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Ein sensationelles #BarcampCH bleibt in Erinnerung

Veröffentlicht am 24.08.2014 » 5 Kommentare » Kategorie: Life, WWW von Michael Eugster

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Barcamp Switzerland

Es ist vorbei, das #barcampCH. Zwei inspirierende Tage mit vielen guten Diskussionen, Gesprächen und Sessions sind jetzt passé. Was ein Barcamp ist, habe ich gestern bereits geklärt.

Barcamp Schweiz

Der zweite Tag begann erneut mit einem feinen Zmorgenessen im Restaurant «Karl der Grosse». Die anschliessende Sessionplanung ging schnell voran und in der Vorstellungsrunde kannte man sich teils bereits vom Vortag.

An diesem Morgen besuchte ich Sessions, wo wir uns über nützliche Lifehacks austauschten (ich muss mir das Polar Loop Fitnessband doch nochmals anschauen und die Tile Tab Extension installieren) und erfahrte in einer Session von Mr. Wom vieles zur Wichtigkeit von «Word of Mouth», sprich Mundpropaganda. Gerade das hohe Vertrauen der Konsumenten von Empfehlungen von Freunden gegenüber Werbung hat mich beeindruckt.

Barcamp Schweiz

Nach dem erneut sehr feinen Mittagessen beim Karl hielt ich erneut eine Airwheel-Probefahrtsession durch, da dies von einigen Teilnehmern nochmals gewünscht wurde. Jetzt müsste ich nur noch einige Dinge der Session «Getting Things Done» in meinen Workflow einbauen… ;-)

Es waren zwei sehr schöne Tage, die durch die gute Organsation von Clemens und Thomas so reibungslos funktioniert haben. Herzlichen Dank dafür und vielen Dank allen Teilnehmern für die tollen Sessions und Gespräche.

IMG_9304.JPG

Das Barcamp war kostenlos, was ohne die Unterstützung von Sponsoren nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank an die vielen Sponsoren:

 

wishdrumjimdo

hostpoint

buch-und-netz

roger-hausmann

argus

immowelt_ch boldomatic

printzessin zuerich-tourismus

leshop beanarella

monitoring-matcher karl-der-grosse

hofrat-suess openbyte

Weitere Berichte zum Blogcamp:

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Facebook kauft WhatsApp: Kostenlose, tolle Alternativen

Veröffentlicht am 20.02.2014 » 3 Kommentare » Kategorie: WWW von Michael Eugster

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WhatsApp

Gerade einmal 16 Milliarden Dollar zahlt Facebook für die Übernahme von WhatsApp (da würde ich jetzt auch noch einen Batzen nehmen, so für meinen Kaffeekonsum). Die Übernahme ist interessant, zumal der Gründer des grünen Kurznachrichtendienstes vor ungefähr einem Monat noch meinte:

«Wir wollen eine nachhaltige Firma aufbauen. Wir wollen groß werden, wir wollen nicht verkaufen. Unser Ziel bleibt es, auf jedem Smartphone der Welt zu sein.».

Dass sie sich nun ausgerechnet an den kommerziellen blauen Riesen verkauft haben, weckt in mir persönlich nicht unbedingt Vertrauensgefühle. Facebook besitzt bereits jetzt mehr als genug Daten von mir. Dass sie nun auch quasi noch einen zusätzlichen Kommunikationskanal erschliessen, macht aus unternehmerischer Sicht bestimmt Sinn. Aus meiner Sicht – aus Sicht des Users – möchte ich jetzt so schnell als möglich wechseln.

 

Es gibt kostenlose Alternativen

Nicht verzagen, Michi fragen. Es gibt bereits seit einiger Zeit Alternativen zu WhatsApp, die nicht durch schlechte Verschlüsselung und anderen Dingen Negativschlagzeilen gemacht haben.

1. Swisscom iO

Download iOS | Download Android | Kostenlos

io

Vorher haben wir noch über den etwas späteren Nachzügler von Swisscom geschmunzelt. Jetzt wird der Chat-Client vielleicht noch zur richtigen Alternative. Ein Web-Client soll laut Angaben auf Twitter noch folgen – mitunter etwas, was WhatsApp nicht bietet. Mit Swisscom iO kann man auch in Gruppenchats kommunizieren und es gibt auch eine App für Android. Zusätzlich kann man mit Swisscom iO auch Anrufe tätigen – eine Internetverbindung vorausgesetzt.

 

2. Telegram Messenger

Download iOS | Download Android | Kostenlos

telegram

Ein sehr sympathischer Messenger, der sich durch Sicherheit bewirbt. Die Entwickler bieten das sichere Protokoll als Open Source an, es gibt natürlich auch Anwendungen für iOS und Android . Telegram kann, was WhatsApp kann, ohne Probleme.

Dank der API können auch andere Apps entwickelt werden. Es gib bereits einige Apps, so zum Beispiel eine Webansicht, Versionen für Linux oder Windows Phone. Ein Blick auf ihre Website lohnt sich. Telegram ist mir besonders sympathisch.

Update: Bereits zwei mal habe ich nun den Link zum Artikel über Sicherheitsbedenken zu Telegram erhalten. Der Artikel vom 17. Dezember äussert Bedenken zur Verschlüsselung von Telegram.

 

3. Line

Download iOS | Download Android | Download Windows Phone | Download Nokia Asha | Download Blackberry | Download Firefox OS |Download Kostenlos

line

Line bewirbt sich unter anderem für kostenlose Anrufe, beherrscht jedoch auch das Messaging ohne Probleme. Line besticht dadurch, dass es für alle gängigen mobilen Betriebsysteme eine App veröffentlicht hat. Der Funktionsumfang bietet auch noch Games (wer braucht jedoch Games in einer Nachrichten-App?).

Line bietet zudem auch einen kostenlosen Desktop-Client an.

 

4. Viber

Download iOS | Download Android | Download Windows Phone | Download Nokia Asha | Download Blackberry | Download Samsung Bada | Download Nokia Symbian Kostenlos

viber

Viber besteht auch schon eine ganze Weile. Ursprünglich dadurch beworben, dass man kostenlose Anrufe mit bestehender Internetverbindung machen kann, beherrscht Viber jedoch auch Chatfunktionen, die man von den anderen hier vorgestellten Apps kennt. Auch Viber beherrscht Gruppenchats. Designmässig gibt’s noch etwas aufzuholen, ein Design im Stile iOS 7 gibt’s nämlich noch nicht.

Zudem bietet Viber auch bereits Desktop-Versionen für Mac und Windows zum Download an.

 

5. Threema: Sichere Kommunikation made in Switzerland – mein kostenpflichtiger Favorit

Download iOS | Download Android | CHF 2.00

threema

Die letzte Alternative wird in der Schweiz entwickelt, bietet dank Verifizierungen und speziellen IDs mehr Sicherheit als alle oben genannten Clients (sofern ich dies richtig verstanden habe). Es bietet auch Chats zwischen verschiedenen Personen, sowie Gruppenchats. Das Augenmerk sollte man bei dieser Anwendung jedoch auf die Sicherheit der Kommunikation legen, die besonders gewährleistet sein soll, da eine End-to-End-Verschlüsselung angewendet wird. Auch hier lohnt sich der Besuch der Threema Website.

 

Zum Schluss

Ich hoffe, dass eine grosser Teil meines Freundekreises auf eine dieser Apps umsteigen wird. So habe ich ein bessereres Gefühl, wenn ich meine tägliche Kommunikation mit meinem Smartphone betreibe. Wir werden sehen.

 

Noch mehr Alternativen

Update: Gerade via Facebook erhalten: Es gibt noch weitere Alternativen. Folgende Apps können auch zu diesem Zweck verwendet werden. Ich habe sie jedoch nicht getestet:

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Das Problem mit Facebook

Veröffentlicht am 19.02.2014 » 3 Kommentare » Kategorie: WWW von Michael Eugster

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Facebook

Facebook nervt. Ja, wirklich. Und zwar in mehrfacher Hinsicht. Nachdem nun sogar Präsident Obama weiss, dass Facebook bei den Jugendlichen langsam uncool wird, möchte ich mir einige Punkte an Facebook anschauen, die mich nerven.

Gefilterter Inhalt

Was Facebook uns auch immer mal wieder als tolles «Feature» verkauft, ist, dass Inhalte gefiltert werden. Niemals sieht man wirklich alle Meldungen. Ganz im Gegensatz zu twitter (wo alle Tweets ungefiltert und chronologisch in der Timeline erscheinen), zeigt Facebook nie alle Meldungen an. Deshalb schaltet Facebook auch immer auf «Hauptmeldungen» um, anstatt die Beiträge chronologisch zu sortieren.

 

Posts von Facebook-Seiten erreichen mich nicht

Ganz schön blöd, oder? Nehmen wir an, ich erstelle eine Facebook-Seite und poste dort aktuelle Meldungen. Die Reichweite ist niemals so gross wie die Anzahl Fans. Das ist mir auch schon als Fan aufgefallen. Ich abonniere einige Seiten und möchte auch derren Inhalte in meinem Newsfeed sehen. Jedoch erscheinen meist immer nur die gleichen Seiten.

 

Interaktion bewirkt Reichweite

Du kennst es: Es gibt Inhalte, die du in deinem ganzen Freundeskreis bestimmt schon mindestens einmal gesehen hast. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie geliket und geteilt wurden. Bei Facebook-Seiten ist dieser Effekt noch extremer. Doch was ist daran besonders schlecht?

Mir fallen vor allem zwei Punkte ein:

  • Ich sehe nur Inhalte, die Facebook mir zeigen möchte.
  • Um die Reichweite eigener Inhalte auszuweiten verlangt Facebook Geld.

 

Money makes the world go round

Klar, Facebook ist kostenlos und wir bezahlen quasi mit unseren Nutzerdaten. Trotzdem kotzt mich ein solches System an. Der einzige Grund, der mich eigentlich bei Facebook als Plattform hält, ist, dass der Grossteil meiner Freunde und Bekannten einen Account dort besitzen. Die Kommunikation oder das Teilen eines Events ist so sehr einfach.

Zum Glück ist das Internet schnelllebig. Wir können daher erwarten, dass der ganze Markt in einigen Jahren schon wieder ganz anders aussieht. Vielleich wechselt mein Freundeskreis ja auch mal zu Google+? Vielleicht wird jedoch auch ein weniger gewinnorientiertes Unternehmen ein «Social Network» auf die Beine stellen. Quasi ein Facebook, das uns keine Inhalte verschweigt.

 

Zwei Video-Empfehlungen:

Zu diesem Thema empfehle ich euch folgende beiden Videos. Der zweite gibt einen detaillierteren Einblick in das Problem gekaufter Facebook-Likes von Klickfarmen aus Entwicklungsländern.

 

Und jetzt…?

Wie seht ihr diese Sache? Was würde euch zum Wechseln des Social Networks bewegen?

Neues Online-Newsportal watson

Veröffentlicht am 25.01.2014 » 2 Kommentare » Kategorie: WWW von Michael Eugster

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watson

Auf diese Newsseite habe ich mich wirklich gefreut. Endlich eine Alternative zu den bestehenden Newsseiten, wie 20min, blickamabend oder blick.ch. Sie heisst: watson!

Watson macht bereits jetzt einiges richtig

Abgesehen vom sensationell schlichten Design, welches auch auf dem Smartphone hervorragend funktioniert, hat watson einiges begriffen, was gängige Newsportale der Schweiz noch nicht gecheckt haben.

Der Launch war hervorragend. Über twitter «gwundrig» machen, ein tolles Team finden, Website mit Liveticker online schalten. Nice.

Wenig Schnickschnack. Viel Bilder. Stories. Gute Einbindung der Social Media Kanäle. Gute Einbindung von Youtube-Videos. Eine grossartige Kooperation mit Spiegel Online. Konsequent online-only. Sich nicht zu schade sein, auch andere Newsseiten zu verlinken. Quellenangaben richtig verlinken.

Ich wünsche watson viel Erfolg. Ich bin gespannt, wie sich diese Branche weiterentwickelt und bin überzeugt, dass watson eine tolle Schiene gewählt hat.

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Inspirierende Gedanken am TEDxZurich 2013

Veröffentlicht am 04.10.2013 » Keine Kommentare » Kategorie: Computer, Life, Review, WWW von Michael Eugster

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TEDxZurich 2013
Bild: TEDxZurich, event.nzz.ch

Was für ein Tag. Dank one100 hatte ich am Mittwoch, 2. Oktober 2013 die Möglichkeit, am TEDxZurich teilzunehmen. Danke dafür.

TEDxZurich… hä?

Dieses ominöse TEDx-Ding ist euch bestimmt auch schon mal begegnet und vielleicht habt ihr euch schon gefragt, worum es denn hier überhaupt geht. TED steht für Technology Entertainment Design und das «x» von TEDx steht für einen unabhängig organisierten Anlass unter einer von TED vergebenen Lizenz, die jeder unter bestimmten Bedingungen anfordern kann, um einen solchen Event selber durchzuführen. Bei diesen Events geht kommen Leute zu Wort, die inspirierende Ideen haben, welche sich lohnen, sie zu teilen.

Schon wieder so ein Internet-Nerd-Ding?
Nein. Das TEDxZürich 2013 bot einen spannenden Mix von Speakern, die aus verschiedensten Bereichen kamen. Mal aus der Physik, mal aus dem Bereich der Cyberkriminalogie, mal aus der Musik, mal aus der Game-Entwicklung und viele mehr. Kurz: Interessante Menschen, inspirierende Gedanken, viel Input.

Und jetzt. Was nimmst du mit?
Eine gute Frage. Ich nehme unglaublich viele Inputs aus den TEDx Talks mit. Es ist schwierig, diese in Worte zu fassen. Mir fallen zum Beispiel der erste Redner Nicolas Perony ein. Anhand von Tierforschungen hat er herausgefunden, dass teilweise einfache Regeln das Überleben einer Spezies sichern.

Mit unglaublichen Sprechqualitäten überzeugte Gerd Gigerenzer und zeigte einmal mehr, dass PowerPoint-Präsentationen nicht notwendig sind. Seine Bühnenpräsenz war beeindruckend und seine Botschaft unter anderem, dass man immer nach absoluten Risiken fragen soll. Wisst ihr zum Beispiel, was eine Regenwahrscheinlichkeit von 30% bedeutet*? Oder worauf sie sich bezieht? Dadurch können völlig falsche Interpretationen in den Köpfen der Menschen entstehen. Szuy Moat analysiert die Kommunikation auf Twitter und konnte so zu 88% voraussagen, wo die nächsten Aufstände in England stattfinden werden. Eindrücklich!

Aus einem ganz anderen Bereich kommt Rolf Pfeifner. Er arbeitet bei der ETH und war auch an der Entwicklung des bekannten «Roboy» beteiligt. Er zeigte uns am TEDxZurich einiges über die Komplexität dieser künstlichen Intelligenz. Und die Möglichkeit, Emotionen zu zeigen, was ein ziemliches Gelächter im Publikum bewirkte, wie man im Vertical Video Syndrome-Video ;) von monah sehen kann:

 

Last but not least hat mich auch Jan Fridén extrem beeindruckt. Er zeigte, was moderne Medizin heute möglich macht. Menschen, die aufgrund eines Unfalls gelähmt sind, erhalten ihre Daumenfunktion durch Transfer der Sehnen und Nerven zum Daumen wieder. Nach einer solchen Operation können diese wieder selbständiger werden, selber essen, Dinge tun, die sie sonst nicht mehr tun könnten. Beeindruckend!

Und schlussendlich auch die Leute, die ich dort antraf, waren beeindruckend. Die Offenheit, tolle Gespräche und vieles mehr sind bloss der Anfang. Nächstes Jahr möchte ich gerne wieder kommen.

Und noch was: Sobald die Videomitschnitte im Studio 1 vom SRF (übrigens aussen am Gebäude bei einer kunstvollen Mauer immer noch mit SF angeschrieben) geschnitten und online sind, reiche ich die mal noch in einem Blogpost nach.

* Heisst übrigens, dass es in der Region, wo die Prognose gilt 30% vom Tag regenen wird. Bezieht sich also auf die Zeit.

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Newsblur, der perfekte Google Reader – Ersatz

Veröffentlicht am 29.05.2013 » 3 Kommentare » Kategorie: Allgemein, Webdesign & Co., WWW von Michael Eugster

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Newsblur

logo newsblur

Am ersten Juli gibts den Google Reader nicht mehr. Google hat entschlossen, diesen Service einzustellen. Eine Enttäuschung für mich und viele andere User, die ihre Blogfeeds oder andere RSS-Feeds so gelesen haben.

Die Suche nach einer Alternative, die auch eine iOS-App (für iPhone und iPad) bietet und den Webzugriff ähnlich wie bei Google Reader erlaubt, verging bei mir etwas harzig. Irgendwie gefiel mir immer entweder der Web-Zugriff oder die Anwendung nicht. So wäre Feedly zwar recht einfach zu handhaben. Mich stört jedoch, dass man ein Addon für Firefox installieren soll und mit der iOS-App werde ich nicht warm.

Ich suchte nach Selfhosting-Lösungen, fand einige Varianten – unter anderem das nicht kostenlose Fever. Sieht toll aus, aber kostet was und ich es gibt Alternativen. Ich habe mich entschieden, den Newsreader nicht selber zu hosten und Newsblur unter die Lupe genommen. Und ich habe meinen zukünftigen Feedreader gefunden.

Newsblur Web-Zugriff

Einige Worte zu Newsblur

Newsblur ist gut für solche, die nicht massenhaft Feeds importiert haben. Bis zu 64 Feeds sind kostenlos, wer mehr möchte und die Feeds schneller aktualisiert haben möchte, zahlt $24 pro Jahr. Also etwa gleich viel wie ein-zwei Mittagessen. Ein fairer Preis finde ich -  für mich genügt die kostenlose Version.

Die iOS-App gefällt mir sehr gut, sie lässt mich die ungelesenen Artikel durchlesen (der next-Button war wichtig für mich) und lässt Artikel für später abspeichern. Der Import von Google Reader funktioniert durch eine kurze Authorisierung durch Google reibungslos und schnell. Kurz: Ich bin zufrieden.

Weblinks

- Newsblur Website

- Newsblur iOS-App

- Newsblur Android-App

Newsblur

Update:

Eventuell entwickelt sich Feedly auch zu einer ernstzunehmenden Alternative. Da wurde nämlich eine Schnittstelle geöffnet, die es Entwicklern erlaubt, eigene Apps dafür zu programmieren.  (via)

ERUGF: Wenn sich die Blogger- und Twitterszene zum Raclette trifft

Veröffentlicht am 22.06.2012 » 4 Kommentare » Kategorie: Life, WWW von Michael Eugster

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Bild: Michael Schmid

Es war bereits zum zweiten Mal soweit. Der kreative Kopf David Worni lud mit seinem ganzen Team nach Olten zum zweiten ERUGF ein.

Ihr denkt jetzt vielleicht ERUGF, hääh? Schon letztes Jahr war ich am ERUGF und es war super. Die Bedeutung des Wortes ist «Eidgenössisches Raclette- und Grillfestival der Schweizer Blogger und Twitterer» und spricht eigentlich für sich. Man traf dort wieder tolle Leute, sah den Knackeboul auf der Bühne, diskutierte, ass dabei Raclette und fühlte sich vielleicht schon fast wie in einer grosser Familie. Oder so.


Bild: indero

Doch viel einfacher als tausend Worte ist ein Videoclip vom ERUGF. Hier stand ich nun auch mal vor der Kamera statt hinter der Kamera und wusste echt nicht, wo ich nun hingucken soll. Ich hoffe mein Senf gefällt euch einigermassen, den ich dazu gegeben habe. Ansonsten: Nächstes Jahr selber kommen!

Man sieht, es wurden viele angeregte Gespräche geführt und man hatte irgendwie fast zu wenig Zeit, um mit allen Leuten einigermassen ausführlich zu quatschen. Auf ein nächstes Mal freue ich mich jetzt schon!


Bild: Boris Baldinger

 

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Bloggerinteriew bei Adam Keel auf podkast.ch

Veröffentlicht am 14.02.2012 » Keine Kommentare » Kategorie: Allgemein, WWW von Michael Eugster

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Adam Keel

Es ist nicht das erste Mal, dass ich über Bloggen Auskunft gebe. Damals sass ich nämlich bei joiz im Studio und sprach über mich, Bloggen und meine Maturaarbeit «bloggerfilm». Dieses Mal ging es (fast) ohne Kameras von statten. Ich traf mich nämlich spontan mit Adam Keel von podkast.ch im Kantipark-Studio, wo wir frei und frisch von der Leber ein Interview für seinen Podcast machten. Chame mache!

Doch genug geredet, hier die 14. Folge seines Podcastes, gleich zu Beginn mit dem Interview mit mir.

Es hat, wie man wohl auch raushört, unglaublich Spass gemacht und hoffentlich schaffen wir es beide mal wieder für einen Podcast oder gar eine Sendung bei kantipark ins Studio am Burggraben.

AvatarDay 2011 – Seriös bis verrückt mit Fotokunscht

Veröffentlicht am 24.11.2011 » 3 Kommentare » Kategorie: Fotografie, WWW von Michael Eugster

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AvatarDay 2011

Ja, da grinst er. Aber Pschhhht! Was er wohl damit meint. Und weshalb ist sein Gesicht schwarzweiss? Und seine Augen nicht? Und was soll das blaue Hemd?

Eigentlich egal. Gelobt sei die Bildbearbeitung. Doch bevor ich überhaupt ein Bild bearbeiten konnte, musste es ja entstehen. Dazu war ich am AvatarDay in St.Gallen, wo die Jungs von Fotokunscht.ch ihr Fotostudio öffneten, damit jeder kostenlos sein Profilbild bei einem kurzen Shooting erhalten konnte. Michi, bepackt mit Rasierschaum, Rasierer, Haarwachs, Hut, Sonnenbrille, Schal und einigen Ideen traf also im Fotostudio ein und liess Fotos von sich machen. Michi, das bin übrigens ich.

Die Ergebnisse lassen sich zeigen. Darum mache ich das auch:

AvatarDay Mix 1

Bildideen: Seriös vs. verpennt

AvatarDay Mix 2

Bildideen: Ich kann mich auch in der Luft entspannen vs. Lächelnd

Und so konnte ich meine verrückten Ideen auch realisieren. Es gab noch weitere Motive und viele Bilder, die ich euch aber vorenthalten möchte. Ha! (Okay, weil ihr schon bis hier gelesen habt, könnt ihr auch gerne den Link zu allen Fotos des AvatarDays haben).

Herzlichen Dank übrigens an pictura, die das schon zum dritten Mal aufgegleist hat. Hat Spass gemacht, wieder einmal Blogger, Twitterer (und auch Menschen ohne dieses Zeugs) zu treffen! Und dank Serge Bosshard durfte der AvatarDay dieses Jahr seine Premiere in St.Gallen feiern. Merci!

Signatur

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Platin Consulting: Wenn ein Start-Up Social Media nicht versteht [Update II]

Veröffentlicht am 01.11.2011 » 3 Kommentare » Kategorie: WWW von Michael Eugster

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Platin Consulting

Solltet ihr jemals ein Start-Up starten, dann macht es bitte niemals so, wie das Platin Consulting gemacht hat. Denn was sich dort auf vor allem auf ihrer Facebook-Seite abgespielt hat, ist einfach nur peinlich.

Ich bin der Meinung, dass solche Fehler nicht noch einmal passieren sollten und berichte deshalb hier, wie es Jeremy Kunz auch ausführlich tat, darüber.

UPDATE: Die Firma gibt zu, ihre Fans betrogen zu haben und entschuldigt sich öffentlich. Mehr weiter unten in diesem Beitrag.

Wie alles begann: Ein guter Einfall

Eigentlich begann die Geschichte mit einem guten Einfall. Die Firma Platin Consulting startete auf Facebook einen Wettbewerb. Unglaublich dabei: Es winkten Preise von Apple-Produkten, wie es wohl noch nie bei einem Wettbewerb gesehen wurde:

Da wir über 350 Fans haben, gibt es schon mal folgende Preise zu gewinnen:

1. iPhone 4S 64GB mit Farb Wahl
2. iPhone 4S 32GB mit Farb Wahl
3. iPhone 4S 16GB mit Farb Wahl
4. iPhone 4S 8GB mit Farb Wahl
5. iPad 2, 64GB, 3G + WiFi
6. iPad 2, 32GB, 3G + WiFi
7. iPad 2, 64GB, 3G
8. iPad 2, 32GB, 3G

Preis Nr 9 welchen es ab 400Fans gibt wäre: iPad 2, 16GB, 3G + WiFi

Schaft ihr es sogar auf 450 Fans, dann wird noch ein iPad2, 16GB 3G frei geschaltet

Klingt toll, oder? Wer genau hinschaut, sieht, dass es jedoch noch kleine Fehler hat (es gibt kein iPhone 4S mit 8GB und das iPad gibt es nur in einer Version mit 3G + WiFi oder WiFi alleine). Halb so wild, man machte auf den Fehler aufmerksam. Leider wurde darauf beharrt, dass die Angaben stimmen und der Kommentator teilweise noch als blöd dargestellt.

Da beginnt die Sache langsam aus dem Ruder zu geraten. Denn auf Kritik scheint die Platin Consulting nicht gut zu sprechen zu sein.

Mit Social Media ist nicht zu gespassen – falsch reagiert!

Als Reaktion auf die Kritik wurden Kommentare und Pinnwandeinträge gelöscht, was natürlich den Effekt hatte, dass einige Leute wütend wurden. Witzig dabei: Ich habe auch etwas geschrieben und wurde wegen zwei Einträgen von den Fans entfernt und mir wurden die Schreibrechte entzogen. Nicht unbedingt die feine Art, mit Kritik umzugehen.

Et voilà: La misère

Ein guter Freund und Bloggerkollege Jeremy Kunz stand der Sache auch kritisch entgegen und schrieb einen Blogbeitrag über die ganze Sache (und hält diesen auf dem aktuellsten Stand). Abgesehen davon, dass Wettbewerbe auf Facebook laut den Richtlinien nicht erlaubt sind, zeigten sich weitere Lücken bei der Platin Consulting: Ein vollständiges Impressum fehlte, die Firma war hat ist keine GmbH oder ähnliches und verstösst teilweise gegen gesetzliche Richtlinien. Ich kenne mich hier wenig aus, Jeremy hat dies auf seinem Blog etwas genauer aufgelistet. Des Weiteren wurden die AGB von einem anderen Shop kopiert, Fake-Profile auf Facebook erstellt, ein geklautes Bild als Beweis für ein nicht vorhandenes iPhone 4S 8GB verwendet,…

Kein Happy End und es ist immer komplizierter, als es scheint

Leider endete die ganze Sache, hinter welcher bestimmt nur der gute Wille stand, in einem Desaster. Ich konnte mit Frau Gerber telefonieren und damit einen etwas genaueren Einblick hinter die Kulissen erhalten. Viele Dinge liefen im Hintergrund nicht wünschenswert, gerade was Sponsoren angeht. Ein grosser Teil sollte über Privatpersonen finanziert werden, welche anschliessend absprangen. Darin verstrickt sind private Probleme, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Man habe teilweise «Menschen zu stark vertraut» und wurde von diesen enttäuscht.

Enttäuschungen am Laufmeter

Beim Telefongespräch wirkte die Geschäftsführerin der Platin Consulting sehr geschafft von der ganzen Situation, es ging ihr bestimmt sehr nahe. Sie musste in den vergangenen Tagen wohl mindestens so viele Enttäuschungen erleben, wie die Fans, die auf ein iPhone oder ein iPad gehofft hatten. Ich glaube, die ganze Sache wurde für sie selber zu kompliziert, dass sie nicht mehr wusste, wie man am besten reagieren sollte.

Die Kommunikation schlug leider dann so fehl, dass sich die Fans schlussendlich ziemlich «verarscht» vorkamen. Aus dem Hauptpreis eines iPhone 4S mit 64GB wurde ein Fondue-Set und damit überhaupt noch Preise vorhanden waren, versuchte Platin Consulting, andere Preise nachzuschieben, denn die gesponserten Preise waren weder eingetroffen, noch wurde ein Beitrag eingezahlt. Und da macht es sich natürlich schlecht, wenn man anstatt eines iPhones etwas komplett anderes gewinnt. Da machen es 15% Rabatt auf den Shop auch nicht besser, denn das war nicht, was die Leute wollten. Man sieht zwar den guten Willen der Platin Consulting, aber man hätte wohl besser anders reagiert.

Hinter den Kulissen…

…sieht es kompliziert aus. Der Wettbewerb hätte so nicht durchgeführt werden sollen, die Platin Consulting machte von der Kommunikation viele Fehler, die angeblichen Sponsoren stellten sich als Enttäuschung heraus und das ganze endete imagemässig leider in einem Desaster und persönlich für die Geschäftsführerin bestimmt nicht in einem schönen Tag.

Auch einige Vorschläge, wie wenigstens 50% der versprochenen Preise auszuliefern, wurde ausgeschlagen. Leute wollten Hilfe anbieten, mit der Bedingung, dass man obige Bedingungen einhält oder sich entschuldigt. Dies wurde jedoch leider ausgeschlagen und man gab sich immer wieder als armes Start-Up, das so bös kritisiert wurde.

Am Ende sind wir immer klüger

Man merke sich folgende Punkte:

Mit Social Media ist nicht zu gespassen. Wer die Kommunikationskanäle nicht beherrscht, sollte sie auch nicht nutzen.

Verlose nur etwas, was du hast! Wenn man etwas verlost, sollte man dies erst tun, wenn das Gerät, etc. eingetroffen und wirklich zur Verfügung stellt. Mündliche Zusicherungen und krumme Geschichten? Besser nicht.

«Wir sind ein Start-Up, lasst uns in Ruhe!» zählt nicht als Rechtfertigung und kommt schnell in den falschen Hals. Mit Kritik muss man umgehen können, Rechtfertigungen sollten auf den Punkt gebracht werden, Fehler darf man zugeben und das Wort «Sorry» darf man gerne auch einmal fallen lassen.

Die Sache ist also komplizierter und verstrickter, als am Anfang gedacht. Ich fühle mich in der Lage, einige Dinge einschätzen zu können, zumal ich direkt mit der Geschäftsführerin Kontakt hatte, aber alles verstehe ich auch nicht. Was bleibt ist eine frustrierte Geschäftsführerin, die daran denkt, Konkurs anzumelden und eine frustrierte Fangemeinde, die nicht das erhielt, was versprochen wurde.

Update 1. November 2011: Die Story geht weiter…

Ende gut, alles gut? Denkste. Die Story geht weiter. Die Facebook-Seite von Platin Consulting wurde mittlerweile gelöscht. Vorher wurden jedoch noch weitere Statusmeldungen herausgegeben, wo das Unternehmen sich über die Kritik beschwert. Man gesteht zwar ein, naiv gewesen zu sein («war jemand noch niemals naiv oder hat was naives gemacht?») und gibt gewisse Namen und Emailadressen als öffentlichen Status heraus. Des Weiteren wurde kurzzeitig eine neue Platin Consulting – Fanseite erstellt.

Gelöscht = vergessen? Sicher nicht. Auch wenn diese Seite auf Facebook gelöscht ist, sind weiterhin Daten und Screenshots vorhanden. Fans wurden betrogen und versprochene Preise nicht verlost oder herausgegeben. Dies darf nicht sein. Es darf auch nicht sein, dass Sponsoren aussteigen (wobei hier angemerkt werden muss, dass diese angeblichen Sponsoren meist durch mündliche Aussagen zugesagt haben – wirkt alles so unglaubwürdig, dass die Inhaberin das hätte gesehen haben müssen).

Wie ich erfahren durfte, interessieren sich bereits klassische Medien wie der Kassensturz für diese eher komplizierte Geschichte. Ein Happy End gibt es bestimmt nicht.

Und um dem Erdbeertörtchen noch das Sahnehäubchen zu versehen, durfte ich von @technikblog erfahren, dass sogar Texte von der Homepage von einer Webdesign-Firma kopiert wurden. Vergleicht selber:

Zitrox OriginalKopie des Textes von Zitrox

Zitox Webdesign (Original) vs. Platin Consulting (kopierter Text)

Update 2. November 2011: Einsicht bringt Klarsicht

Endlich wird klares Licht in die Sache gebracht. Die Platin Consulting gibt ihre Fehler öffentlich zu und entschuldigt sich auf Twitter sowie auf der eigenen Homepage:

Platin Consulting entschuldigt sich öffentlich via TwitterPlatin Consulting entschuldigt sich öffentlich im Shop
Entschuldigungen sind auf Twitter @Platin_Cons, auf der Homepage und im Shop zu finden.

Die Entschuldigungen auf den Websites sind ein PDF mit folgendem Inhalt:

Sehr verehrte Kunden,
in den letzten Tagen gab es diverse Berichte über die Firma Platin Consulting, welche äusserst
negativ waren.
Wir haben ein Facebook Gewinnspiel durchgeführt, bei welchem Wir Produkte der Firma
Apple verlost haben. Jedoch hatten wir zu keinem Zeitpunkt Sponsoren für diese Preise.
Wir verstiessen mit dem Gewinnspiel gegen die Richtlinien von Facebook.
Nachdem verschiedene Schweizer Blogger aufgedeckt haben, das wir keine Sponsoren haben,
flüchteten Wir Uns in ein Lügengebilde, aus welchem Wir nicht mehr herausgekommen sind.
Leider war es dann zu spät.
Es war klar, dass die Fans auf Facebook enttäuscht waren und die Produkte forderten. Doch
als Startup Unternehmen können wir uns dies nicht leisten. Als der Druck zu gross wurde,
schlossen wir die Facebook Seite, um weitere Recherchen zu verhindern.
Wir möchten Uns an dieser Stelle bei Unseren Fans, Followern und Kunden entschuldigen.
Wir haben Ihr Vertrauen missbraucht, Sie belogen und betrogen. Dies war zu keinem
Zeitpunkt Unsere Absicht.
Wir hoffen, einen Weg zu finden, Ihr Vertrauen wieder zu gewinnen. Bitte Entschuldigen Sie
Unser Verhalten.
Freundlichst,
Milena Angela Gerber
Geschäftsführerin von Platin Consulting

Ich muss sagen, dass es schon etwas Mut braucht, eine solche Stellungsnahme zu veröffentlichen, aber sie bringt die Klarheit, die alle Teilnehmer am Wettbewerb verdient haben.

Zum Schluss der Geschicht…

…möchte ich noch anmerken, dass dieser Fall gut war, um ein Zeichen zu setzen. Dank Jeremy Kunz, der von Anfang an misstrauisch war, wurde dieser Fall aufgedeckt. Solche Dinge passieren nicht das erste Mal und sie dürften gar nicht erst passieren. Der Fall zeigt, wie kompliziert die Situation sein kann. Er zeigt aber auch, dass man sich nicht mit Bloggern anlegen sollte, die gewillt sind, Klarheit in eine Sache zu bringen.

Signatur

Weitere Blogbeiträge und Infos sind zu finden unter folgenden Adressen:

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Der Apfel im Spotlight: Viel Analysten- und Expertengeschwafel

Veröffentlicht am 08.10.2011 » 3 Kommentare » Kategorie: Apple, WWW von Michael Eugster

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«Was wird jetzt aus Apple?» «Geht es nun abwärts?» «Apple ist nichts ohne Steve Jobs!» «Verkauft eure Apple-Aktien!» «Mit dem Verlust von Steve Jobs verliert Apple die innovativen Produkte!» «An die Perfektion und die liebe am Detail von Steve Jobs kommt niemand heran.» «Jetzt wird aus Apple eine Firma wie jede andere auch.»

Sätze wie diese waren in den Medien zur Genüge vorhanden. Viele Leute, die meinen, sie seien jetzt plötzlich der Apple-Experte. Na klar, oder? Jeder musste schon seinen Senf dazugeben, als Steve Jobs als CEO zurücktrat. Tragisch war dann jedoch der plötzliche Tod des Apple-Mitgründers, der leider an Krebs verstarb. Wenn ein solch schlimmes Ereignis durch die Welt geht wird aber auch viel geredet, jeder mausert sich selber zum tollen Experten. Ich musste ab und zu den Kopf schütteln, als ich Texte wie oben geschreiben gelesen hatte. Man liess Steve Jobs in eine Rolle des allwissenden Apple-CEOs schlüpfen, der uns «all diese weltverändernden, revolutionären Produkte gebracht hat». Als wäre es immer Steve selber gewesen, der die Produkte erfunden und entwickelt hat.

Klar, der Einfluss von Jobs war bestimmt noch gross und er hat einen grossen Teil zum Erfolg von Apple beigetragen. Die Firma mit dem angebissenen Apfel hat es schon immer verstanden, bereits vorhandene Dinge so zu verbessern, dass es die Masse auch verwenden kann. Neu erfunden hat man nicht unbedingt, man hat es vereinfacht und an die Masse gebracht, man hatte die richtigen Leute in der Firma, man kaufte die richtigen Firmen mit guten Ideen – kurz: man hatte eine Strategie, die man klar verfolgte.

Dies wird sich auch nicht ändern. Zwar war Steve Jobs mit seiner Detailverliebtheit und dem Sinn für das, was der Kunde kaufen möchte, in einer wichtigen Rolle, aber die Produkte werden jetzt nicht schlechter werden. Längst wurden intern Aufgaben an andere Personen übergeben, längst wurde geregelt, wer in Zukunft welche Aufgaben übernehmen wird. Er soll sogar Pläne für neue Produkte in den nächsten vier Jahren hinterlassen haben.

Es wird sich kurzfristig nicht viel ändern bei Apple. Die Firma hat sowieso einen Kurs angesteuert, der anders ist, als er früher war. Früher war man eher der Aussenseiter, man war das, was Apple damals unter dem Slogan «Think Diffrent» verstand. Heute wird jedoch eine viel grössere Masse angesprochen und Apple ist mittlerweilen sowas wie ein Lifestyle, weshalb die Produkte auch entsprechend der neuen Kundengruppe entwickelt werden. Sonst wird sich die Firma nicht gross ändern. Es werden weiterhin Produkte kommen, die (angeblich) die Welt «revolutionieren». Nächstes Jahr wird ein neues iPhone vorgestellt und viele andere Dinge.

Abwärts? Abwärts geht es mit Apple nicht. Ich behaupte sogar, dass Apple in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird. Und eure Apple-Aktien dürft ihr getrost behalten.

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