtskommando» in Wil teilzunehmen. Der neuste Wurf von Dennis Ledergerber begeistert. Der junge Regisseur zeigt, dass man auch ohne ein Millionenbudget (nämlich mit CHF 100’000) einen Kinofilm realisieren kann, der sich durchaus zeigen lassen kann.
Himmelfahrtskommando, das ist eine schwarze Komödie, basierend auf der gleichnamigen Novelle von Stefan Millius. Das Drehbuch überzeugte derart, dass Schauspielgrössen wie Beat Schlatter, Walter Andreas Müller und Andrea Zogg gar auf ihre Gage verzichteten und bei diesem Projekt mitarbeiteten.
Heile Welt
Ein unschuldiges idyllisches Schweizer Bergdorf am Thunersee – «Gottlingen» genannt – mit einem überforderten Gemeindspräsident kämpft um die Gemeindefinanzen. Da sind die weiss gekleideten Mitglieder einer amerikanischen Sekte herzlich willkommen, schliesslich bezahlen sie gut.
Wie der explosive Anfang der Geschichte zeigt, sind nicht alle Gottlinger begeistert von den fremden Besucher des Dorfes. Blöd nur, dass plötzlich Anhänger der Sekte ihre Mitglieder im fremden Land besuchen wollen. Eine Geschichte über Fremdenhass, Geldgier und was sie aus den Menschen macht.
Polarisierend
Der Film polarisiert. Die Themen sind allgegenwärtig und aktuell, die Aufarbeitung der Materie gewöhnungsbedürftig – oder einfach anders. Himmelfahrtskommando ist nichts für zarte Seelen und solche, die sich lieber Liebesfilme statt brutale Actionstreifen anschauen. Diesen Film liebt man oder man hasst ihn. Etwas dazwischen wirds wohl kaum geben.
Eine Spur Tarantino
Man spürt es schon zu Beginn des Filmes. Ein Auto fliegt in die Luft (übringes: die Explosion war echt) und eine Titelmelodie erklingt. Es könnte glatt ein Tarantinostreifen sein, auch die Machart der eingeblendeten Titel erinnert daran.
Eine weiteres Augenmerk liegt auf der verschachtelten Erzählstruktur aus der Sicht von Nebendarstellern. In verschiedene Kapitel gegliedert, wird der Film zum Beispiel aus der Sicht der Tochter des Gemeindepräsidenten oder des Pöstlers erzählt. Da ist Aufmerksamkeit gefragt, damit man mitkommt und die Zusammenhänge zu einem Strang zusammenstricken kann. Und das ist auch gut so. Denn wie es Beat Schlatter in Box Office schon gesagt hat: «Es gibt genug Schweizer Filme, die hier beginnen und etwas später weiss man schon, wie es dort aufhören wird» (sinngemäss Zitiert).
Kritik und Fazit
Das Budget war schmal und trotzdem gelingt Dennis Ledergerber ein Film, der in der Schweizer Filmwelt Beachtung erhält. Die Qualität leidet manchmal in der Tonqualität ein wenig, was aber nicht besonders stört. Ich hatte den Eindruck, dass an der Vorpremiere viele Leute überrascht waren. Überrascht, ein solches Ende zu sehen, überrascht, einen solchen Film zu sehen. Nicht alle waren zufrieden – eben, er polarisiert, aber viele lachende Gesichter waren anwesend. Ich finde; den Film muss man gesehen haben. Und: Ich freue mich auf den nächsten Wurf, Dennis! Hoffentlich erhält er in der Schweiz die verdiente Aufmerksamkeit und den Erfolg.
Geschrieben am 20.02.2013 um 19:00 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Film, Review.
Mal davon abgesehen, dass sich der Designer des neuen Auftrites vom SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) wohl etwas in den BBC-Auftritt verguckt hat, kommt das SRF frisch daher. Man gibt sich modern, zeitgemäss und vor allem extrem medienkonvergent.
Wir sind soooo medienkonvergent!
Egal ob Radio oder Fernsehen, alles heisst jetzt SRF. Könnte man meinen. Stimmt aber so nicht ganz. Schauen wir uns doch die Marken und die neuen Namen nochmals an:
SF1 wird zu SRF 1
SF zwei wird zu SRF zwei
SF info wird zu SRF info
DRS1 wird zu Radio SRF 1
DRS2 wird zu Radio SRF 2 Kultur
DRS3 wird zu Radio SRF 3
DRS 4 News wird zu Radio SRF 4 News
DRS Musikwelle wird zu Radio SRF Musikwelle
DRS Virus wird zu Radio SRF Virus
Soweit alles klar? War doch eigentlich ganz einfach. Doch nun schleicht sich ein Problem ein, denn die Moderatoren vom SRF sprechen sowohl beim Fernsehen als auch beim Radio vom «SRF1». Damit man weiss, wo nun die angekündigte Sendung zu sehen oder zu hören ist, müsste man korrekterweise «Radio SRF1» sagen. Jetzt kommt die Ironie der Namensgebung wieder zur Geltung, denn wer «Radio SRF1» sagt, wiederholt sich. Ausgeschrieben heisst dies nämlich «Radio Schweizer Radio und Fernsehen Eins».
Schade Marmelade. Da hat man so viel Geld in den neuen Auftritt reingebuttert und die Zuschauer und -hörer verstehen nicht einmal, ob nun das Radio oder Fernsehen gemeint ist. Und wer die Marke korrekt ausspricht, wiederholt das Wort Radio.
Ich freue mich, dass unsere Gebührengelder in eine solch konsequente Umsetzung der Medienkonvergenz eingesetzt werden. So konsequent, dass man die beiden Medien nicht einmal trennen kann, wenn man es möchte. Also, man könnte schon. Aber es wird ja nicht einmal von den Moderatoren gemacht.
Aber ich bin ja nicht der erste, der das bemerkt. ;-)
Geschrieben am 13.02.2013 um 17:58 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Film.
Gestern habe ich einen Schritt meiner Zukunftsplanung gemacht und diese Couvert abgeschickt. Ich möchte ein Studium an der ZHdK starten. Für die Studienrichtigun «Bachelor of Arts in Film» muss man dazu eine Aufnahmeprüfung bestehen, um einen der wenigen 16 Studienplätzen zu ergattern. Ist man kreativ genug (in den Augen der Jury), kommt man in die nächste Phase der Aufnahmeprüfung und überzeugt man dort wiederum, kann man im Herbst 2013 an der Zürcher Hochschule der Künste starten.
Danke schon mal fürs Daumendrücken, ich bin gespannt, was meine Zukunft bringt!
Geschrieben am 19.09.2012 um 16:42 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Film.
Dies ist ein gesponserter Blogpost, vermittelt durch xeit. Damit gehe ich demnächst für meine WG Essen und etwas Bier kaufen.
Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie es sich als Schweizer Star so lebt? Okay, haben wir ja auf MTV schon zur Genüge gesehen und das bekannte Format bespickt mit Frauen, fetten Autos, Skandalen und anderen Geschichten ist sowas von gestern.
Swiss Cribs hat nun nachgehakt und das dekadente Leben Schweizer Stars in einer neuen Serie festgehalten. Auf eine andere Art. In der ersten Episode erfahren wir, wie der bekannte Westschweizer Rapper Stress seinen Alltag geniesst – ein rarer Einblick. Die sechseinhalb Minuten lohnen sich!