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Eine Weihnachtsgeschichte

Veröffentlicht am 27.12.2011 » 1 Kommentar » Kategorie: Poetext, Quatschstory von Michael Eugster

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Keuchend bleibt Sophia stehen. Irgendwie hat sie sich die Vorweihnachtszeit anders vorgestellt. Übrigens heisst Sophia gar nicht unbedingt Sophia. Ihr Name könnte ein x-beliebiger anderer Name sein. Ein hässlicher Name würde wohl besser zu ihr passen. Hildegard. Ulrike. Klothilde. Uwe. Oder so. Aber bleiben wir vorerst mal bei Sophia, denn die Geschmäcker bei schlechten Namen gehen so weit auseinander, dass wir einfach einen anderen Namen nehmen für diese Geschichte.

Da steht sie also, schweisstriefendes Gesicht und selbstverständlich hat sie noch nicht alle Geschenke. Da fehlt noch eins. Mindestens. Zumindest kann sie sich nur an ein Fehlendes erinnern, wird sich dann zu Hause die Hände an die Stirn werfen und merken, dass da noch eines gefehlt hat. Doch jetzt muss zuerst mal ein Geschenk für den Vater her.

Doch was schenkt man einem Vater? Ein Gutschein ist zu plump, ein Kasten Bier wär zwar ideal, aber da hätte die Mutter nicht so viel Freude daran. Kinogutschein? Ach, auch ein Gutschein – plump. «Vielleicht ein Pack Spaghetti?», denkt Sophia und grinst dabei. Ihr Humor war schon immer eine Sache für sich, aber wir wollen jetzt nicht abschweifen in dieser Geschichte.

Sie geht weiter. Schaufenster voller Schokolade, Pralinen, Weihnachtskreationen. Schaufenster, geschmückt mit Glitzer, mit Lampen, mit künstlichem Schnee. Alles glänzt und strahlt, eine perfekte Weihnachtsillusion, damit Leute wie Sophia möglichst viel Geld in die Kasse der Geschäfter spülen. Da eine fünfstöckige Torte aus Vanilleeis, dort ein Stand mit Glühwein und an der anderen Ecke überteuerte «Heisse Maroni» vom italienschen Mann, der um die Wette grinst, als gäbe es keinen Morgen.

Alles scheint perfekt, alle scheinen sich zu freuen. Aber, ich hoffe ihr habt es nicht schon vergessen, Sophia hat ja noch kein Geschenk für ihren Vater. «Wie wärs mit einer Flasche des besten, alten Irish Whiskeys im Laden nebenan?» Die Antwort auf diese Frage beantwortet schon ein kurzer Blick ins Portemonnaie. Sie heisst: «Nope».

So geht sie weiter. Sternchen an den Fenstern, Glitzerzeug an den Fichtenbäumen, künstlicher Schnee in den Schaufenstern. Es will einfach nicht aufhören.

Da sticht ihr plötzlich ein Geruch in die Nase und sie realisiert: Das muss sie unbedingt haben. Koste es, was es wolle – Moment! Nicht ganz. Da wäre ja noch ihr schlankes Portemonnaie. Aber lassen wir das für ein Mal. Es ist ja schliesslich schon bald Weihnachten und da soll man nicht knausrig sein. Es riecht nach Zimt. Ein Geruch, der dich verführt, in andere Welten bringt. Jaaa, es riecht so gut. Sie bleibt stehen und hat plötzlich ein perfektes Geschenk für ihren Vater. Da kann er sich selber was Tolles zusammenmischen. Ein Kaffee mit Zimtgeschmack und einem Schuss Whiskey, der ja sowieso bei ihm rumsteht.Warum also sich die Mühe machen und einen Whiskey kaufen?

Sie kramt ihr letztes Geld hervor und kauft sich die Zimt-Kräutermischung, lässt es noch hübsch einpacken. «So, das wäre mal geschafft», denkt sie sich und macht sich endlich auf den Weg nach Hause.

Eine Tasse mit heissem Kaffee, das hat sie sich jetzt verdient. Sie freut sich schon auf die strahlenden Gesichter ihrer Eltern, ihres Bruders. Gerade möchte sie sich schlafen legen, als ihr Telefon zu klingeln beginnt.

«Was fällt dir eigentlich ein, an Weihnachten nicht aufzutauchen?», klingt es aus dem Hörer.

Das Display zeigt das Datum.

27. Dezember.

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Das perfekte Geschenk

Veröffentlicht am 25.03.2010 » 1 Kommentar » Kategorie: Life von Michael Eugster

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«Was wünschst du dir?» Eine Frage, die man meist gerne beantwortet, zumindest wenn man jung ist. Je älter man ist, desto weniger sicher ist man sich bei dieser Antwort, denn vieles hat man bereits erhalten oder selber angeschafft. Die Frage zu beantworten wird immer schwieriger und das macht es für denjenigen, der einem etwas schenken will nicht gerade einfacher.

Ich habe ja bereits einmal über Geschenke geschrieben, als wir gerade den Valentinstag hatten. Ich fand damals, dass man sich doch besser einfach spontan etwas schenken sollte, nicht einfach nur auf einen solchen Anlass hin.

Und schnell komme ich auch noch auf weitere Gedanken, denn morgen feiere ich meinen 17. Geburtstag und an diesem Tag werde ich wohl auch einige Geschenke erhalten. In diesem Beitrag versetze ich mich jetzt aber mal in die Position des Schenkenden.

Gibt es das perfekte Geschenk? Ich denke nicht. Ein Geschenk ist etwas sehr individuelles und so schenken verschiedene Leute auch verschiedene Geburtstagsgeschenke. Die einen mögen etwas, wo sie zusammen mit Kollegen einen tollen Tag erleben können, der noch lange in den Erinnerungen verbleiben wird, also Dinge, die z.B. Jollydays anbietet. Ein Tag mit unvergesslichen Erlebnissen. Andere schenken gerne kleine Dinge, wie vielleicht eine CD oder einfach nur eine Rose. Wiederum gibt es solche, die gerne etwas wie Kopfhörer oder ähnliches in diesem Rahmen schenken.

Also fragt man sich, was denn nun das perfekte Geschenk ist. Meiner Meinung nach ist das perfekte Geschenk ein Geschenk, das man schenkt, weil man es will und nicht weil man irgendwie muss. Also ein Geschenk aus Freude, ein Geschenk von Herzen und kein Geschenk aus Zwang. Und egal wie klein oder gross das es auch ist, jede Überraschung macht Freude!

Und so freue ich mich immer wieder auch über kleine wie grosse Dinge oder vielleicht einen netten Brief. Es tut halt einfach gut, wenn man weiss, dass jemand an einen denkt. Es tut, wenn man weiss, dass jemand schenkt, weil er es gerne will.

Schenkt also von Herzen und mit Freunde, wenn ihr etwas schenkt. Es wird bestimmt wieder zurückkommen!

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