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Von Kupferkabel zu Glasfaser: Internet und Fernsehen von easyzone.ch im Test – Fibre to the Home

Veröffentlicht am 20.07.2015 » 4 Kommentare » Kategorie: Review von Michael Eugster

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Bis jetzt war ich wohl ein typischer Schweizer Kunde: Zufrieden mit den Leistungen der Swisscom blieb ich treuer zahlender Kunde. Da sich die Gelegenheit bot, schaute ich Ende letzten Jahres die Angebote auf dem Glasfasernetz der SAK – dem SAKnet – an und verglich sie mit meinem bisherigen Angebot für unter 26 Jährige der Swisscom. Ich konnte es drehen und wenden wie ich wollte: Die Swisscom konnte mir als junger, treuer Kunde kein Angebot anbieten, dass es mit den Leistungen eines Anbieters aufnehmen konnte: easyzone. In einer Tabelle sieht das dann so aus:

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Ich wollte die Gelegenheit nutzen und gleich mit höherer Geschwindigkeit surfen als zuvor. Bei easyzone gibt es auch ein Angebot mit 30Mbit/s, was dem bisherigen ähnlicher gewesen wäre – und erneut 10.– günstiger pro Monat. Mein bisheriges Angebot käme dann also noch schlechter weg. Fairerweise sollte man ja aktuell buchbare und einigermassen ähnliche Angebote miteinander vergleichen. Ich habe also nochmals eine lässige Vergleichstabelle gebastelt:

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Man sieht: Auch wenn ich ans Glasfasernetz angeschlossen bin, bietet mir die Swisscom ihre Dienste dort nicht an und drosselt den Upload auf lächerliche 4 Mbit/s – Grund: Kupferkabel. Bei easyzone gibt’s für weniger Geld viel mehr Speed. Will man bei beiden Anbietern noch etwas mehr Speed, könnte das dann folgendermassen aussehen:

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Langer Rede kurzer Sinn: Die Sache war für mich klar: Ein Wechsel stand vor der Türe.

Die erste Glasfaserdose ist kostenlos

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Wenn die Liegenschaft, in welcher man wohnt, bereits mit Glasfaser erschlossen ist, fehlt meistens nur noch die Dose im Wohnzimmer. Nach meiner Bestellung bei easyzone wurde die Installation dieser Dose gleich mitorganisiert. Da easyzone auf dem Glasfasernet der SAKnet Lizenzen gekauft hat, konnte ich dort eine Bestellung abschliessen. Die erste Dose (und mehr braucht man meistens auch nicht) wurde mir kostenlos installiert.

Die Installation

Ist die Dose einmal installiert, kann es auch schon losgehen mit Fibre to the Home. Man schliesst das Gerät der SAK mit dem Glasfaserkabel an die Glasfaser-Dose.

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An diesem Gerät befinden sich vier «normale» Ethernetanschlüsse, an welche man den vom Anbieter gelieferten Router anschliessen kann. Gesagt, getan. Der ZyXEL-Router von easyzone agiert gleichzeitig auch als WLAN-Accesspoint. An die Ethernetanschlüsse schliesst man sowohl TV-Gerät als auch andere Geräte an, damit sie die volle Leistung des Internetanschlusses geniessen können.

Internet mit easyzone

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Eigentlich wollte ich erst per Ende Juli lossurfen, konnte dann aber nicht warten. Nach einem Anruf bei easyzone schaltete mir der Anbieter 15 Minuten später den Service bereits frei. Der Speedtest zeigte mir, dass ich am richtigen Ort gelandet bin:

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Die Tests habe ich gemacht, während dem der Computer und auch andere Geräte angeschlossen waren. Es könnte also durchaus sein, dass da noch ein bisschen mehr drinliegen würde. Langer Rede kurzer Sinn: Das Internetangebot hält bis jetzt, was es verspricht – sogar noch ein bisschen mehr.

Fernsehen mit easyzone TV comfort

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Die kleine TV-Box kann mit Ethernet-, HDMI- und Stromkabel angeschlossen werden und schon ist sie betriebsbereit. Das funktioniert problemlos und die Senderliste ist auch schnell erstellt. Dass die Box nicht ganz so ausgereift ist wie swisscomTV zeigt sich in der Bedienung und einigen kleinen Details, die ich spontan etwas vermisse: Das Springen zu einem bestimmten Datum. Live-Pause auf allen Sendern – auch jenen, die kein Replay anbieten. Aufnahme einer bereits laufenden Sendung. Etwas mehr deutschsprachige Sender in HD. Und das Tüpfchen auf dem i: Das Planen von Aufnahmen via App / Internet. Zudem ist die Reaktionszeit beim SwisscomTV noch eine Spur besser als beim easyzone TV. Da könntet ihr noch ein wenig aufholen, easyzone. Aber das TV-Programm wird ja dadurch auch nicht besser. ;-)

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easyzone TV comfort im Kurzvideo

Hier ein relativ ungeschnittener Eindruck, wie sich easyzone TV in Echt anfühlt – man darf auch gerne etwas nach vorne Spulen. ;-)

Noch Fragen?

Egal ob Fragen zu Glasfaser, zu Erfahrungen mit easyzone oder anderen offenen Punkten – ich beantworte sie gerne per Kommentar. Bei welchem Anbieter surfst du momentan?

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Audioaufnahmen mit Zoom H4n

Veröffentlicht am 27.05.2015 » Keine Kommentare » Kategorie: Film, Musik, Review, Sponsored Post von Michael Eugster

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Zoom H4N

Wenn wir an unserer Schule Audioaufnahmen brauchen, dann ist meist ein Gerät in Reichweite. Es hat sich etabliert und bewährt – und zwar zu Recht. Die Rede ist vom Audiorecorder Zoom H4n. Ein Gerät, um welches man eigentlich fast nicht herumkommt, sobald man mit Audio arbeitet – oder mit Videoaufnahmen, die man mit besserer Geräuschkulisse haben muss.

Im Conrad-Webshop durfte ich mir das geliebte Teil dank der freundlichen Unterstützung von CupoNation bestellen – vielen Dank an dieser Stelle. CupoNation ist eine Gutschein-Plattform (ähnlich wie z.B. gutscheine4free), die es einem ermöglicht, bei Bestellungen wie meiner mit einem Conrad-Gutschein von Aktionen, und Rabatten zu profitieren. Ganz praktisch, wenn einem so zum Beispiel die Versandkosten geschenkt werden – gerade, wenn man sowieso bei diesem Shop bestellt.

Zoom H4N

Das Zoom H4n

Es ist klein, handlich, kommt in einer kleinen Plastikbox daher (damit das tolle Gerät auch nicht staubig wird) und bietet bereits ohne zusätzliches Zubehör tolle Funktionen / Hardware. Dank zwei mitgelieferten AA-Batterien kann man im Prinzip gleich nach dem Auspacken des Aufnahmegeräts loslegen.

Gerade für Umgebungsgeräusche, kleine Aufnahmen von Unplugged-Konzerten oder allgemein einer Atmosphäre an einem Ort, eignet sich das bereits eingebaute Mikrofon sehr gut. Genauer gesagt: Die beiden Mikrofone, die einem zusammen eine Stereoaufnahme erlauben.

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Quelle: Zoom.co.jp

Die beiden Mikrofone können gedreht werden, um einen weiteren Aufnahmewinkel zu erreichen. Was bei ersten Aufnahmen schnell auffällt: Da die Mikrofone logischerweise am Gehäuse festgemacht sind, sollte man es nicht gross bewegen, sondern am besten irgendwo hinlegen oder auf einem Stativ platzieren, um unerwünschte Störgeräusche zu verhindern.

Gute Software und Hardware

Wenn man sich den Preis (ca. CHF 200.–) des Aufnahmegeräts anschaut, hat man wohl bereits die richtige Wahl getroffen. SD-Karte rein, Aufnahme starten, los gehts. Je grösser die Speicherkarte, desto länger braucht der Recorder am Anfang, bis er aufstartet. Die Software bietet bereits einige tolle Dinge – unter anderem auch Einstellungen von verschiedenen Audioformate (WAV, MP3 in verschiedene Qualitätsstufen und Mono / Stereo). Um einfach weitere Punkte zu nennen: Vier Spuren gleichzeitig aufnehmen, Stimmgerät für Musiker, rudimentäre Bearbeitungsfunktionen, etc.

Die Bedienungsoberfläche würde wohl noch viel mehr bieten, schlussendlich brauche ich persönlich jedoch hauptsächlich einfache Audioaufnahmen in guter Qualität und ab und zu mal eine Mono-Aufnahme für Interviews. Gerade bei Interviews kommen die guten Anschlussmöglichkeiten des Zooms zum Spiel: Man kann bis zu zwei XLR (oder Klinken)-Kabel anschliessen und mit einem Kopfhörer live die Aufnahme mithören. Zusammen mit dem ersichtlichen Audiopegel auf dem Display gibt es so keine Überraschungen mehr, die man erst nach der Aufnahme entdeckt. Und: Wenn ein Interview mal länger dauern soll, kann man den sogenannten «Stamina-Modus» aktivieren, der einem bis zu 11 Stunden Aufnahmezeit bringen soll (sonst: 5h).

 

Fazit

Auch wenn bereits Nachfolgemodelle (H5 und H6) erschienen sind, die noch bessere Qualität und mehr Einstellungsmöglichkeiten bieten, ist das H4n wahrscheinlich in Bezug auf das Preis- / Leistungsverhältnis ungeschlagen. Die Software ist zwar ab und zu (bei Start) etwas langsam, aber während der Aufnahme sehr zuverlässig und frisst auch nicht viel Strom. Filmemacher können durch weiteres Zubehör wie ein Blitzschuhadpter, Windschutz oder ein Netzteil noch mehr mit diesem Ding erledigen. Externe Mikros können auch ganz einfach angeschlossen werden – und wer es ganz auf die Spitze treiben möchte, kann den Zoom via USB als Audiointerface brauchen. Das H4n ist ein Alleskönner, den man dank seiner geringen Grösse immer mitnehmen kann und bereits gute Soundqualität mit dem integrierten Mikrofon bietet.

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Beispielsounds

So viel Text und so wenig Ton? Zeit für Beispiele. Ich habe zum Beispiel dieses Interview mit einem Zoom und einem externen Mikrofon aufgenommen und anschliessend nur noch kurz am Computer geschnitten, wenig gepegelt:

 

Noch Fragen? Kein Problem. Stellt sie mir einfach in den Kommentaren.

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Verlosung und Review: Akkuschrauber für den Heimbedarf Bosch IXO 5

Veröffentlicht am 20.05.2015 » 1 Kommentar » Kategorie: Review von Michael Eugster

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Mal eben ein Regal zusammenschrauben. Kurz ein Gerät selber aufschrauben und flicken? Gerade dann, wenn es mal ein paar Schrauben mehr sind, ist man froh, wenn man das Zeug nicht von Hand aufschrauben muss. Genau hier kommt der Bosch IXO 5 zum Zug, den mir Bosch zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Nach ein paar Wochen Testzeit möchte ich hier kurz meine Erfahrungen reflektieren.

Klein, aber fein

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Der kleine Akkuschrauber wird in einer Metallbox geliefert und einigen häufig gebrauchten Aufsätzen (wie sam in den Kommentaren anmerkt: sogenannte «Bits») geliefert. Die Aufbewahrung in der Box ist praktisch, die Aufsätze passen für viele Schrauben, die zu Hause so rumliegen. Trotzdem wird man da und dort eine Schraube finden, wo man den passenden Aufsatz nicht hat. Glücklicherweise passen handelsübliche Aufsätze, die man zum Beispiel in einem Bau & Hobby Markt des Vertrauens kaufen kann, auf den Akkubohrer (keine Ahnung, ob das Standard ist, ich bin ja handwerklich nicht wirklich begabt – sonst wäre ich eher Möbelschreiner).

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Bosch hat sich tatsächlich Gedanken gemacht, die sich im alltäglichen Gebrauch bewähren. Die kleine LED vorne Beleuchtet die Schraube, aufladen kann man den IXO 5 mit einem Micro-USB-Kabel. Vorteil: Verliert man das Ladegerät mal, liegt bestimmt ein solches Kabel irgendwo im Haushalt rum. Zumindest in meinem Haushalt.

Wie schlägt sich das Ding in der Praxis?

Leider hatte ich gerade kein grosses «Bauprojekt» am Start. Allgemein kann man sagen, dass ich den Akkuschrauber bereits für kleine Dinge im Haushalt verwendet habe (eine Abdeckung meiner Kaffeemühle weggeschraubt, eine Halterung am Fahrrad neu justiert, ein Metallgestell zusammengeschraubt). Aufgefallen ist mir, dass der Motor zwar nicht besonders stark ist, jedoch stark genug. Störend war für mich, dass man die Geschwindigkeit nicht durch schwaches Drücken des roten Knopfes reduzieren konnte. Entweder Full-Speed oder kein Speed. Das führte dazu, dass ich manchmal der Schrauber manchmal durchdrehte und die Schraube etwas beschädigte – not so cool.

Trotzdem anzumerken: Ich musste den Schrauber bis jetzt noch nie laden, trotz Gelegenheitsgebrauch. Dank der geringen Grösse konnte ich auch an schwierigen Stellen schrauben und dank der Kompatibilität mit anderen Aufsätzen hatte ich immer einen passenden dabei.

 

Fazit

Mit dem Schrauber könnte man mit entsprechenden Zusatz-Aufsätzen noch einiges mehr tun: Um Ecken schrauben, Weinflaschen öffnen, Pfeffer mahlen, BBQ-Kohle mit Gebläse zum Glühen bringen… Leider war in meinem Paket keine dieser Aufsätze dabei. Wobei es ja auch mehr Spielerei als Nutzen ist.

Der kleine Schrauber kämpft sich durch den Hausbedarf durch. Für den Preis von ca. 60 bis 80 Schweizer Franken kann man eigentlich zufrieden sein. Ein profesionellerer Bohrer kostet schnell einmal 400 Franken. Wer aber wirklich viel Handwerkarbeit macht, wird vielleicht etwas die Power und Regulierung der Drehgeschwindigkeit vermissen. Für den Hobby-Hausbedarf kann man sich den Schrauber kaufen, wenn man zu faul ist, von Hand zu drehen. Bequem ist es auf alle Fälle schon mit dem kleinen Bosch.

 

Verlosung: Gewinne einen Bosch IXO 5

Gewinne jetzt einen Bosch IXO 5 Akkuschrauber. Damit kannst du dann ganz bequem deine Möbel auseinander- und anschliessend wieder zusammenschrauben. Die Verlosung dauert eine Woche und wird durch Rafflecopter gemacht. Der Gewinner wird hier publiziert und wenn möglich schriftlich benachrichtigt.

… And the winner is:

Herzliche Gratulation, Rudy! Du hast den Bosch IXO 5 gewonnen.

a Rafflecopter giveaway

Teilnahmebedingungen

Für dieses Gewinnspiel sind nur Leser aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein gewinnberechtigt. Der Preis wurde von Bosch zur Verfügung gestellt. Am Dienstag 27. Mai 2015 um 12:00 Uhr wird das Gewinnspiel beendet und der/die GewinnerInn wird in den darauf folgenden Tagen per Rafflecopter gezogen. Diese/Dieser wird schriftlich benachrichtigt und auf blog.meugster.net veröffentlicht, sowie falls möglich schriftlich benachrichtigt. Über die Auslosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung der Preise. Viel Glück!

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Die Limousine unter den Einrädern: Ninebot One im Test

Veröffentlicht am 07.05.2015 » 9 Kommentare » Kategorie: Review von Michael Eugster

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Seit dem letzten Review ist einige Zeit vergangen. Zeit für etwas Neues. Dank e-ride konnte ich erneut ein elektrisches Einrad testen. Dieses Mal stellten sie mir den Ninebot One Modell E zur Verfügung. Seit Ende Januar – damals noch mit viel Schnee und wenig Möglichkeit zu testen – steht mir das leistungsstarke Einrad nun zur Verfügung. Genug Zeit also für etwas wie einen Langzeittest.

 

Ninebot One E – Futuristisches Design

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Als ich das neue Einrad zum ersten Mal gesehen habe, ist mir ziemlich schnell der Film Tron Legacy eingefallen. Das futuristische Design ist definitv ein Eyecatcher. Wenn ich die Verarbeitung mit derjenigen vom bereits getesteten Airwheel X3 vergleiche, fällt mir auf, dass die Qualität des Ninebots doch noch ein Stück besser scheint. Der weisse Flitzer fühlt sich wie die Luxusausführung eines Einrades an.

Langer Rede kurzer Film

Meine Kamera war immer wieder dabei, wenn ich mit dem Ninebot auf Fahrten ging. Aus dem entstandenen Material habe ich ein kurzes Review zusammengeschnitten, welches einen Eindruck von der Geschwindigkeit und dem Fahrverhalten gibt. Mehr Text dazu kommt etwas weiter unten.

Mehr unter der Haube

Es wiegt ca. 14 Kilogramm und leistet mehr als das Airwheel X3. Die Kilos machen sich also nicht nur in meinem stärker werdenden Oberarm bemerkbar, sondern auch in Form eines leistungsstarken 500 Watt Motor. Dank einer 240Wh-Batterie verspricht der Hersteller 22-30 Kilometer Reichweite, sofern man 12-15 km/h und nur geradeaus fährt. Seien wir ehrlich: In der Praxis sind das wohl meistens 20 Kilometer Reichweite, denn die Schweiz ist nicht nur flach und wenn man schon eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h erreichen kann, möchte man diese beim Fahren schon spüren. Das führt beides zu einer schlechteren Reichweite, aber umso mehr Fahrspass.

Wer sich fragt, wie man mit einem elektrischen Einrad bremsen und beschleunigen kann… so funktionierts kurz gefasst: Verlagert man sein Gewicht nach vorne, wirds schneller. Den Körper sollte man dabei immer gerade halten. Den Rest erledigt der Motor. Hat man das balancieren auf einem Rad einmal begriffen, verlernt man es nicht mehr. Zwar hat der Ninebot One ein leicht anderes Fahrverhalten im Vergleich zum Airwheel, aber die Funktionsweise ist identisch. Ein Gyroskop-Sensor sorgt dafür, dass die Plattform bis zu einer Neigung von max. 15-20° gerade bleibt. Die Software des Ninebots ist zudem intelligent genug, bei niedrigem Ladestand die Batterie zu schonen. Wird es nämlich kritisch, setzt eine Geschwindigkeitslimite ein. Damit wird die Reichweite erhöht. Zudem sorgt ein Sensor dafür, dass der Motor ausgeschaltet wird, wenn sich das Gerät in horizontaler Lage befindet. Muss man also einmal abspringen und das Gerät fällt um, schaltet es sich selbst aus.

Und täglich wird Ninebot gefahren

Der grosse weisse Bruder schlägt sich im Alltag gut. Ich habe das Einrad regelmässig nach Zürich mitgenommen und bin dann entweder vom Hauptbahnhof oder von der Hardbrücke zum Toni-Areal gefahren. Das macht nicht nur Spass, man ist dazu sogar noch schneller, als wenn man aufs Tram warten muss, das dann Umwege fährt.

Gestern einen Rekord aufgestellt: In weniger als 9min mit dem #Ninebot vom Toni zum HB.

Ein von Michael Eugster (@gsagt) gepostetes Foto am

Was man in diesem Instagram-Post auch sieht, ist die App, die Ninebot mitliefert. Sie nennt sich Ninedroid und verbindet sich automatisch via Bluetooth mit dem Einrad. Man kann dort viele tolle Dinge tun, unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit ablesen, die zurückgelegte Distanz, Motor-Temperatur und die gesamte zurückgelegte Distanz. Was aber noch viel toller ist, ist die Möglichkeit Software-Updates gleich via App zu machen:

Das Ganze dauert nur wenige Minuten und bietet dem Hersteller die Möglichkeit, neue Funktionen nachzurüsten oder im Bereich Sicherheit nachzubessern. Das gibt einem das Gefühl, etwas ähnliches wie einen Tesla zu besitzen. ;-)

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Doch wie sieht denn nun die Alltagstauglichkeit von einem Ninebot One aus? Was sich schnell bemerkbar macht, ist das höhere Gewicht im Vergleich zum kleinen Bruder Airwheel X3. Es ist nicht nur schwerer, sondern auch grösser:

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Der Punkt in Sachen mitnehmen geht also ans kleine Airwheel. Doch wenn man sich an die Grösse gewöhnt hat und das Ding wie ich doch mit in den Zug schleppt, dann fällt sie einem auch gar nicht mehr so auf. Gratistraining quasi. Der zusätzliche Fahrspass, den man mit dem Ninebot One gewinnt ist so gross, dass es sich für mich lohnt. Mit dem Airwheel würde ich keine Fahrt vom Toni zum Haupbahnhof machen. In Punkto Reichweite und Fahrspass gewinnt eindeutig der Ninebot One.

Fürs Laden muss man etwas mehr Zeit einberechnen. Ist der Akku ganz leer, muss man schon etwas mehr als eine Stunde miteinberechnen. Aber wenn man das Kabel dabei hat, kann man ja an jeder normalen Steckdose laden. Also kein Problem. Und: Perfekt für Stadtbewohner und Landeier, die kurz zum Dorflädeli ein paar Strassen weiter fahren möchten.

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Fazit

Wer etwas mehr Speed, mehr Reichweite und vor allem mehr Spass will, der ist mit dem Ninebot One gut bedient. Es lässt sich wie alle anderen elektrischen Einräder mit Gewichtsverlagerung steuern. Das selbstbalancierende elektrische Einrad macht sich im Alltag gut und als Pendler kann man seine Oberarme gleich mittrainieren. Ich persönlich werde das Einrad weiterhin nach Zürich mitnehmen. Falls es mal etwas leichter und kleiner sein soll, kommt das Airwheel zum Zug. Wann immer möglich, greife ich jedoch zum Ninebot. Und: Das ist keine Floskel, ich mache das wirklich (fragt meine Studien-Kollegen :D).

Gekauft werden kann es bei e-ride.ch, welche mir den Ninebot One auch zur Verfügung gestellt haben. Momentan kostet es dort gerade 1’150.– CHF. Klingt zwar nach einem hohen Preis, das Verhältnis zur Leistung stimmt.

 

Zugabe!

Na gut. Hier noch eine etwas längere, ungeschnittene Fahrt mit dem Ninebot:

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Live interagiert: Zurich Impro Festival im Livestream

Veröffentlicht am 25.03.2015 » Keine Kommentare » Kategorie: Life, Review von Michael Eugster

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Theater kann man auch geniessen, ohne vor Ort zu sein. Dass es erfrischend anders aussehen kann, als «normales Theater, beweist das Zurich Impro Festival. In diesem Moment schaue ich gerade den Livestream, chatte und twitter mit dem Hashtag #ZIF15. Das Zurich Impro Festival findet gerade jetzt, am 26.3 und 28.3 im Kanzlei Club Zürich statt. Man kann live vor Ort das Thema beinflussen oder aber auch per Online-Chat und Onlineabstimmung, die direkt im Player auf der Website vorgenommen werden kann.

Mir gefällt der Event sehr, das improvisierte Theater ist sehr unterhaltsam und die Interraktion macht nicht nur Spass, sondern funktioniert auch erstaunlich gut.

Langer Rede kurzer Sinn: Entweder den Stream anschauen oder gleich im Club anschauen.

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Frisch restauriert: Olympia Express Caffarex VT

Veröffentlicht am 23.03.2015 » 4 Kommentare » Kategorie: Review, Technische Geräte und so von Michael Eugster

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Erinnert ihr euch an meine Olympia Express Club? Migg Frei hat mir dieses Schmuckstück von Handhebelmaschine damals für einen guten Preis verkauft. Die Maschine war komplett restauriert. Als ich hörte, dass er einen Bestand von alten Olympia Express Maschinen erstanden hatte, musste ich einmal bei ihm vorbeischauen.

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Migg bot mir eine Olympia Express Caffarex VT mit den Ersatzteilen an, um sie selber zu restaurieren. Er hätte es natürlich auch selber gemacht, aber seine Arbeitszeit ist natürlich teurer als meine, wenn ich es selber mache. Es zuckte mir in den Fingern und Migg machte mir ein faires Angebot für die zwischen 1975-1985 hergestellte Tessiner Kaffeemaschine. Ein neues Sonntagsprojekt war also geboren. Zusammen mit einem Kollegen von einfall7 schraubten wir je eine Maschine auseinander, putzten, polierten und ersetzten alte Teile (hauptsächlich alte Dichtungen und die Heizspirale).

In Bildern und etwas Text sieht das dann so aus. Für diejenigen, die das Ergebnis sehen wollen, scrollen zum Schluss und schauen sich den Video vom ersten Espresso nach Restauration an.

1. Die Anfangsbedingungen

Am Anfang der Restauration stand ich da mit einer Maschine, die wahrscheinlich schon einige Jahre nicht mehr im Betrieb war. Sie war äusserlich in einem sehr guten Zustand, die «Innereien» konnte ich später dann auch anschauen. Es mussten nur einige wenige Schrauben gelöst werden, schon konnte man das rötlich Chassis und einige weitere Verkleidungen entfernen.

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Das Ganze sah dann «nackt» folgendermassen aus:

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Wie man auf den Bildern sehen kann, sieht alles zwar etwas älter, aber noch ganz ordentlich aus. Wenig Schnickstack, viele eigentlich einfache und robuste Technik.

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2. Schrauben, einreiben, putzen, polieren, Dichtungen wechseln

Der lange Part folgte im nächsten Schritt. Bei unseren Olympia Express Caffarex VT schraubten wir als erstes die beiden Boiler weg. Dazu muss man zuerst die Zuleitungen zu Dampf, Teewasser, Kaffeewasser und Pumpe abschrauben, sowie die Stromkabel zur Heizspirale wegnehmen. Anschliessend kann man je sechs Schrauben vom kleinen und grossen Boiler wegschrauben und entnehmen.

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Das erste, was sich nach diesem Arbeitsschritt offenbarte, war ein echt grüner Heizstab. Zum Glück durfte ich diesen ersetzen – mir wäre es mit diesem Ding in meinem Teewasser und Dampf nicht wohl gewesen.

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Soweit, so gut. Alles halb so wild. Der alte Boiler für das Kaffee-Heisswasser musste nun etwas abgeschliffen, mit einer Politur eingerieben und nach ordentlichem Schrubben abgespühlt und poliert werden. Der grössere Boiler war nun freigelegt. Was man nun auf disem Bild gut sieht, ist die alte Dichtung auf dem Boiler, die ersetzt werden musste.

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Etwas später: Die ale, spröde Dichtung ist weg und die Oberfläche sieht nach enstprechender Schrubb-Sequenz auch wieder nach Metall aus.

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Der kleiner Boiler und dessen Deckel wollte auch noch etwas Liebe. Was vorher schwarz aussah erhält neuen Glanz (übrigens ist das nicht das Ergebnis, das ich am Schluss erzielt habe, es war nachher noch schöner poliert).

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Hier sieht man den Boiler für das Kaffeewasser, welches mit einer Leitung zur Pumpe verbunden ist und somit immer über den Frischwassertank mit frischem Wasser versorgt werden kann.

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3. Komplette Demontage, neuspritzen

Als nächster Schritt demontierten wir die komplette Kaffeemaschine. Der Rahmen musste nun abgeschliffen und anschliessend mit Verdünner geputzt werden, damit er neu gespritzt werden konnte. Davon habe ich leider kein Bild gemacht.

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Was nach der Demontage übrig bleibt, liegt nun auf diesem Tisch (inkl. Ersatzteile).

 

 

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Damit alle Kabel wieder den richtigen Stecker finden, habe ich sie zur Sicherheit fotografisch festgehalten.

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4. Montage und Dichtungen erneuern

Nach dem Spritzen des Rahmens begann die nächste Arbeit: Die Dichtungen in den Hahnen für Heisswasser und Dampf mussten überprüft und je nachdem erneuert werden, das Überdruckventil gereinigt, das Glühbirnchen ersetzt, die Dichtungen am Deckel des Boilers erneuert werden. Nochmals alles putzen, richtig montieren und festschrauben, fertig. Zumindest beinahe. Die Maschine wollte bei mir noch nicht ganz, sie rann aus dem Frischwasserbehälter und die Pumpe wollte nicht recht. Migg half mir beim letzten Schliff, ersetzte die Pumpe und den Frischwasserbehälter und kontrollierte, ob alles richtig gemacht war. Scheinbar hatte ich nicht viel falsch gemacht.
Ergänzung 24. März: Vergessen habe ich, dass wir den Pressostat auch ausgewechselt haben. Das war eigentlich gar nicht so schwierig – einige Schrauben lösen, Teil auswechseln, fertig.

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5. Das Ergebnis

Natürlich musste die frisch restaurierte Olympia Express Caffarex VT erst einmal vor die Kamera. Und sieht sie jetzt aus:

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Leider ist bei meiner Maschine das Täfelchen mit der Modellnummer und dem Jahrgang nicht mehr da. Ich weiss daher nicht mit Gewissheit, wann sie hergestellt wurde. Sicher ist, dass sie ca. zwischen 1975-1985 hergestellt wurde. Später wurde dann das neuere Modell Caffarex NT (NT= Nuova, VT = Vecchia) hergestellt.

Weitere Bilder folgen unten. Hier noch ein kurzer, ungeschnittener Film vom ersten Bezug eines Espressos nach der Restauration 2015:

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Neben meiner nicht selber restaurierten Olympia Express Club sieht das dann in der Küche so aus. Schön oder? Was meint ihr zum neuen Schmuckstück? Habt ihr noch Fragen?

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Warum du keinen Tesla probefahren solltest. Und: Autopilot!

Veröffentlicht am 10.10.2014 » 12 Kommentare » Kategorie: Review von Michael Eugster

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Tesla sollte eigentlich jedem ein Begriff sein. Ihr erinnert euch, damals im Physik-Unterricht? Nikola Tesla? Nein? Ein Blick auf die Wikipedia-Seite lohnt sich und für die Englischsprechenden einen auf theoatmeal auch. Der Typ war genial. Und zwar in dieser Art genial, dass ihn die Firma «Tesla Motors» seinen Namen so quasi als Widmung mit in den Firmennamen genommen hat. Denn nur Dank Nikola Tesla ist es heute wohl möglich, mit solchen Elektromotoren rumzufahren, die Tesla Motors in seinen Autos verbaut.

Doch bevor ich hier nun den Geschichte-Unterricht in einer bestimmt nicht ganz korrekter Weise weiterführe, komme ich zum Punkt: Tesla Motors, oder ab jetzt kurz: Tesla, baut geile Autos. Entschuldigt die Wortwahl, aber genau so muss man das jetzt mal formulieren.

(Kein Bock auf viel Text? Hier geht’s zum tl;dr (too long, didn’t read))

Elektroautos mit schwerem Stand

Elektroautos gibt es ja schon seit einiger Zeit. Damals ist man noch mit diesen tollen dreirädrigen Einplätzern rumgefahren. Man sah es den Elektroflitzer einfach an, dass sie keine Benzinautos sind. Keine Ahnung, wieso, aber es hat bisher noch kein Auto existiert, das nicht schrie: «Ich bin ein komisches Elektroauto» (widerspricht mir, wenn das nicht stimmt). Einigen Menschen ist es vielleicht wichtig, sich durch Design von Benzinern abzugrenzen. Die Masse fands wohl nicht toll.

Die landläufige Meinung zu Elektroautos lässt sich durch einige Punkte zusammenfassen:

  • Mit Elektroautos kann man nicht weit fahren
  • Elektroautos sind technisch nicht so weit wie Benziner
  • Elektroautos bieten weniger Luxus
  • Elektroautos sind kurzlebig
    • und überhaupt sehen sie schlimm aus und sind blöd.

So ähnlich verliefen meine Gespräche mit Autoliebhabern beim Punkt Elektroautos. Es führte unter anderem dazu, dass ich in einem Modul meines Studiums an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) ein Marketingkonzept ausarbeitete, um diese Missverständnisse und Vorurteile zu beseitigen. Kurzum: Ich befasste mich sehr genau und intensiv mit den Autos von Tesla und kenne die Website nun beinahe auswendig.

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Probefahren!

Es liegt nahe, dass ich nicht nur über die Autos von Tesla konzepteln wollte, sondern auch mal damit fahren möchte. Aus den Medien sollte der Tesla ja schon seit einiger Zeit bekannt sein. Damals noch mit dem Sportwagen Tesla Roadster und jetzt mit der Limousine Tesla S. Nun war der Tesla Roadster in der Tat noch nicht massentauglich und die Reichweite nicht genügend. Das war aber auch nicht das Ziel. Mit dem Model S sieht das nun definitiv anders aus. Unter optimalen Bedingungen und mit der besten Akku-Ausstattung geht’s jetzt bis zu 502 Kilometer weit. Man rechne aber realistischerweise einfach mal mit zwischen 300-400 Kilometer, da man ja auch mal richtig schnell autobahnfahren möchte. Und das Ding soll ja wirklich in 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

Schön und gut. Aber das wollte ich sehen. Spüren. Selberfahren. Gesagt getan. Ich meldete mich auf der Website von Tesla für den Tesla Event in Zürich an, der dann leider schon voll ausgebucht war. Am Tag später rief mich ein Teslamitarbeiter (lustigerweise mit Deutscher Nummer) an, um einen neuen Termin mit mir abzumachen.

 

Warum du keine Probefahrt machen solltest

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Ich kann Christian Leu nun gut verstehen, weshalb ihm der Tesla S P85+ jegliche Freude am Autofahren verdorben hat. Mir hat’s das irgendwie auch. Da kommst du ganz entspannt nach einem Bad im Alpamare mit deiner Freundin an der Pelikanstrasse in Zürich an und schaust dir erstmal den Showroom an. Ein freundlicher Mitarbeiter erklärte uns einige Details zur Karosserie, zeigt uns den echt kleinen Motor (ich schätze, ungefähr so klein wie ein MacPro) und den gleich «grossen» Wechselrichter, der das Auto mit einer Motorenleistung von 476 PS und einem Drehmoment von 600Nm im Drehzahlbereich von 0 – 5’300 Umdrehungen pro Minute versorgt. Einige Technische Details später merkt Daniel, unser nette Berater, dass wir uns bereits gut informiert haben und eigentlich nur noch auf die Probefahrt scharf sind.

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Ich sitze also in das Auto und drücke aufs Gaspedal exgüse: Wattpedal. Und schon macht das ganze Autofahren mit Benzinern einfach keinen Spass mehr. Was man in diesem Auto erlebt, ist eine Beschleunigung, die man zwar erahnt, aber nicht so erwartet. Und ja, diese 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h stimmen. Es drückt dich so richtig in den Sitz, wie im Flugzeug. Das Auto macht dich beim Fahren einfach sprachlos.

Allen anderen Ansprüchen wird das Auto auch gerecht. Parksensoren und Kameras sagen dir genau, wie weit du noch fahren solltest (ich fands auch toll, die Rückfahrkamera jederzeit während des Fahrens mal einschalten zu können – oder die Frontkamera, die auch den toten Winkel abdeckt). Der Innenraum ist sehr grosszügig gestaltet, bietet Ablagen in der Mitte, qualitativ hochwertig verarbeitete Materialien und in der Mitte einen grossen Touchscreen, der für die Bedienung aller Funktionen verwendet werden kann. Tschüss blöde Knöpfe und Hebel. Klar, den Tempomat gibt’s auch.

Eine SIM-Karte versorgt den Touchscreen mit Internet (inkl. Roaming) und garantiert so auch die Navigation mit Google Maps. Logisch: Ist im Kaufpreis schon inbegriffen. Es gibt auch noch weitere Goodies: Man kann den Streamingdienst Rdio nutzen, sieht Verbrauchsdiagramme des Autos in Echtzeit, kann auch im Web surfen und zu allerletzt das Beste: Softwareupdates können über Nacht aufs Auto eingespielt werden. So kanns sein, dass über Nacht eine Funktion softwaremässig nachgeliefert wird. Ein WLAN-Netz kann man, muss man aber nicht verwenden. Dies wurde auch schon getan (z.B. ein Standgas beim Anfahren am Berg, sanftes Anfahren, etc.).

 

Lange Fahrten, Ladezeiten und so

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Tesla ist dabei, ein Netz von sogenannten Superchargern aufzubauen. Toller Marketingbegriff, gell? Zu Deutsch sind das Schnellladestationen. Diese «Supercharger» haben den Vorteil von kurzen Ladezeiten und sind für alle Teslabesitzer gratis. Man bezahlt nix (beziehungsweise bezahlt es bereits mit dem Kaufpreis). An verschiedenen Punkten werden diese jetzt nach und nach aufgebaut, so dass es möglich ist, lange Reisen mit den Superchargern zu realisieren. Man fährt also beispielsweise 300 Kilometer bis nach Estavayer-le-Lac, isst ein Morgenessen auf der Raststätte und fährt mit vollem Akku wieder weiter. In 40 Minuten ist der Akku bei 80%, in 75 Minuten komplett geladen.

Neben diesen kostenlosen Ladestationen können auch andere öffentliche Stationen genutzt werden. Eine lange Reise ist also schon jetzt möglich und in Zukunft erst recht möglich. Man muss einfach etwas mehr vorausplanen als beim Benzinauto. Und für kurze Pendlerstrecken lädt man das Auto bequem zu Hause über Nacht und plant die Ladung so, dass man den Niederstromtarif bezahlt. Aber klar: Man muss sich bewusst sein, dass noch nicht überall eine solche Schnellladestation an strategisch geschickten Punkten vorhanden sind. Tesla wird da in den nächsten noch nachrüsten und das Fahrerlebnis auf langen Strecken so noch um einiges besser machen.

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Wem die Sicherheit wichtig ist: Der Tesla hat als erstes Auto das beste Sicherheitsrating erhalten. Dank geschickter Akku- / Gewichtsverlagerung befindet sich der Schwerpunkt des Modell S sehr weit unten. Mit gängien Sicherheitssystemen (ABS, EPS, Airbag, etc.) ist das Auto auch ausgerüstet. Wäre ja gelacht, wenn nicht.

Seit Oktober 2014: Autopilot!

Etwas kritisiert wurde am Tesla, dass er nicht den gleichen Fahrkomfort biete. Damit sollte wohl ab jetzt Schluss sein. Elon Musk, Gründer von Tesla Motors, hat eine neue Modell-Linie «D» vorgestellt, die einen Allradantrieb anbietet. Zudem werden alle Modelle, die jetzt produziert werden, auf Wunsch mit einer Autopilot-Funktion ausgerüstet. Konkret bedeutet dies, dass die entsprechenden Entfernungssensoren und Kameras verbaut werden, damit die Software unter anderem in Zusammenarbeit mit GPS und Verkehrsinformationen alle bekannten Features wie Fahrbahnkorrektur, Abstandshalter und selbständiges Einparken bietet.

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Doch Tesla hat die Nase vorn. Das Auto soll bis zum nächsten Jahr vollkommen autonom fahren können. Das kann es teilweise jetzt schon. Es fährt die Kurve, wenn du einschläfst und man kann sich vom Auto abholen lassen, ohne dass ein Fahrer benötigt wird. Die momentane Gesetzeslage erlaubt jedoch die unbemannten Fahrzeuge erst auf Privatgelände. In Zukunft wird sich dies wohl noch ändern. Hier wird Tesla auch die Software noch nachbessern, Funktionen nachliefern, die mit der jetzigen Hardware möglich sind.

 

Fazit – oder tl;dr

Langer Rede kurzer Sinn: Ihr solltet keinen Tesla probefahren. Zu sehr verdirbt es einem den Fahrspass, wenn man anschliessend wieder auf einen Verbrennmotor rumfährt. Die Beschleunigung ist beeindruckend und lässt jeden Ferrari an der Ampel stehen. Seit dem Modell S bietet Tesla einen Komfort, der sehr gut mit einer Limousine zu vergleichen ist. Und: es bietet noch mehr Stauraum, da vorne kein Motor in der «Motorhaube» schlummert. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Mittelkonsole ist dank Touchscreen endlich einmal einfach und dank Anbindung ans Funknetz hat man jederzeit drahtlos die Software auf dem aktuellsten Stand. Seit Oktober 2014 kann man sein Auto gar mit Autopilot und Allradantrieb bauen lassen. Weite Strecken sind bereits jetzt möglich und da das Supercharger-Netz stets ausgebaut wird, wird es in den nächsten Jahren immer angenehmer. Und alles in allem müsste ich jetzt eigentlich nur noch das Geld haben, mir einen solchen Wagen zu kaufen. Ich glaube, dass Tesla den Automarkt gehörig auf den Kopf stellen wird – oder teilweise bereits gemacht hat. Elektroautos werden langfristig die Zukunft sein. Und falls Tesla 2017 tatsächlich ein massentaugliches erschwinglicheres Auto auf den Markt bringt, dann wird Elon Musks Unternehmen nicht nur auf der Strasse, sondern auch erfolgmässig anderen Firmen davonfahren.

Wahrscheinlich habe ich noch viele Dinge in diesem Blogbeitrag vergessen. Und trotzdem wurde er so lang. Habt ihr noch Fragen? Was haltet ihr persönlich von diesem Elektroauto?

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Als Student der Zürcher Hochschule der Künste im Toni-Areal

Veröffentlicht am 22.09.2014 » Keine Kommentare » Kategorie: Review von Michael Eugster

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In den vergangenen Tagen wurde einiges in den Medien über den neuen Campus der Zürcher Hochschule der Künste im Toni-Areal berichtet. Dabei wurden teilweise einzelne Meinungen als Fakten dargestellt. Ich hatte das Gefühl, dass dabei ein Eindruck vermittelt wurde, der meinem als Student nicht gerecht wird. Aus diesem Grund möchte ich hier meine Eindrücke darstellen. Kleine Anmerkung: Ich habe für diesen Blogbeitrag nicht extra Fotos gemacht und greife daher einfach auf meine bereits erstellten Fotos zurück.

 

Die ersten Wochen im Toni-Areal

Ich hatte die Möglichkeit, schon einige Wochen vor dem offiziellen Start einen Blick hinter die Mauern des ehemaligen Fabrikareals zu werfen. Es ist imposant. Es ist grosszügig. Es ist auf dem aktuellen technischen Stand. Es wird einer Kunsthochschule im Jahr 2014 gerecht.

Zum Toni-Areal kommt man, wenn man der Tramlinie 4 folgt. Am besten fährt man an die Hardbrücke und nimmt dann den Fussweg oder das Tram. Mit etwas Glück erwischt man sogar das ZHdK-Tram. Der erste Eindruck, den man dann erhält ist, dass das Gebäude riesig ist. Dort, wo früher Toni-Joghurt und Käse hergestellt wurde und die Rampe hoch und runter gefahren wurde, wird jetzt die Zukunft der Kreativwirtschaft ausgebildet.

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Ist man erstmal im Toni angekommen, gibt’s natürlich verschiedene Eingänge. Meist findet man den Weg auf die Treppe zur Eingangshalle. Die schöne Treppe mit der unmöglichsten Treppentiefe – so dass man sie nicht mit einem Schritt nehmen kann, ausser man rennt die Treppe hoch. Jenu. Es gibt auch noch andere Treppen. ;-)

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Die Mensa «Molki» überzeugt mit einer schönen Aufmachung, geplättelte Wände und eine schönem Beleuchtungskonzept. Ach und: Das Essen schmeckt. Zu Spitzenzeiten muss man definitiv genug lange anstehen. Erwischt man die falsche Schlange, wird das Essen kühl. Aber: In der Regel geht’s dann doch einigermassen flott und solange man nicht mit einer grossen Gruppe zusammensitzen möchte, findet man immer einen Platz. Das hat Kathrin Passig im Toniblog übrigens sogar nachgezählt. Manchmal sitzen wir auf die Dachterasse, manchmal in die Eingangshalle, manchmal in der Mensa direkt. Jeden Tag isst man nicht in der Mensa, doch dazu gibt’s wohl genug Verpflegungsmöglichkeiten in der Umgebung, die ich noch erkunden kann.

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Die Dachterasse ist grossartig und bietet seit dem Semesterstart auch Tische und Stühle fürs Mittagessen. Wenn das Wetter passt, ist es dort oben sehr gemütlich.

Wichtig für unseren Studienalltag ist ein Platz, wo man arbeiten kann. In unserem Studiengang «Cast / Audiovisuelle Medien» arbeiten wir meist mit eigenem Notebook. Alles was wir also brauchen ist eine Steckdose und eine Internetverbindung. Im Atelier Design haben wir dank der neuen Campus-Karte rund um die Uhr Zugang – ebenso zu allen anderen Räumen, zu welchen man zutrittsberechtigt ist. Das ist toll, da wir vorher nur begrenzte Zutrittszeiten hatten. Oh. Und unser ITZ hat Humor, wenn es um die Validierungkästen der Campus Cards geht (Darth Vader).

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Alles in allem kann man vom jetztigen Toni-Areal sagen, dass es uns als Studenten viele Möglichkeiten zur kreativen Selbstverwirklichung bietet. Und zwar zeitgemässe Möglichkeiten und technische Voraussetzungen. Das war vorher nicht so. Für die Musiker bietet es einen Kammermusiksaal, einen aussergewöhnlichen Orgelraum, Konzertsäle. Die Filmstudenten können auf Schnitträume zurückgreifen und ihre Filme im Kino vorzeigen. Der Mehrspuhr-Klub bietet eine Plattform für Konzerte und Austausch. Im Chez Toni kann man einen erstklassigen Espresso trinken. Und es gibt noch unzählige Dinge, die ich noch nicht erwähnt habe.

An dieser Hochschule werden grossartige Leute ausgebildet und ich bin stolz ein kleiner Teil dieser Schule zu sein. Und es gäbe noch viel mehr, worüber ich berichten möchte und ich konnte es bis jetzt noch nicht ganz in Worte fassen. Vielleicht bietet der Film zum Umzug «ins Toni» bald noch weitere Einblicke:

Brennt dir eine Frage auf der Zunge? Schreib mir einen Kommentar, ich freue mich auf Meinungen, Fragen, kritische Sichten – was auch immer.

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Plakatwände zeigen aktuelle Veranstaltungen der Hochschule.

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Die Bibliothek bringt eine gemütliche Atmosphäre.

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Der Empfang ins neue Semester mit einer projezierten Rede. Die Akustik in dieser ehemaligen Fertigungshalle ist etwas… suboptimal. Die Lösung… kreativ.

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Guerilla Gardening entdeckt?

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Woran die meisten bei diesem Orgelraum wohl denken…?

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Den guten Kaffee gibts im Chez Toni. Darauf könnt ihr mein Wort haben.

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[Review] Fotobuch von Fuji.ch

Veröffentlicht am 04.08.2014 » 1 Kommentar » Kategorie: Review von Michael Eugster

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Vor einiger Zeit wurde ich von blab GmbH angefragt, ob ich gerne das Fuji.ch-Fotobuch testen möchte. Ich willigte ein, da ich mir sowieso ein Fotobuch machen wollte, um meine älteren Bilder als Erinnerungsstück in «Papierform» mal festzuhalten. Hier mein Review zur Software und zum Buch:

Software Fuji.ch (getestet unter Mac OS X)

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Da ich persönlich nur mit Mac OS arbeite, habe ich die Fuji Bestell-Software unter der aktuellsten Verison von Mac OS X gestestet. Die Software bietet für die im Sortiment stehenden Produkte die Möglichkeit, selber Dinge zu gestalten. Sei es ein Fotobuch oder aber ein Fotokalender oder eine Fotoleinwand. Auch ganz «normale» Fotoabzüge können bestellt werden. Ich wählte natürlich die Gestaltung des Fotobuches.

Nun gibt es die bequeme und schnelle oder die zeitaufwändige Variante: Entweder lässt man das Programm eine Auswahl an Bildern selber in ein Fotobuch umwandeln oder man platziert alle Objekte selbst. Da ich mich nicht in ein bestehendes Layout und Zufall reinzwingen wollte, entschied ich mich für den längeren Prozess und gestaltete das ganze Fotobuch selber.
Schon mal vorweg: Es ist bedeutend einfacher, wenn man sich das Buch automatisch füllen lässt oder zumindest die Anordnung ausgewählten Fotos auf der aktuellen Seite mit SmartPage verwendet.

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Die Bedienung leider alles andere als intuitiv, wenn man Das Buch selber gestalten möchte. Ich verwende häufig ein Bild, welches als Hintergrund agiert und die ganze Seite füllt. Möchte ich dann ein neues Bild über ein Fullpage-Image einfügen, wird einfach das Fullpage-Image ersetzt. Möchte ich das Bild rumschieben, wird nur der sichtbare Bereich des Bildes verschoben und nicht das Bild selber… Und so streckt sich dies durch die ganze Bedienung durch. Mir fehlen auch magnetische Hilfslinien. Ein manuelles Gestalten macht mit dieser Software definitiv sehr wenig Spass.

Für mich als Gestalter würde ich es begrüssen, wenn man das Layout in InDesign (oder dem Programm seiner Wahl) machen könnte und das Fotobuch dann anschliessend als PDF hochladen könnte. So hätte ich mehr Gestaltungsfreiheit und müsste mich nicht mit der Bedienung des Programmes rumquälen. Man merkt leider, dass der Fokus der Entwicklung auf Windows gelegt wurde und die Mac Software etwas vernachlässigt wurde.

Ebenfalls zu bemängeln: Man kann lediglich aus 7 Schriftarten wählen, wenn man Text zum Fotobuch hinzufügen möchte. Und die Auswahl bringt mir auch eher das Gähnen als das Staunen ins Gesicht. Die Gestaltung vom Textfeld hat auch wenig mit WYSIWYG zu tun, da man zuerst das Feld erstellt und den Inhalt über ein weiteres Dialogfeld bearbeiten muss. Schade. Ich dachte, im Jahr 2014 wär’s besser möglich?

 

Das Fotobuch

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Das A4 Fotobuch im Hochformat mit Digitaldruck-Verfahren kommt mit schönen, kräftigen Farben daher. Das Buch wurde nach wenigen Tagen in einer zweckmässigen Verpackung geliefert – diesen Teil hat Fuji gut verstanden. Es wurde nicht zu viel Platz und Packmaterial fürs A4-Buch verschwendet. Die Druckqualität ist meiner Meinung nach nur im Mittelbereich. Da habe ich schon qualitativ hochwertigere Digitalprints gesehen. Schaut man nämlich etwas genauer hin, sieht man die feinen Punkte des Printers. Das Bildmaterial selber war jedoch hochauflösend.

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Fazit

Ein Buch mit 44 Seiten für CHF 44.90 (plus CHF 6.90 für Porto und Verpackung) ist ein sehr angenehmer Preis. Da drückt man vielleicht auch mal bei der Druckqualität ein Auge zu, denn diese fällt dem normalen Kunden wahrscheinlich nicht als negativ auf. Das Preis- / Leistungsverhältnis stimmt und der Druck war innerhalb von vier Tagen erledigt, innerhalb von fünf Tagen war (ab Upload und Bestellung) war das Buch bei mir.

Jetzt müsste Fuji nur noch an seiner Software arbeiten (ich stelle mich auch als Beta-Tester zur Verfügung), den Upload von eigenen Layouts als PDF erlauben und schon habe ich wieder einmal bei Fuji bestellt.

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[Videoreview] Das Rad neu erfunden: Das Airwheel lässt euch staunen

Veröffentlicht am 01.08.2014 » 7 Kommentare » Kategorie: Review von Michael Eugster

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Airwheel – Das Paket

Dieser Artikel erscheint auch als Gastbeitrag auf dem Technikblog. Der Technikblog ist genau der richtige Ort für Technikliebhaber – egal ob Fotografie, Drohne oder Raspberry Pi. Oder jetzt auch Airwheel X3.

 

Ganz unerwartet erreichte mich eine Nachricht vom Schweizer Importeur des Airwheels. Airwheel? Kannte ich bisher nicht und doch klang es interessant.

Eine Google-Suche und einige Videos zum «elektrischen Einrad» später war der Fall klar: Ich wollte unbedingt und so schnell wie möglich lernen, mit dem Ding zu fahren. Ich schrieb ihm zurück, ich würde mir das Airwheel gerne genauer anschauen und einen Testbericht auf meinem Blog veröffentlichen. Wenige Tage später stand ein grosses Paket bei mir zu Hause und wartete darauf, ausgepackt und getestet zu werden.

Eher der visuelle Mensch? Durch den Beitrag scrollen und Bilder anschauen oder gleich zum Videobeitrag und Rabatt-Code springen.

 

Lieferumfang und einige technische Daten

Das Paket ist relativ schwer und massiv. Packt man alles aus, liegen das Airwheel, ein Ladegerät und zwei Stützräder da.

Airwheel – ausgepackt

Und dann kann’s eigentlich schon bald mal losgehen. Mir wurde das Airwheel X3 zum Testen zur Verfügung gestellt. Für euch Technikbegeisterte und Zahlenaffine hier einige Fakten zum futuristischen Fahrzeug und den anderen Modellen des Airwheels. Alle anderen springen zum nächsten Titel.

  X3 X6 X8 Q3
Grösse 45 x 40 x 16cm 48 x 45 x 18cm 50 x 45 x 17cm  52 x 41 x 20cm
Rad-Grösse 14” 16” 16” 14” Twin Wheel
Gewicht 9.8kg 11.5kg 11.1kg  13kg
Geschwindigkeit  auf 18km/h limitiert
Motor 400 W 550 W 650 W 800 W
Batterie 130 Wh Li-on 130 Wh Li-on 170 Wh Li-on 340 Wh Li-on
Reichweite 15km 18km 23km 40km
Preis-Empfehlung in CHF 999 1250 1500 2250

Man sieht, dass schon das Model X3 einiges auf dem Kasten hat. Als Einsteigermodell eignet es sich wahrscheinlich am besten. Wenn man den Motor das Airwheels mit demjenigen eines Elektrofahrrades vergleicht, fällt auf, dass das Airwheel vergleichbar viel oder eher sogar noch mehr Power hat.

Airwheel mit Ladeanzeige

Airwheel – Üben, üben üben

Airwheel – Üben, üben üben

 

Aller Anfang ist schwer, beim Airwheel aber immerhin kurz

Wer das erste Mal aufs Airwheel steht, der wird wohl oder übel so seine Schwierigkeiten haben. Nach meiner ersten «Übungsstunde» zusammen mit meiner Freundin Marina war ich schon ziemlich genervt von meinem Gleichgewichtssinn. Am Tag darauf übte ich erneut und auch ohne Hilfe. Plötzlich machte es Klick! Irgendwie schien mein Hirn nun zu kapieren, was mit dem Gleichgewicht zu machen sei.

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Tipps, damit das Üben schneller geht:

  1. Üben, üben, üben. Es klappt schneller, als man denkt.
  2. Der Rücken soll gerade bleiben. Nicht verkrampfen beim Aufsteigen!
  3. Es werden Stützräder mitgeliefert. Das kann helfen… muss aber nicht. Ich hab sie schnell wieder abmontiert.
  4. Wer das Glück hat, bei jemandem abstützen zu dürfen: Aufgepasst: Das Gleichgewicht muss man selber finden. Sobald man loslässt, gerät man meist ins Schwanken.
  5. Sobald es geradeaus funktioniert: Kurven macht man, indem man das äussere Bein nach vorne, das innere Bein nach hinten nimmt.

Und auch wenn es beim ersten Mal nicht klappt: Dranbleiben. Das Ding ist hart im Nehmen.

Airwheel – Lässt sich gut mitnehmen

Fahren mit dem Airwheel

Airwheel fahren

Sobald man mit dem Airwheel fahren kann, beginnt der Spass erst richtig. Das Ding hat wirklich Power. Da der Motor auf eine Maximalgeschwindigkeit von 18 km/h limitiert wurde (aber eigentlich mehr Kraft hätte), fährt man mit der konstant gleichen Geschwindigkeit durch die Gegend. Egal ob geradeaus oder den Hügel nach oben. Das macht Spass! Die meisten Leute drehen sich nach einem um – man hat schliesslich nicht jeden Tag ein Airwheel gesehen. Und: Viele Leute möchten es gerne sofort ausprobieren. Ich kann es ihnen nicht vergönnen – ich wollte es ja auch sofort ausprobieren.

Airwheel mit Aussicht

Das Airhwheel im Alltag

Reichweite einer Akkuladung: Wenn man geradeaus fährt, dann stimmen die 15 Kilometer wohl ziemlich genau. Fährt man jedoch hauptsächlich steile Hügel in Mosnang hoch und wieder runter, dann leidet die Reichweite verständlicherweise. So kommt man dann eher auf geschätzte 8-10 Kilometer. Liegt aber immer noch in einem sehr akzeptablen Rahmen.

Akku aufladen: Ich habe nicht die Zeit gestoppt, aber in 45-60 Minuten ist man bestimmt wieder voll dabei. Für ein solch starkes Gerät eine recht kurze Zeit. Man kann das Airwheel übrigens an jeder Steckdose mit dem Adapterkabel aufladen. So muss das.

Airwheel – Aufladen
Airwheel – Aufladen

Das Airwheel in Zürich: Macht echt Spass. Solange man nicht bei einer Bushaltestelle durchfahren muss, wo man durch die Leute zirkeln muss oder am Hauptbahnhof in die Rush Hour kommt. Ansonsten: Absolut stadttauglich und ideal für kurz bis mittellange Strecken, wenn man nicht aufs Tram warten möchte. Ich könnte mir gut vorstellen, es ab und zu für den Weg von der Hardbrücke zum Toni-Areal zu verwenden.

Sicherheit: Zur Sicherheit sollte man nicht so rumfahren, wie ich dies auf den Bildern mache. Es empfiehlt sich zumindest ein Helm und Handschoner (falls man auf die Hände fällt). Ansonsten ist vom Airwheel dank Geschwindigkeitslimitierung gesorgt, dass man nicht zu schnell rumsaust.

Muskeltraining: Wann immer möglich, sollte man mit dem Airwheel fahren. Mit 10 kg trägt man nämlich sonst einiges mit sich rum. In den Zug / Bus tragen und dann weiterfahren liegt drin. Viel weiter möchte man es nicht tragen. Aber eben: Fahren macht sowieso viel mehr Spass.

Airwheel im ÖV

 

Aufgefallen

Einige Punkte sind mir noch aufgefallen:

Das Airwheel ist leise. So leise, dass es von Fussgänger nicht bemerkt wird, wenn man auf dem Gehsteig fährt. Vielleicht darum eher mal auf den Velostreifen wechseln oder eine Hupe mitnehmen.

Akku leer, Michi fällt um. Passiert beim Geradeausfahren garantiert nicht. Ich fuhr jedoch mit dem Airwheel den Hügel in Mosnang nach oben (funktionierte wunderbar), als plötzlich die Leistung des Motores nachliess und ich mich auf meinen Händen und Knien wiederfand. Normalerweise piepst das Airwheel viermal, damit man langsam absteigt. Der starke Akkuverbrauch aufgrund der Steigung hat wohl dazu geführt, dass das Piepsen leider zu spät kam. Oops. Immer mit genug Akku den Hügel hochfahren!

 

Fazit

Ein tolles Gerät! Mein Auge weint schon jetzt, wenn ich daran denke, dass es nur ein Testgerät ist. Es macht nämlich jeden Tag mehr Spass. Jeden Tag geht wieder etwas mehr – man lernt etwas völlig neues. Es ist ein wenig wie Fahrradfahren. Jeden Tag schafft man auch die schwierigeren Strecken etwas besser. Der Kiesweg geht plötzlich auch und der holprige Weg von nebenan ist auch keine Herausforderung mehr. Das Airwheel hatte auf mich eine Faszination – aus technischer Sicht und weil es Spass macht.

Video

Wie es sich für einen CAST / Audiovisuelle Medien – Student der ZHdK gehört, darf in einem solchen Beitrag ein Video nicht fehlen. Damit kann man sich bestimmt einen Eindruck machen, wie es ist, mit einem solche Teil zu fahren.

Airwheel X3 Schweiz – Review from Michael Eugster on Vimeo.

 

15% Rabatt für Leser

Leser dieses Blogbeitrages erhalten auf das Modell X3 vom offiziellen Anbieter von Airwheel in der Schweiz 15% Rabatt, wenn sie diesen Code angeben: X3EUGSTER15. Der Online-Shop ist auf theairwheel.ch zu finden. Der Code ist mittlerweilen abgelaufen. Als kleines Goodie bietet Airwheel Schweiz das «Road Safety Kit» für alle bestehenden und neuen Kunden gratis zum Airwheel an.

 

 

Habt ihr noch Fragen zum Gerät? Stellt sie einfach in den Kommentaren. Ich beantworte sie gerne.

 

Transparenz-Hinweis:

Ursprünglich habe ich dieses Gerät als Testgerät vom offiziellen Schweizer Airwheel-Importeur erhalten. Da ich jedoch so begeistert war von diesem Gerät, machten die Importeure mit mir eine Ausnahme, so dass ich es weiterhin behalten darf. Ich erhalte keine Provision oder ähnliches auf potentiell durch mich verkaufte Geräte. Wenn ich das Airwheel also weiterempfehle, dann weil ich es auch wirklich gut finde.

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In love with a coffee machine: Olympia Express Club

Veröffentlicht am 17.12.2013 » 3 Kommentare » Kategorie: Life, Review von Michael Eugster

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Olympia Express
Bild: Kaffee-Netz.de, User zuerisee

Einen richtig guten Espresso trinken, der sich von den Allerweltskaffeemaschinen (Nespresso und andere Kapselsysteme lassen grüssen) abheben? Das wird in letzter Zeit zur Seltenheit. Das nervt mich. Mich nervt diese Konsumgeilheit, dieser Kommerz beim Kaffeekonsum. Mich nervt, dass wir Konsumenten für 100.– pro Kilogramm Kaffee kaufen.

Einen Kaffee zu trinken soll für mich wieder ein Genuss werden, ein Ritual. Etwas worauf man sich freuen kann und auch mit Wissen und Können verbunden ist.

Momentan kann ich eine Turmix TX 570 mein eigen nennen. Das ist schon mal ein Anfang:

Turmix TX 570
Bild: © Michael Eugster

Doch nun möchte ich mein Kaffee(maschinen)-Wissen aufbessern. Nach einem Spontanbesuch bei Migg Frei war schnell klar, dass es mir eine «Olympia Express Club» aus dem Jahre 1972 angetan hat. Ein wunderschönes Teil.

Olympia Express Club
Bild: Kaffee-Netz.de, User zuerisee

Es handelt sich dabei um eine Handhebelmaschine, wo man den Druck selber erzeugt. Das ist zum einen schwieriger, da man das Handling lernen muss (im richtigen Moment drücken und das Wasser in der richtigen Länge durch den Kolben fliessen lassen).

Meine Traummaschine ist komplett neu restauriert, in Originalfarbe Orange, Jahrgang 1972 und kostet einen schönen Batzen. Da muss ich jetzt noch ein- bis zweimal darüber schlafen. Ihr werdet wohl bestimmt nicht das letzte Mal von dieser Kaffeemaschine oder dieser Schweizer Traditionsmarke lesen.

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#twalender 2014 – Schweizer Twitterer gestalten einen Kalender

Veröffentlicht am 17.11.2013 » 1 Kommentar » Kategorie: Fotografie, Review von Michael Eugster

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#twalender 2014

Von Marcel und «Monah» initiert, gibt es den #twalender bereits seit 2011. Der Kalender kam damals in die erste Ausgabe und mit 2014 geht der #twalender in eine neue Runde.

Das Prinzip ist einfach: Twitterer reichen über flickr ihre Fotos ein, über ein Voting wird bestimmt, wer es in den gedruckten Kalender schafft. 12 Bilder haben es also in den #twalender, der neu im Postkartenformat erscheint, geschafft.

Schaut euch das tolle Teil doch auf twalender.ch an, kauft euch einen für gerade mal CHF 9.90 inkl. Porto und helft damit, dass der Kalender weiterhin bestehen kann und auch einmal schwarze Zahlen schreiben kann. Schnell, die Auflage ist limitiert auf 100 Stück!

Ich freue mich schon gross auf den Kalender, den mir Monah freundlicherweise bereitstellt. Dankeschön!

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