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Goethe nervts, wenn Flugezeuge über Berlin donnern

Veröffentlicht am 01.05.2012 » 2 Kommentare » Kategorie: Poetext, Quatschstory von Michael Eugster

Zugegeben, ein wenig seltsam war es schon, als das erste Flugzeug direkt über unserem Hotel durchgedonnert ist. Aber hey, wenigstens hat die Absteige (mit gutem Fruchtsaft am Morgen) nicht so viel gekostet und vom Schlafen hat der Fluglärm eigentlich auch nicht abgehalten. Und sowieso, wer ein Hotel 10 Minuten vom Flughafen Tegel in Berlin bucht, muss sich damit abfinden.

Berlin war wieder einmal sensationell und wir haben wunderbare Leute kennengelernt und inspirierende Gespräche geführt. Nächstes Mal könnten Sie jedoch, Herr Goethe, ein bisschen lächeln. Diese grimmige Miene hat nicht einmal die neugothische Kriche in Berlin verdient. Okay, es ist nicht so hell dort drin, aber es brennen immerhin Kerzen und alle bewundern Sie. Weshalb also dieser Lätsch? Ist gerade ihr Hamster gestorben? Sind es die Flugzeuge, die stören? Na hallo, in der Nähe des Fernsehturms fliegen die sicher nicht mehr so tief, also kein Grund zur Grimasse!

Pardon, das war wohl etwas hochnäsig. Und dann noch mit grammatikalisch nicht ganz korrekten Sätzen. Aber das erlaubt die Kunst doch hoffentlich, Herr Goethe. Jetzt lass ich sie aber mal etwas ruhen. Vielleicht sind sie ja auch nur etwas ängstlich, ihr Gesicht wirkt irgendwie auch ziemlich wie in Stein gemeisselt…

Mehr zu Berlin gibts natürlich schon noch. Und dann nicht nur «Quatsch».

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Manchmal ist man frei

Veröffentlicht am 21.04.2012 » 2 Kommentare » Kategorie: Life, Poetext, Quatschstory von Michael Eugster

Wisst ihr, was so toll an einem Blog ist? Die ungezwungene Atmosphäre. Ich muss nicht schreiben, wenn ich gerade keine Lust oder Zeit dazu habe. So kann es auch mal einen Monat lang keinen Blogbeitrag geben. Aber hey, ich schulde euch ja noch ein Review von einer Kamera. Die Fujifilm X10 gehört zu meinem Gadgetsortiment und hat sich mittlerweile gut bei mir eingelebt. Aber wieso ich ein solches Teil mit mir rumtrage und wie sich das Baby schlägt, lest ihr sonst mal.

Denn manchmal ist man frei, etwas auf morgen zu verschieben. Manchmal aber auch nicht. Manchmal macht man gerade einen Schnappschuss vom Säntis im coolen Licht der Morgenstunden. Manchmal dreht man einen Video vom Kantipark-Radio, manchmal ist man als Videojournalist unterwegs und manchmal liegt man einfach nur auf der faulen Haut.

Manchmal setzt man seine Freizeit mit Leidenschaft für eine coole Beiz in Oberuzwil ein. Manchmal macht man Homepages. Manchmal schreibt man Artikel über sich selbst, personifiziert es aber nicht so. Kann man alles tun. Wie ich in letzter Zeit. Da war sehr viel Leben in meinem Leben (huch, ein «ich» hat sich in den Text eingeschlichen), dass es hier auf dem Blog manchmal ganz schön ruhig werden kann. Ich habe aber noch viel zu erzählen.

Und manchmal schreibe ich Blogbeiträge in einer etwas ungewohnten Form. Aber ich darf das.

So long,

Eine Weihnachtsgeschichte

Veröffentlicht am 27.12.2011 » 1 Kommentar » Kategorie: Poetext, Quatschstory von Michael Eugster

Keuchend bleibt Sophia stehen. Irgendwie hat sie sich die Vorweihnachtszeit anders vorgestellt. Übrigens heisst Sophia gar nicht unbedingt Sophia. Ihr Name könnte ein x-beliebiger anderer Name sein. Ein hässlicher Name würde wohl besser zu ihr passen. Hildegard. Ulrike. Klothilde. Uwe. Oder so. Aber bleiben wir vorerst mal bei Sophia, denn die Geschmäcker bei schlechten Namen gehen so weit auseinander, dass wir einfach einen anderen Namen nehmen für diese Geschichte.

Da steht sie also, schweisstriefendes Gesicht und selbstverständlich hat sie noch nicht alle Geschenke. Da fehlt noch eins. Mindestens. Zumindest kann sie sich nur an ein Fehlendes erinnern, wird sich dann zu Hause die Hände an die Stirn werfen und merken, dass da noch eines gefehlt hat. Doch jetzt muss zuerst mal ein Geschenk für den Vater her.

Doch was schenkt man einem Vater? Ein Gutschein ist zu plump, ein Kasten Bier wär zwar ideal, aber da hätte die Mutter nicht so viel Freude daran. Kinogutschein? Ach, auch ein Gutschein – plump. «Vielleicht ein Pack Spaghetti?», denkt Sophia und grinst dabei. Ihr Humor war schon immer eine Sache für sich, aber wir wollen jetzt nicht abschweifen in dieser Geschichte.

Sie geht weiter. Schaufenster voller Schokolade, Pralinen, Weihnachtskreationen. Schaufenster, geschmückt mit Glitzer, mit Lampen, mit künstlichem Schnee. Alles glänzt und strahlt, eine perfekte Weihnachtsillusion, damit Leute wie Sophia möglichst viel Geld in die Kasse der Geschäfter spülen. Da eine fünfstöckige Torte aus Vanilleeis, dort ein Stand mit Glühwein und an der anderen Ecke überteuerte «Heisse Maroni» vom italienschen Mann, der um die Wette grinst, als gäbe es keinen Morgen.

Alles scheint perfekt, alle scheinen sich zu freuen. Aber, ich hoffe ihr habt es nicht schon vergessen, Sophia hat ja noch kein Geschenk für ihren Vater. «Wie wärs mit einer Flasche des besten, alten Irish Whiskeys im Laden nebenan?» Die Antwort auf diese Frage beantwortet schon ein kurzer Blick ins Portemonnaie. Sie heisst: «Nope».

So geht sie weiter. Sternchen an den Fenstern, Glitzerzeug an den Fichtenbäumen, künstlicher Schnee in den Schaufenstern. Es will einfach nicht aufhören.

Da sticht ihr plötzlich ein Geruch in die Nase und sie realisiert: Das muss sie unbedingt haben. Koste es, was es wolle – Moment! Nicht ganz. Da wäre ja noch ihr schlankes Portemonnaie. Aber lassen wir das für ein Mal. Es ist ja schliesslich schon bald Weihnachten und da soll man nicht knausrig sein. Es riecht nach Zimt. Ein Geruch, der dich verführt, in andere Welten bringt. Jaaa, es riecht so gut. Sie bleibt stehen und hat plötzlich ein perfektes Geschenk für ihren Vater. Da kann er sich selber was Tolles zusammenmischen. Ein Kaffee mit Zimtgeschmack und einem Schuss Whiskey, der ja sowieso bei ihm rumsteht.Warum also sich die Mühe machen und einen Whiskey kaufen?

Sie kramt ihr letztes Geld hervor und kauft sich die Zimt-Kräutermischung, lässt es noch hübsch einpacken. «So, das wäre mal geschafft», denkt sie sich und macht sich endlich auf den Weg nach Hause.

Eine Tasse mit heissem Kaffee, das hat sie sich jetzt verdient. Sie freut sich schon auf die strahlenden Gesichter ihrer Eltern, ihres Bruders. Gerade möchte sie sich schlafen legen, als ihr Telefon zu klingeln beginnt.

«Was fällt dir eigentlich ein, an Weihnachten nicht aufzutauchen?», klingt es aus dem Hörer.

Das Display zeigt das Datum.

27. Dezember.

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Happy Jetlag: Einfach einmal verrückte Dinge tun

Veröffentlicht am 05.09.2011 » 5 Kommentare » Kategorie: Quatschstory, Reisen von Michael Eugster

Bild von Flickr-User doitintheroad

Einfach einmal etwas Verrücktes tun. Jugendlicher Leichtsinn ausleben vielleicht? Kann man machen.

Und darum mache ich jetzt etwas, was eigentlich völlig gegen meine sonstigen Prinzipien geht. Reaktionen wie «Du spinnst doch!» habe ich genau gleich erhalten wie die Reaktion «Yeah, geil!». Ich plane eben nicht eine dieser «Pauschalreisen», sondern einen (Kurz-)Trip nach New Jersey! Zusammen mit einem Kollegen, der als Praktikant bei einer roten Fluggesellschaft (die gerade ein Logo-Redesign erlebt hat) arbeitet (praktisch, gell) und zwei anderen Kolleginnen geht es für drei Tage in die Staaten. Da nimmt man es doch gerne auf sich, einen neuen Pass zu machen (läck, der war teuer) und dann im Oktober zwei Tage zu fliegen.

Um unseren Jetlag gebührend fotografieren zu können, habe ich mir jetzt übrigens ein Weitwinkelobjektiv von Sigma für meine Kamera bestellt. Ich werde also sich nicht ohne Bilder in die Schweiz zurückkehren. Ich war ja noch nie in den Staaten und beim Gedanken an diese Reise, bin ich schon ein wenig aufgeregt. Das wird legendär!

Die einen mögen antworten: «So verrückt ist das nicht. Ich war schon einmal auf einem Kurztrip in New York, um einzukaufen (oder so).» Ist mir Hans was Heiri, irgendwie ist es schon etwas übertrieben, nur so kurz zu bleiben. Aber wenn man schon einmal eine Woche frei hat und diese mit einem günstigen Jetlag und drei guten Kollegen/-innen verbringen kann, sag ich da nicht nein. Man ist ja schliesslich nur einmal jung!

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Seifenkisten waren gestern – heute fährt man Mülltonnen!

Veröffentlicht am 12.08.2011 » 7 Kommentare » Kategorie: Film, Quatschstory von Michael Eugster

Was macht man mit Mülltonnen? Eure erste Antwort wird wohl ganz einfach «Müll reinwerfen» sein. Aber habt ihr schon einmal etwas von Mülltonnenrennen gehört? Nicht? Die Deutschen machten es via Youtube vor und der STV Bichwil bringt uns diese Sportart auch direkt in die Schweiz. Vorher wurde der Sport hier wahrscheinlich noch nie ausgeübt.

«Auf Mülltonnen fahren – wie soll denn das gehen?»

Eigentlich ist das Prinzip ziemlich simple, denn zwei Räder hat das Ding ja schon. Nun klebt man noch etwas Polster vorne auf die Kiste, befestigt an der Vorderseite speziellen Hartgummi, der gut gleitet und auf dem Teer trotzdem nicht allzu schnell abgeschliffen wird. Des Weiteren braucht es noch die richtige Ausrüstung – Kleidung, die einen schützt und kaputt gehen darf, geeignete Schuhe (am besten mit Stahlkappen zum Bremsen und Lenken), Knieschoner und einen Motorradhelm.

«Ich schnalls noch immer nicht.»

Ich konnte es auch fast nicht glauben, aber das ist alles. Man könnte meinen, es würde vorne auch noch Räder benötigen, was aber nicht so ist. Wenn man noch etwas braucht, dann die richtige Balance, denn man liegt auf die Mülltonne, schaut, dass das Vorderteil in der Luft ist und düst die Strasse runter. Lenken kann man auch, indem man den ganzen Körper und auch die Füsse entsprechend einsetzt.

«Den Quatsch kauf ich dir nicht ab!»

Hätt ich wohl auch gesagt, aber als ich für fürstenlandTV am Training filmte, sah ich, dass es tatsächlich doch funktioniert! Lustigerweise ist es nicht einmal besonders schwierig und auch junge Personen können schon eine solche Mülltonne lenken. Zwar wird man nicht gerade so schnell wie die Formel 1, aber ein rechtes Tempo erreicht man trotzdem.

«Das will ich sehen!»

Darfst du! Hier mein kurzer, knackiger Videobeitrag zu den etwas verrückten Bichwilern:


Internet TV

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Frühlingsgefühle oder Frühlingsgeschwüre?

Veröffentlicht am 06.04.2011 » 3 Kommentare » Kategorie: Quatschstory von Michael Eugster


Bild: Kora Polster / pixelio.de

Keine Ahnung, was den Menschen im Frühling reitet, aber auf alle Fälle merkt man die Effekte des Frühlings in meinem Umfeld gerade so stark, dass mich der Teil des Hirns, der fürs Bloggen zuständig ist, geradezu anschreit, einen Beitrag darüber zu schreiben.

So kommt es, dass der Frühling nun mal warme Temperaturen mit sich bringt. Mit der Zeitumstellung in die Sommerzeit wird uns zwar eine Stunde schlaf geklaut, aber dafür ist es länger hell – ist doch auch mal toll. Und wenn wir schon einmal bei «hell» sind, dann ist doch die Sonne ein gutes Stichwort. Endlich bringt die Sonne wieder einmal mehr wärme in unsere Gegend und das freut Männchen und Weibchen. Sie ziehen sich wortwörtlich aus. Zwar nicht ganz, aber sie zeigen definitiv mehr Haut. Auf dem Höhenflug der Hormone bringt uns dieser Trip dann in die sogenannten Frühlingsgefühle. Eigentlich scheissegal, was genau daran schuld ist, hauptsache die Menschen verliiieben sich in dieser Zeit. Ach, es ist doch ein so tolle Zeit, alles scheint plötzlich um eine halbe Tonne leichter und klappt praktisch von alleine. Übrigens werden die berüchtigten Hormone von diesem tollen Licht aktiviert und erhöhen anscheinend unsere sexuelle Erregbarkeit. Für Leute mit langer Leitung möchte ich es gerne überspitzt formulieren: Im Frühling sind sind wir spitz.

Während die einen also durch die Gegend sabbern und sich dem natürlichen Paarungsdrang und somit der Überlebensstrategie der Natur unterordnen (HA! das hat sie mal wieder geschickt eingefädelt!), kann dieses Balzverhalten manchmal auch ziemlich nerven. Um dich herum bilden sich plötzlich Pärchen, manchmal scheinbar wild zusammengewürfelt. Wenn wir den Titel dieses Blogbeitrages mal kurz betrachten, merken wir, dass ich gerne etwas provoziere. Denn diese Frühlingsgefühle kommen dann auch irgendwie als Frühlingsgeschwüre hervor und einige Leute nerven sich gewaltig darüber. Wobei, wenn man bedenkt glaubt, dass die Welt ja im Jahr 2012 untergeht, muss man sich langsam wirklich seinen Partner suchen. Man will ja nicht alleine sterben, oder?

Satirische Grüsse,

Oh und noch so am Rande. Es ist mir eigentlich egal, ob die Hormone wirklich daran schuld sind, dass die Leute plötzlich so beflügelt sind. Die «Experten» sind sich ja eh nicht einig.

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Die neue Gaming-Plattform: uMove

Veröffentlicht am 04.02.2011 » Keine Kommentare » Kategorie: Quatschstory, WWW von Michael Eugster

Okay, ich gebs ja zu. Ich oute mich als absoluter Julian Smith – Fan. Sein brillianter, spezieller Humor trifft passt nicht jedem und als Schweizer mag auch nicht jeder, die Englische Sprache. Ich hingegen geniesse es jedes mal wieder, wenn ein neuer Clip von Julian Smith hochgeladen wird.

Ja, das ist die neue Gaming-Plattform. Zu 100% real, 3D und selbstverständlich mit atemberaubendem Spielerlebnis.

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Bloggen seit zwei Jahren

Veröffentlicht am 20.12.2010 » 7 Kommentare » Kategorie: Allgemein, Life, Quatschstory von Michael Eugster

Es sind nun tatsächlich zwei Jahre. Vor zwei Jahren habe ich mich mit einem Beitrag in die Blogosphäre kataplutiert und seither viele verschiedene Bloguniversen kennengelernt.

Mal mit Witz, mal verliebt, mal enttäuscht und verletzt, mal als Beobachter, mal von der Technik begeistert, mal in den Ferien, mal das erste Mal, mal zu viel Stress, mal vom Wetter nicht besonders angetan, mal mit Musik beglückt, mal ohne Schnee, mal ironisch, aber immer mit Herzblut dabei.

Am Jahresende machen viele Leute einen Jahresrückblick, in der Adventszeit hagelt es an Sonderangeboten, Adventsaktionen, Adventskalender, Gewinnspielen und Wettbewerben. Hoppla, ich kam vom Thema ab. Jahresrückblick. Warum eigentlich nicht?

Mein Jahr kann man bereits jetzt recht einfach zusammenfassen: Es war ein Jahr gezeichnet davon, dass es im Leben aufwärts und abwärts gehen kann. Down and up again. Ein Jahr, in welchem ich das schönste und das schlimmste vom Leben kennenlernen durfte, ein Jahr mit kulinarischen Reisen durch Berlin, ein jahr mit Vormatura und eine Maturaarbeit, auf die ich stolz bin, ein Jahr mit Freud und Leid, ein Jahr mit Sonnenseiten und Schattenseiten, ein Jahr voller Gegensätze, ein Jahr voller Lebensironie.

Doch wenn ich ehrlich bin und einen Schlussstrich ziehe und meine Schlussbilanz mache, sieht es doch unterm Strich positiv aus. Ich habe wunderbare Leute kennengelernt. Ich habe Leute kennengelernt, denen ich Vertrauen schenken kann und dasselbe auch zurückerhalte. Ich habe Leute kennengelernt, mit welchen ich feiern, lachen, Zeit verbringen konnte. Ich habe Leute besser kennengelernt, aus manchen wurde ich schlau, aus anderen überhaupt nicht. Doch da macht nichts aus. Es ist egal, wenn nicht immer alles perfekt lauft, denn wenn es so wäre, würden wir das perfekte nicht zu schätzen wissen. Es ist egal, wenn die Welt auch mal in Trümmern erscheint, wenn sie von Freunden und Bekannten in neuem Glanz wiedererbaut wird.

Es geht weiter. Die Welt dreht sich noch immer. Die IPS von IPv4 werden bald ausgehen. Facebook wird immer mehr von mir wissen, Google auch, aber es wird mir egal sein. Ich werde mir keine Vorsätze machen, denn ich werde sie sowieso nicht einhalten. Ich werde noch einige Liter Kaffee trinken. Ich werde einen Kantiball organisieren. Ich werde die Kanti abschliessen. Ich werde mich bestimmt wieder einmal verlieben. Ich werde bestimmt wieder einmal von einem neuen Land begeistert sein. Ich werde Musik machen, hören, erleben. Ich werde weiterbloggen. Ich werde weiterhin nicht ganz normal, gut bepackt mit einem Rucksack voller Ironie, sein. 2011 wird garantiert wieder ein sehr spannendes Jahr.

P.S.: Danke fürs Lesen. Ihr seid tolle Leser! Und ich werde nicht nur Quatsch bloggen, auch wenn oben «2 Jahre Quatsch für euch» steht.

Die Liebesillusion

Veröffentlicht am 19.12.2010 » 4 Kommentare » Kategorie: Life, Quatschstory von Michael Eugster


Bild von flickr-User nattu

Am Anfang steht die Begegnung. Aus einer Begegnung entsteht ein Blickkontakt, ein Gespräch. Es kommt zum Wiedersehen.
Aus einem Wiedersehen wird ein nahes Kennenlernen und es ist da, man spürt es. Es ist magisch. Man nähert sich, aus einer Annäherung wird eine scheue Berührung, aus einer Berührung folgt die Vereinung zweier Hände. Da ist ein Kuss nicht weit. Aus dem zärtlichen Kuss wird ein leidernschaftlicher Kuss, aus dem Zungenkuss ein langer Abend und aus dem langen Abend entsteht eine Beziehung.
Das Spiel scheint sich zu wiederholen, es wird viel geredet, es wird viel geküsst, man ist sich nah. Man kommt sich immer näher. Aus Nähe wird Geborgenheit und Vertrauen, aus Geborgenheit und Vertrauen entsteht ein Band der Illusion, man nennt es auch die Liebe, die Liebe, bei der man meint, es gäbe nur genau diesen Moment, diese Beziehung. Man meint die Beziehung hält für immer.
Und ja, aus dieser Mischung von Vertrauen, Nähe und Illusion entsteht Sex und daraus entsteht im Normalfall nichts, ausser vielleicht mehr Sex. Vielleicht zerbricht die Illusion, vielleicht bleibt sie jedoch bestehen. Und falls sie wirklich standhält, wird daraus vielleicht eine Hochzeit. Aus der Hochzeit werden vielleicht Kinder, die schreien, gefüttert werden wollen und einen 24 Stunden die Woche beschäftigen. Die Kinder wollen die Welt entdecken, ihre eigenen Erfahrungen machen. Ihre Neugier bringt sie in jugendlichen Jahren zur ersten Beziehung und das Spiel beginnt von vorn.

Spielst du mit?

Kameras sind böse!

Veröffentlicht am 27.11.2010 » Keine Kommentare » Kategorie: Fotografie, Quatschstory, Reisen von Michael Eugster


Bild geschossen am AvatarDay2010 von Michael Schmid

Ich sitze im Zug, mache es mir gemütlich. Wie ich halt so bin, mache ich es mir gemütlich in meinem Abteil. Etwas gute Musik muss her und ich möchte etwas kreativ sein. Dazu sind doch solche Zugfahrten auch da. Entweder man langweilt sich die ganze Zugfahrt durch, man schaut immer nur aus dem Fenster (, was die Fahrt nur dann spannend macht, wenn man die Strecke nicht schon x-mal gefahren ist) oder man installiert wie ich sein MacBook Pro auf dem Tisch und mixt sich seine Playlist zusammen. Die Spiegelreflexkamera ist dann auch schnell ausgepackt, denn man möchte noch ein paar spontane Fotos vom Bahnhof und von der Bahnstrecke schiessen.

Das Klicken der Kamera lässt bedrochliche Wolken im Hirn eines anderen Fahrgastes aufziehen. Er sitzt im Abteil vor mir und scheint der Sache überhaupt nicht zu trauen. Spätestens nachdem die Kamera fünf Mal in einer Folge klickt, muss da ein Blick nach hinten geworfen werden. Ein Blick sagt ja anscheinend mehr als tausend Worte, aber ich möchte euch nicht mit so viel Text vollmüllen. Sein Blick sagte aber vor allem diese Dinge: «Kamera? WTF? Fotografieren? Hier im Zug? Was will der von mir? Der ist komisch! Hör auf mit der Fotografiererei! Ich will nicht auf einem Foto erscheinen! Hilfe! Ich ruf die Polizei wenn du so weiter machst. Immer diese Jugendlichen mit ihren Kameras! Ich lande auf Facebook! Kameras sind böse!» Oder so ähnlich. Noch anzumerken sei dabei, dass der Mann in keinem Fall auf einem meiner Fotos erschienen wäre, denn die Sitze der SBB erweisen sich als gutes «Schutzschild». Wenn etwas zu sehen gewesen wäre, dann sein überdimeonsinal grosser Rucksack, der beinahe über den Sitz herausragte, aber den wollte ich gar nicht auf dem Foto.

«Bin ich jetzt ein Star?», mag sich der Fahrgast fragen. Dazu gibt es auch eine ganz einfache Antwort: Nein.

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Die Rettung der Kinos

Veröffentlicht am 10.11.2010 » 1 Kommentar » Kategorie: Quatschstory, Schlechterwitz, Technische Geräte und so von Michael Eugster

Eigentlich sollte der folgende Comic bloss ein schlechter Witz werden, jedoch ist es pure Realität. Seht selber:

Und tatsächlich ist es so. Wo heute 3D drauf steht, stürmen die Leute gleich mal das Kino, denn man will sich so was nicht entgehen lassen. Momentan bringen die zwei Zeichen wieder Leute ins Kino, die vorher schon lange nicht mehr dort waren. Kurzfristig ist 3D die Rettung, denn man kann das gleiche Erlebnis noch nicht zu Hause haben.

Doch langfristig muss die Filmindustrie und die Kinowelt aufpassen und sich neue Dinge einfallen lassen, denn irgendwann wird 3D auch für den Ottonormalverbraucher zugänglich und völlig normal sein. Dann wäre vielleicht 4D auch mal was oder sonstige geniale Ideen. Wir werden sehen!

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