Kulinarische Tiefflüge und Party im Gummihals-Mallorca

Geschrieben am 03.07.2011 um 15:40 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Reisen.

Alle fünf Minuten kommt ein ganzer Car fauler Touristen an, die alle nur etwas möchten: feiern und auf der faulen Haut liegen. Das ist El Arenal (oder in unserer Deutschen Sprache: S’Arenal). El Arenal ist die typisch Feriendestination und bekannt für den Massentourismus. Man merkt das auch sehr schnell, denn alles ist überfüllt, (nach meinem Empfinden) ziemlich überteuert und auf Touristen ausgerichtet. Dass wir als Abschlussreise eine Reise nach El Arenal in Mallorca (in der Nähe von Palma) gemacht haben, passt wunderbar ins Konzept – wir waren typische Touristen.

Hinreise und Hotel

Wir reisten an einem Samstagmorgen nach Basel Mulhouse zum Flughafen, um von dort nach Palma zu fliegen. Wir waren selbstverständlich auch nicht die einzige Abschlussklasse und einige Gesichter sah man dann später in Mallorca wieder. Nach einem relativ kurzen Flug mit kleinen Turbulenzen angekommen in Palmas Flughafen, konnte man mit dem von TUI gleich mitorganisierten Car direkt zum Hotel tranpsortiert werden. Es war ja klar, dass wir die letzten waren, die raus konnten. Aber «Who Cares?», oder? Wir hatten schliesslich Ferien und darum war uns das ziemlich egal.

Beim Hotel Luna / Tropical Park angekommen gabs dann erstmal einen blauen Bändel um den Arm, damit wir auch immer schön gekennzeichnet waren für unser All-Inclusive-Dings. Das Zimmer war klein, geräumig, augestattet mit Bett, Komode, Schrank, Stühlen, Bad & Dusche, TV und Balkon und wurde jeden Tag geputzt. Wir machten uns aufgrund der zum Teil schrecklichen Bewertungen bei holidaycheck auf das Schlimmste gefasst, wurden dann jedoch eigentlich positiv überrascht.

Das Essen. Ja, das liebe Essen. Das war so ne Sache, denn eigentlich war das Buffet sowohl morgens als auch mittags und abends immer sehr gross und reichhaltig, aber man merkte schnell, dass die Esswaren nicht von der gewohnten Qualität waren, wie man sich das halt von der Schweiz teilweise gewohnt ist. Es schmeckte also nicht schlecht, aber auch nicht so dass man es einem Kollegen als «gutes Essen» weiterempfehlen würde, vor allem bei der Würze und beim Fleisch war ich nicht so ganz zufrieden, aber für den totalen Preis für das Angebot war es allemal mehr, als ich mir erwartet hätte. Und auch wenn das Hamburgerfleisch und das verwendete Öl am Pool nicht unbedingt toll aussah, konnte man es ohne Probleme essen.

Die Pool- und Hotelbar waren mit verschiedensten Dingen ausgestattet (oder halt dem günstigen lokalen Alkohol, den man hier nicht wirklich kennt), aber auch damit konnte man ohne Probleme zufrieden sein. Man musste nie extrem lange anstehen und gespart wurde beim Mischen auch nicht.

Soll heissen: Ich war ganz zufrieden mit dem Hotel, aber ein zweites Mal würde ich es wohl nicht besuchen. Dann doch lieber mit einer Gruppe von Leuten hier auf Mallorca ein Ferienhaus mieten, mit eigenen Pool versteht sich. Da hatt man dann vieleicht mal etwas Ruhe vor den Massen an Touristen und kann sich selbst verpflegen. Denn eines ist klar, gesund gegessen habe ich wohl nicht wirklich (auch wenn ich mir auch ab und wann einen ganzen Teller Salat gefüllt habe).

Muss man gesehen oder erlebt haben:

Naja, müssen tut man im Urlaub gar nichts. Aber wenn man schon mal in El Arenal bei Mallorca ist, kann man durchaus auch einmal gut essen und zwar nicht nur billige Qualität, sonder etwas günstiges, gutes, wo man garantiert auch einen vollen Magen voll gutes Essen hat. Das Restaurant «Del Sol» hat uns das genau geboten. Von der Bedienung hätte sich manch ein Restaurant ein Stück abschneiden können und nur weil es ein wenig versteckt zwischen den Läden ist, ist es nicht minder beliebt oder weniger gut.

Ansonsten kommt man günstig in ein Alpamare-ähnliches Ding namens Aqualand. Anscheinend der grösste Wasserpark in Europa. Kleiner Tipp: Druckt euch von der Homepage einen Gutschein aus, falls ihr dort vorbeigeht und mietet euch dort kein Gummiboot, denn die erhält man durch anstehen auch gratis und die cooleren (schnellen) Bahnen sind sowieso ohne Boot.

Ausgang: Wer auf Schlager steht, ist im MegaPark am rechten Fleck, wer auf etwas modernere Musik à la Charts steht findet im Paradies einen tollen Club. Sonst macht ihr einfach eure eigene Strandparty.

Der Strand ist übrigens nicht besonders schön. Das Sonnenbrandpotential ist relativ gross und am Anfang des Sandstrandes stinkt es manchmal schon ein bisschen. Jänu. Reicht zum chillen.

Übrigens spricht dort die halbe Welt Deutsch. Darum auch der Titel… Wollt ihr einen der gefühlten tausend Promoter, die euch dort anquatschen loswerden, könnt ihr also gerne mal Französisch auspacken, wurde bei uns ein Running Gag… :D

Zurückgereist…

…sind wir dann am Donnerstagmorgennach zwei Stunden Schlaf. Da wird man gerne in aller Hergottsfrühe aus den Federn gerissen und wartet dann eine halbe Stunde oder so auf den Car. Schlafen kann man ja nach einem Flug mit nur kleinen Turbulenzen (nichts nennenswertes) und einer zweistündigen Zugfahrt von Basel aus ja noch zu Hause. Am selben Nachmittag erfuhren wir dann übrigens auch die Ergebnisse unserer Maturaprüfungen. Die kennt ihr ja schon.

Fragen?

Fragt mich einfach, ich werd euch schon meine Meinung kundtun oder vielleicht noch einen Tip geben können. Vielleicht auch nicht. ;-) Wo hat eure Abschlussreise hingeführt?

Kulinarische Reise durch Berlin

Geschrieben am 30.09.2010 um 15:45 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Reisen.

Wo isst man gut in Berlin? Diese Frage haben wir uns auch gestellt und ab und zu hat mir dabei der Guide von OffMaps auf meinem iPhone geholfen, ansonsten waren wir spontan genug, einfach ein Restaurant zu besuchen. Hier zeige ich euch meine kulinarische Reise durch Berlin mit einigen Tipps.

Kaffee war zwar ein fester Bestandteil meiner Ernhärung in Berlin, doch er war nicht immer gleich gut und es gab noch viele andere Dinge, die ich in Berlin gegessen oder getrunken habe. Der Capuccino im Cafe Einstein schmeckte super, sah toll aus und kostete auch entsprechend viel. Ein Brötchen mit Fisch musste ich mir dann aber schon noch gönnen und da das Auge ja bekanntlich mitisst, musste ich ein Bild machen. Denn es schmeckte nicht nur vorzüglich, sondern sah auch noch so aus:

Wenn ich schon über Berlin als Stadt der Currywurst blogge, muss ich das auch einmal kosten. Am Hauptbahnhof versuchte ich mich also an dieser Speise, die für mich zwar interessant schmeckt, aber nicht gerade der Brüller war. Ich muss wohl wieder einmal nach Berlin gehen und an einem anderen Ort Currywurst essen.

Doch was wär ein Besuch in Berlin ohne Fastfood? Wir haben natürlich gleich einmal alle möglichen Anbieter besucht. McDonalds, Burgerking, KFC, Subway… man kennt sie und mag sie zwischendurch gut. KFC fand ich wirklich super (Fried Chicken sind halt cool!) und Subway bot mir auch Kaffee an, da sage ich nicht nein:

Wir setzen uns das Ziel, jeden Tag an einem anderen Ort zu essen. Dies gelang uns auch recht gut, ausser dass wir den Subway gleich zwei Mal beglückten. Der kulinarische Höhepunkt unserer Reise war für mich aber das Chinarestaurant (sorry, ab jetzt nur noch iPhonemässige Qualität der Fotos):

Was hier etwas dunkel beleuchtet ist, war einfach nur köstlich. Jeder Bissen von dieser Ente war einfach nur ein Höhenflug im Schlaraffenland, die Nudeln auch super und der Bambusschnaps zum Abschluss eine neue Geschmackserfahrung. Das China Restaurant mit dem einfachen Namen «China-City Restaurant» an der Leipziger Straße in Berlin kann ich jedem nur empfehlen – sowohl preislich als auch geschmacklich.

Noch zwei weitere Tipps habe ich euch auf Lager. Das erste ist eine absolut tolle Dönerbude namens «Bagdad Restaurant» an der Schlesischen Straße 2:

Bei unserer Stadtrundfahrt hat unser Berliner Mann uns erzählt, dass es hier die besten Döner gibt. Sogar Peter Fox hat in seinem Song «Schwarz zu Blau» über diese Bude gesungen:

Ich hab n’ dicken Kopf, ich muss n’ Saft haben
Ich hab dringlichen Bock auf ‘Bagdads Backwaren‘!
Da ist es warm, da geb ich mich meinen Träumen hin
Bei Fatima, der süßen Backwarenverkäuferin

Und mit den Bagdads Backwaren ist genau dieser Schuppen gemeint, wo der Döner nicht mit dem bei uns üblichen Weissbrot serviert wird, sondern mit einem knusprigen, leckerem Brot. Und wer noch etwas mehr zu diesem Ort wissen will, soll sich doch mal den Artikel der Berliner Zeitung lesen.

Der letzte Tipp ist ein Indisches Restaurant in Berlin Kreuzberg. Es nennt sich «Arman» und ist ein echt tolles Restaurant mit vorzüglichem Essen zu einem tollen Preis. Falls ihr also mal am Mehringdamm 45 vorbeikommt, einfach einmal reinsetzen und geniessen. Sowieso kann man in Berlin Kreuzberg zu bezahlbaren Preisen international essen gehen.

Und wenn wir müde vom Rumlaufen und Dinge anschauen waren, setzen wir uns natürlich ab und zu auch mal in den Starbucks, genossen gemütlich Kaffe und gratis WLAN.

Ihr seht, wir haben viele Dinge gegessen und noch lange nicht alles probiert, was man probieren könnte.

Nur mal wieder zur Erinnerung: Das Copyright der Bilder liegt in meinen Artikeln immer bei mir, sofern nichts anderes vermerkt ist.

Das Schaf im Wolfspelz

Geschrieben am 09.07.2010 um 19:25 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Life.

Egal, was ihr über ihn denkt, er ist wohl einer der glücklichsten Menschen, die die Schweizer Bloggerszene so zu bieten hat. Er lacht viel und macht sich ein Leben wirklich so, dass es ihm auch passt und gefällt. Und das gefällt mir irgendwie. Die Rede ist wirklich vom @_annubis_ mit seinem Blog annu.biz. Der frechste Blogger der Schweiz zeigte sich am vergangenen Mittwochabend von seiner Reallifeseite. Er sagt auch im richtigen Leben, was er denkt, doch eigentlich ist er ganz nett und erfrischt die Gespräche durch sein Lachen und seine frechen Sprüche.

Doch der Reihe nach; Wir Blogger sind ja anscheinend spontan. Und so spontan wie ich war, habe ich auch Julian (@pixelpress_ch) getroffen und meinen Körper bei den Drei Weieren etwas eingebräunt und einige Muskel durch Schwimmen angebaut. Natürlich war auch unser @_annubis_, im richtigen Leben auch ab und zu Eric genannt, spontan und traf uns in St. Gallen auf dem Marktplätzli.

Bei (für einen Schülerbudget) teurem Essen und Getränk wurden erste Gespräche geführt und Informationen, Neuigkeiten und Ideen ausgetauscht. Was mir sofort aufgefallen ist: Annubis mag es, anderen (besonders dann wenn gerade nichts gesagt wird) tief in die Augen zu schauen. Wahrscheinlich will er damit die Person etwas verunsichern und genau mustern und ihr Verhalten beobachten und sich danach innerlich darüber amüsieren ;).

Auf jeden Fall war es interessant, hat Spass gemacht und ich war eigentlich gar nicht mehr so scharf darauf, das iPad zu testen, weil ich es ja schon einmal befingern konnte, aber Julian durfte zuerst ne Runde sabbern, bis er es dann auch mal anschauen und als grossen Bilderrahmen mit geiler Grafik bezeichnen konnte.

So schliesse ich nun ab und darf wieder einmal sagen, dass es interessant ist, andere Leute zu treffen und kennenzulernen, die man vorher nur online «kannte». Social Media + Real Life halt!

P.S.: Das Schaf im Wolfspelz ist natürlich @_annubis_ – er ist ja eigentlich ein ganz Lieber xP

Das grosse Fressen

Geschrieben am 04.04.2010 um 18:48 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Life.


Foto von User a_kep via flickr.
An Ostern feiern wir ja die Auferstehung von Jesus Christus. Früher hat man in gewissen Ländern vorher gefastet und an Ostern dann üppig gegessen. Man hat dann sehr nahrhafte Dinge gekocht und zu sich genommen. Nun, gefastet wird heute wahrscheinlich nicht mehr so wirklich oder nur von sehr gläubigen Leuten, die Speisen blieben jedoch. Darum habe ich den Titel auch so gewählt. Man kann Ostern auch ohne weiteres mit «Das grosse (Fr)Essen» betiteln. Man isst üppig und gut, vielleicht sogar noch auswärts. Das gefällt den Restaurantbetreibern (zumindest finanziell) natürlich und die Familien essen auch gerne mal etwas gutes.

Ich für meinen Teil verbrachte den Ostersonntag wie schon so oft bei der Grossmutter, die auch die traditionelle Osterspeise Passcha kochte. Dies macht sie jedes Jahr so und jedes Jahr mag sie auch wieder erzählen, warum man das so nahrhaft gemacht hat und woher es kommt. Nun, Passcha kommt aus Russland und beinhaltet viele tolle Dinge, die einem den Magen rasch füllen: Quark, Zucker, Butter, Mandeln, Trockenfrüchte, Eier,… – alles sehr mastig. Es schmeckt jedes Jahr wieder super und das Essen drum herum ist auch toll.

Doch irgendwie finde ich es bei solchen Essen meist recht schade, dass man so viel isst. Man mag nicht wirklich so viel essen und doch tut man es. So kann man das Essen doch gar nicht so geniessen. Ich selber hätte lieber etwas weniger viel (portionenmässig) oder weniger viel verschiedene Dinge. So könnte man nämlich auch jedes Ding wirklich geniessen und nicht einfach sozusagen aus Anstand essen. Dies war heute zwar nicht unbedingt so, aber man hatte danach bestimmt keinen Hunger mehr (für den Rest des Tages).

Dasselbe gilt natürlich auch bei anderen Anlässen, wo man gerne mal etwas mehr und auswärts isst. Gerade an Anlässen wie Weihnachten, Hochzeitsessen, Geburtstagsfeiern, Silvester und co. isst man häufig sehr viel. Ist das denn nötig? Ich mag das Gefühl gar nicht, wenn man so wirklich satt ist und nix mehr essen mag. Warum isst man nicht einfach etwas weniger, weniger Gänge, etc.? Meiner Meinung nach geniesst man heute die Dinge selten, sondern isst häufig entweder schnell, schnell etwas (Fastfood-Prinzip) oder dann auch einfach sehr viel an besonderen Anlässen.

Darum mein Vorschlag: Reduce to minimum, dafür gut und geniessen. (Was für ein Satz xD).

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Mjamm

Geschrieben am 03.02.2010 um 13:37 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Fotografie, Life.

Da ich gerade eine Woche Ferien habe und jemand kochen musste, hab ich das nun wieder einmal übernommen und meine Kochkünste wieder etwas ausprobiert. Ich hatte vor, einen kleinen Video à la shibby zu machen, aber das ist mir dann irgendwie nicht so geglückt. Also drüft ihr euch heute mit zwei Bildern begnügen und ich wünsche euch noch nachträglich «en guete» ;).

Das Teil hier nennt sich «Maispizza» und beinhaltet nicht sehr viele Zutaten (Polenta, Maiskörner, Pelati, Karotten, Feta, Oliven, Reibkäse, und etwas Gewürz), schmeckt aber eigentlich noch recht gut.

Gruss,
Michael

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