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It is all about the GUI! Wenn Hardware in den Hintergrund rückt.

Veröffentlicht am 19.06.2011 » 3 Kommentare » Kategorie: Technische Geräte und so von Michael Eugster

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iPad 2

Die GUI («Graphical User Interface» oder auf Deutsch «Grafische Benutzeroberfläche») rückt in den Vordergrund. Immer mehr Geräte, die momentan auf den Mark kommen, versuchen aufgrund ihrer grafischen Benutzeroberfläche zu trumpfen. Gerade bei Geräten mit Touchscreen ist diese wichtiger denn je. Früher schaute man beim Handy noch genau, wie gut die technischen Daten aussahen, die Benutzeroberfläche war ziemlich egal (und – seien wir ehrlich – sie war damals echt kacke).

Wie konnte es dazu kommen, dass Smartphones wie das iPhone 4, das Galaxy S oder ganz andere Geräte sich auf dem Markt überhaupt etablieren konnte? Was bedeutet dem Kunden heute noch die Hardwarespezifikationen?

Gerätedesign


Bilder: Dell XPS 14 (Quelle: Engadget) und MacBook Pro (Quelle: Apple)

Das Gerätedesign ist ausserordentlich wichtig und kann entscheidend sein, warum man ein Gerät kauft (oder eben nicht). So kann ich es nicht verstehen, wie es Dell immer noch hinbringt, äussert hässliche Produkte auf den Markt zu bringen, wie der Dell XPS 14.

Ein solches Gerät würde bei mir nur schon aufgrund des hässlichen Designs nicht ins Haus kommen. Der Produktedesigner ist wohl noch im Jahr 2001 stecken geblieben… Als wirklich gute Gegenspieler im Vergleich zu diesem hässlichen Design muss man zwingendermassen Apple nennen oder auch die Vaio Notebooks von Sony (auch wenn diese nicht so ganz meinem Geschmack entsprechen).

Bei Smartphones ist das Gerätedesign auch wichtig, jedoch höre ich von vielen Leuten, dass der Gesamteindruck und die Bedienung stimmen muss (darauf komme ich im nächsten Abschnitt zur GUI nochmals zurück). Ich finde beispielsweise das Design vieler Smartphones (wie das Samsung Galaxy S) ziemlich hässlich und die Verarbeitung ist auch nicht immer gerade das Gelbe vom Ei. Aber über Design kann man sich ja bekanntlich streiten.

GUI

Was jedoch noch viel wichtiger ist, ist die GUI. Gerade bei einem Smartphone, das man praktisch immer bei sich hat, muss eine gute Bedienung her. Wem Symbian noch etwas sagt, der weiss, was eine schlechte GUI ist. Die erfolgreichen Geräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine einfache, benutzerfreundliche grafische Oberfläche bieten, die auch noch schön aussehen sollte.

Ich habe schon einige Geräte getestet und bin darum auch schon mit Android und iOS in Kontakt gekommen. Beide Betriebsysteme haben ihre Vor- und Nachteile. Das iOS von Apple zeichnete sich bei mir immer als das OS mit der flüssigsten Bedienung und der schönsten Oberfläche aus. Die grafische Oberfläche überzeugte sehr. Android ist da zwar auf sehr gutem Weg, jedoch vom sowohl Aussehen als auch von der Flüssigkeit der Bedienung noch nicht auf gleichem Level.

Es bleibt jedoch dabei, dass der Benutzer (und häufig auch ich selber) das Gerät in erster Linie gar nicht anhand seiner Hardware beurteilt, sondern anhand der Benutzeroberfläche, mit welcher er ja täglich zu tun hat. So hat Microsoft mit ihrem Betriebsystem für Smartphones einen interessanten Ansatz auf den Markt gebracht, HP bringt mit WebOS und dem TouchPad endlich einmal gutaussehende Konkurrenz in den Tabletmarkt. Doch schlussendlich muss die Oberfläche vor allem folgende Punkte erfüllen: Sie muss intuitiv sein, sich flüssig bedienen lassen, gut aussehen und vor allem dem Benutzer alle Funktionen zur Verfügung stellen, die er vom Gerät erwartet.

Und die Hardware?

Gutes Gerätedesign und tolles Betriebsystem sind erst die halbe Miete. Wenn die Hardware zu wenig Leistung bringt, ist das Benutzererlebnis ungenügend. Die Hardware bleibt wichtig, aber gerade bei Tablets und Smartphones geraten sie häufig in den Hintergrund. Es wird entscheidender, welche Plattform man mag, als die technischen Spezifikationen. Diese interessieren heute nicht mehr besonders gross.

Bei Computern kann ich diesen Trend jedoch (verständlicherweise) nicht erkennen. Dort zählt die Leistung noch viel mehr, je nachdem, was man macht. Der «0815-Benutzer», der jedoch nur einige Dokumente bearbeitet und im Internet surft, braucht heute keinen teuren, leistungsstarken Computer mehr und muss sich um diese Details auch keine Sorgen mehr machen. Hardware wird dann wieder zum wichtigen Punkt, wenn die Leistung auch wirklich benötigt wird (bspw. für Videobearbeitung, Gaming, etc.).

Und jetzt bitte in zwei Sätzen?

Auch wenn bei der Wahl des eigenen Computers noch immer genau auf die Innerein geschaut wird, rückt die Hardware für den Käufer bei anderen Geräten zunehmends in den Hintergrund. Beim Kauf von mobilen Geräten (insbesondere mit Touchscreen) ist das Benutzererlebnis (Betriebsystem, grafische Benutzeroberfläche, Anzahl vorhandene Apps für das Gerät) entscheidend und ist (abgesehen vom Faktor Geld) neben dem Produktdesign und der Hardware wohl der entscheidenste Punkt beim Produktkauf.

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Nexus S mit Android im Alltag

Veröffentlicht am 19.04.2011 » 6 Kommentare » Kategorie: Review, Technische Geräte und so von Michael Eugster

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Ich durfte im Rahmen der Swisscom-Expertengruppe das neue Nexus S von Google (bzw. Samsung, der Hersteller des Geräts) mit Android 2.3.3 testen. Für mich war das zum einen die Gelegenheit, einmal mit Android zu arbeiten und gleichzeitig eben auch meine Androidpremiere. Ich fand sowohl positive als auch negative Dinge, den vollständigen Bericht können alle unter 26-jährigen bald auf der Xtra-Zone nachlesen. Ich werde den Bericht nach Möglichkeit auch noch auf diesem Blog veröffentlichen, damit auch nicht-Swisscomkunden und Leute Ü26 den Bericht lesen können.

Drei Dinge muss ich aber noch loswerden:

Android-Apps sind hässlich. Sagt mir, was ihr wollt, aber bis jetzt fand ich praktisch keine Anwendung, die mich designmässig überzeugt hat (sogar Wunderlist – mit einem tollen Design auf praktisch allen Geräten – sah auf Android irgendwie crappy aus). Da hat Apple mit seiner GUI (, welche die Entwickler natürlich auch in ihre Apps einbauen können) eindeutig die Nase vorne. Oder wie erklärt ihr mir, dass gleiche Anwendungen von gleichen Firmen auf dem iPhone toll aussehen und auf dem Android-Betriebsystem einfach nur hässlich sind? Hier ein Beispiel anhand der Anwendung Meebo (Screenshot vom Android Gripes Blog):

Dies hat leider teilweise auch zur Folge, dass die grafische Oberfläche nicht besonders intelligent gestaltet wurde. Und da kommen wir zum zweiten Punkt: das iOS lässt sich viel flüssiger bedienen. Wer noch nie ein iPhone (bzw. ein Gerät mit iOS) in der Hand hatte, der wird sich nicht so sehr daran stören. Aber trotzdem fehlte mir bis jetzt immer der Überblick im Android-OS. Da häufig ein Hardware-Button ausserhalb des Displays für die Funktionen der Apps verwendet wird, hat man nie wirklich den Überblick, den man beim iOS hat. Das nervt extrem und man weiss nicht immer, wo genau man jetzt nach den Funktionen suchen soll.

Aber Android sticht Apples iOS mit Leichtigkeit, wenn es um ein gutes Benachrichtigungssystem geht. Die Push Notifications von Apples iOS sind super und sparen Akkulaufzeit (bei Android läuft das meines Wissens nach dem Pull-Prinzip, sprich das Gerät fragt immer nach, ob was Neues da ist). Was jedoch beim iOS komplett fehlt, ist eine gute Zentrale, die alle Push Notifications auch nach dem Wegtippen des Popups noch anzeigt. Einmal weggetippt, sind die Meldung für immer weg und bleiben höchstens noch als Zahl beim Symbol der Anwendung in Erinnerung. Da muss Apple nachbessern!

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