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Der Apfel im Spotlight: Viel Analysten- und Expertengeschwafel

Veröffentlicht am 08.10.2011 » 3 Kommentare » Kategorie: Apple, WWW von Michael Eugster

«Was wird jetzt aus Apple?» «Geht es nun abwärts?» «Apple ist nichts ohne Steve Jobs!» «Verkauft eure Apple-Aktien!» «Mit dem Verlust von Steve Jobs verliert Apple die innovativen Produkte!» «An die Perfektion und die liebe am Detail von Steve Jobs kommt niemand heran.» «Jetzt wird aus Apple eine Firma wie jede andere auch.»

Sätze wie diese waren in den Medien zur Genüge vorhanden. Viele Leute, die meinen, sie seien jetzt plötzlich der Apple-Experte. Na klar, oder? Jeder musste schon seinen Senf dazugeben, als Steve Jobs als CEO zurücktrat. Tragisch war dann jedoch der plötzliche Tod des Apple-Mitgründers, der leider an Krebs verstarb. Wenn ein solch schlimmes Ereignis durch die Welt geht wird aber auch viel geredet, jeder mausert sich selber zum tollen Experten. Ich musste ab und zu den Kopf schütteln, als ich Texte wie oben geschreiben gelesen hatte. Man liess Steve Jobs in eine Rolle des allwissenden Apple-CEOs schlüpfen, der uns «all diese weltverändernden, revolutionären Produkte gebracht hat». Als wäre es immer Steve selber gewesen, der die Produkte erfunden und entwickelt hat.

Klar, der Einfluss von Jobs war bestimmt noch gross und er hat einen grossen Teil zum Erfolg von Apple beigetragen. Die Firma mit dem angebissenen Apfel hat es schon immer verstanden, bereits vorhandene Dinge so zu verbessern, dass es die Masse auch verwenden kann. Neu erfunden hat man nicht unbedingt, man hat es vereinfacht und an die Masse gebracht, man hatte die richtigen Leute in der Firma, man kaufte die richtigen Firmen mit guten Ideen – kurz: man hatte eine Strategie, die man klar verfolgte.

Dies wird sich auch nicht ändern. Zwar war Steve Jobs mit seiner Detailverliebtheit und dem Sinn für das, was der Kunde kaufen möchte, in einer wichtigen Rolle, aber die Produkte werden jetzt nicht schlechter werden. Längst wurden intern Aufgaben an andere Personen übergeben, längst wurde geregelt, wer in Zukunft welche Aufgaben übernehmen wird. Er soll sogar Pläne für neue Produkte in den nächsten vier Jahren hinterlassen haben.

Es wird sich kurzfristig nicht viel ändern bei Apple. Die Firma hat sowieso einen Kurs angesteuert, der anders ist, als er früher war. Früher war man eher der Aussenseiter, man war das, was Apple damals unter dem Slogan «Think Diffrent» verstand. Heute wird jedoch eine viel grössere Masse angesprochen und Apple ist mittlerweilen sowas wie ein Lifestyle, weshalb die Produkte auch entsprechend der neuen Kundengruppe entwickelt werden. Sonst wird sich die Firma nicht gross ändern. Es werden weiterhin Produkte kommen, die (angeblich) die Welt «revolutionieren». Nächstes Jahr wird ein neues iPhone vorgestellt und viele andere Dinge.

Abwärts? Abwärts geht es mit Apple nicht. Ich behaupte sogar, dass Apple in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird. Und eure Apple-Aktien dürft ihr getrost behalten.

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Ski Challenge – gähn!

Veröffentlicht am 23.11.2010 » 2 Kommentare » Kategorie: Technische Geräte und so von Michael Eugster

Halbpatzige Grafik, ein Spielerlebnis, das bei mir gerade einmal Müdigkeit hervorruft und eine lahme Bedienung, die mich gähnen lassen. Wie es der Winter so will, kommt da auch das Kultspiel Ski Challenge wieder und stellt sich kostenlos zum Download. Und ich kann immer noch nicht verstehen, was daran so toll sein soll. Klar, man kann die gleichen Strecken fahren, die nachher auch bei echten Rennen zum Zug kommen. Aber irgendwie reichte dies bei mir niemals für den sogenannten «grossen Kick».

Wie auch immer. Dieses Kultspiel wird wieder Millionen von Spielern weltweit haben, die sich für dieses Spiel begeistern. Und wer seine Leidenschaft und sein Können in diesem Spiel wiederentdeckt, gewinnt ja vielleicht einen Preis bei der sechsten Ausgabe dieses Spieles. Mich habt ihr auch dieses Jahr ganz sicher nicht dabei.

Vielleicht mag es daran liegen, dass mich diese Sportart ungefähr so wenig interessiert wie Unihockey, Fussball oder Basketball. Vielleicht mag es auch daran liegen, dass ich bei einem Spiel mehr Ansprüche an den Tag lege, was die Grafik betrifft. Oder sonst was, denkt euch was aus. Ich finds im Gegensatz zu Sascha einfach nur gähn.

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