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Neues Online-Newsportal watson

Veröffentlicht am 25.01.2014 » 2 Kommentare » Kategorie: WWW von Michael Eugster

watson

Auf diese Newsseite habe ich mich wirklich gefreut. Endlich eine Alternative zu den bestehenden Newsseiten, wie 20min, blickamabend oder blick.ch. Sie heisst: watson!

Watson macht bereits jetzt einiges richtig

Abgesehen vom sensationell schlichten Design, welches auch auf dem Smartphone hervorragend funktioniert, hat watson einiges begriffen, was gängige Newsportale der Schweiz noch nicht gecheckt haben.

Der Launch war hervorragend. Über twitter «gwundrig» machen, ein tolles Team finden, Website mit Liveticker online schalten. Nice.

Wenig Schnickschnack. Viel Bilder. Stories. Gute Einbindung der Social Media Kanäle. Gute Einbindung von Youtube-Videos. Eine grossartige Kooperation mit Spiegel Online. Konsequent online-only. Sich nicht zu schade sein, auch andere Newsseiten zu verlinken. Quellenangaben richtig verlinken.

Ich wünsche watson viel Erfolg. Ich bin gespannt, wie sich diese Branche weiterentwickelt und bin überzeugt, dass watson eine tolle Schiene gewählt hat.

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Wie die Wiler Zeitung entsteht – begleitet von der Kamera bei Tag und Nacht

Veröffentlicht am 04.11.2011 » 9 Kommentare » Kategorie: Film, rausgepickt von Michael Eugster

Wiler Zeitung

Es war eine der Erlebnisse und Gelegenheiten, die man nicht immer mal wieder hat. Fürs FürstenlandTV begleitete ich sozusagen die Entstehung der Wiler Zeitung von der Redaktion über den Druck bis zur Verteilung an die verschiedenen Haushälte. Hier in diesem Blogbeitrag möchte ich meine Erlebnisse, interessante Dinge und natürlich den Videobeitrag mit euch teilen.

Redaktion

Bewaffnet mit der Kamera begann ich auf der Redaktion der Wiler Zeitung in Wil mit den Dreharbeiten. Da der Videobeitrag nur wenige Minuten sollte, konnte ich natürlich nicht alle Details mit reinnehmen. Hier erläutere ich es etwas ausführlicher:

Auf der Redaktion entstehen die Beiträge, die man am nächsten (oder übernächsten) Tag in der Zeitung liest. Dazu gibt es jeden Morgen eine Telefonkonferenz, Themen werden zugeteilt, man spricht sich ab, man reist an die verschiedenen Orte und macht sich Notizen, sammelt Informationen, macht Bilder.

Vollbepackt mit den Informationen kommt der Journalist an seinen Arbeitsplatz und schreibt den Artikel. Hierzu gehören verschiedene Prozesse, die ich hier nicht ausführlicher aufführe. Ist der Text ready, werden die Seiten bei einer Blattkritik besprochen. Fehler und Kritik der Mitarbeiter fliessen hier natürlich ein. Die fertigen Artikel werden anschliessend an ein Korrektorat gesendet, welche den Text sowohl inhaltlich als auch formal (Rechtschreibung, Absätze, etc.) prüfen. Bilder werden für den Druck nachbearbeitet und für den Druck optimiert. Erst, wenn alles perfekt ist, werden die Druckdaten ins Tagblatt Druckzentrum nach Winkeln gesendet.

Druckzentrum

Im Druckzentrum kommen diese Daten auf dem Computer an und eine Maschine erstellt automatisch eine Druckplatte, die gleich vor Ort belichtet und entwickelt wird. Pro Seite werden vier Druckplatten belichtet, da man grundsätzlich mit vier Grundfarben CMYK (Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key als Farbtiefe) druckt. Diese Platten setzen die Drucker in die Walzen der Druckmaschine ein.

Los geht der Druck! In einem Affentempo (tolles Wort, gell?) laufen die Papierbahnen über eine riesige Druckmaschine mit 6 Drucktürmen und 48 Druckwerken. Jetzt kommen übrigens einige Zahlen, die man vielleicht mehrmals durchlesen muss, bis man sie etwas verinnerlicht hat ;-). Zum Beispiel wie man von 6 Drucktürmen auf 48 Druckwerke kommt: Pro Turm kann man sozusagen ein Blatt bedrucken. Dazu braucht man die 4 Grundfarben und weil man beidseitig drucken möchte, braucht man diese Grundfarben gleich noch einmal. Das macht nach Adam Riese (4 + 4) x 6 = 48 Druckwerke.

Weiter Zahlen und Fakten zur Druckmaschine (darf man überspringen, ist aber ziemlich krass): Im Tagblatt Druckzentrum wird pro Jahr für alle Ausgaben des Tagblatts (nicht nur die Wiler Zeitung, sondern alle Regionen) 15’000 Tonnen Papier bedruckt. Eine riesige Menge! Dafür wird auch viel Farbe benötigt, denn pro Jahr wird 65 Tonnen Farbe auf Papier gedruckt. Und nochmals eine grosse Zahl: ca. 130 Mio. Zeitungsexemplare werden pro Jahr gedruckt.

Für die ~14’500 Exemplare der Wiler Zeitung braucht diese Maschine übrigens gerade einmal eine halbe Stunde:

Wiler Zeitung im Tagblatt Druckzentrum

Genug der Zahlen. Die fertig gedruckten und gefalteten Zeitungen werden entweder gleich weiter zum Versand geschleust (natürlich vollautomatisch) oder in ein Zwischenlager verfrachtet. Der Lokalteil der Wiler Zeitung wird beispielsweise zuerst gedruckt und auf riesigen Rollen aufgewickelt. Später, etwas nach 23.00 Uhr wird der Hauptteil und die Titelseite gedruckt, beide Teile zusammengeführt und in den Versand geschickt.

Die Zeitungen werden durch eine grosse Halle an einer Art Förderband aufgehängt und gelangen durch einen für den Betrachter ziemlich kompliziertes System an den richtigen Ort, wo die richtige Anzahl Zeitungen gebündelt und adressiert auf ein Förderband gelangen, wo sie dann (hier sogar mit Personal) sortiert werden. Ein Teil gelangt dann in die Lieferwägen und wird zum Beispiel von der Prisma verteilt, ein anderer Teil wird mit der Post geschickt.

Versand

Ganze Paletten von Zeitungen werden in die Lieferwagen gepackt. Dort wird nochmals umsortiert, damit die Fahrerin an den Depotstellen gleich die richtigen Bündel ausladen kann. Übrigens kann es hier beim Einladen zu Verspätungen kommen. Praktisch nie ist der Druck im Druckzentrum daran schuld, das klappt mittlerweile wie geschmiert (sie dürfen es ja auch täglich machen). Für Verspätungen sorgen meist externe, die noch den Tagi oder die NZZ ins Druckzentrum. Diese werden nämlich auch gleich mit der Wiler Zeitung ausgetragen. Ungefähr um 2.30 am Morgen fährt der beladene Lieferwagen ab – in meinem Fall in Richtung Bichwil.

Verteilung

In Bichwil angekommen lädt die Fahrerin die Zeitungen an einer sogenannten Depotstelle ab. Dort werden Zeitungen geschützt vor Wind und Wetter abgeladen, damit der Verträger diese vor Ort an die Briefkasten verteilen kann. Bis 6.30 müssen übrigens alle Zeitungen verteilt sein (ein harter Job, wenn man die Arbeitszeiten und auch jedes mögliche Wetter bedenkt). Für mich endete die Reise mit der Zeitung vor den ersten Briefkästen in Bichwil, etwas nach 3.00 Uhr. Nach einem Arbeitstag und anschliessend nochmals einer von ca. 21.30 bis ca. 4.00 Uhr am Morgen war ich dann doch froh, mich in mein Bett legen zu können. Und alle Freunde der Printzeitung durften auch an diesem Donnerstagmorgen bereits pünktlich ihre Zeitung lesen. Dass so viel Aufwand dahinter steckt (und ich habe noch längst nicht alle Details niedergeschrieben), merkt man dann eigentlich nicht.

Videobeitrag

Und hier ist also nun mein vierminütiges Baby, wo ihr einen Eindruck dieser Arbeit erhält. Enjoy!


Internet TV

Signatur

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Der Apfel im Spotlight: Viel Analysten- und Expertengeschwafel

Veröffentlicht am 08.10.2011 » 3 Kommentare » Kategorie: Apple, WWW von Michael Eugster

«Was wird jetzt aus Apple?» «Geht es nun abwärts?» «Apple ist nichts ohne Steve Jobs!» «Verkauft eure Apple-Aktien!» «Mit dem Verlust von Steve Jobs verliert Apple die innovativen Produkte!» «An die Perfektion und die liebe am Detail von Steve Jobs kommt niemand heran.» «Jetzt wird aus Apple eine Firma wie jede andere auch.»

Sätze wie diese waren in den Medien zur Genüge vorhanden. Viele Leute, die meinen, sie seien jetzt plötzlich der Apple-Experte. Na klar, oder? Jeder musste schon seinen Senf dazugeben, als Steve Jobs als CEO zurücktrat. Tragisch war dann jedoch der plötzliche Tod des Apple-Mitgründers, der leider an Krebs verstarb. Wenn ein solch schlimmes Ereignis durch die Welt geht wird aber auch viel geredet, jeder mausert sich selber zum tollen Experten. Ich musste ab und zu den Kopf schütteln, als ich Texte wie oben geschreiben gelesen hatte. Man liess Steve Jobs in eine Rolle des allwissenden Apple-CEOs schlüpfen, der uns «all diese weltverändernden, revolutionären Produkte gebracht hat». Als wäre es immer Steve selber gewesen, der die Produkte erfunden und entwickelt hat.

Klar, der Einfluss von Jobs war bestimmt noch gross und er hat einen grossen Teil zum Erfolg von Apple beigetragen. Die Firma mit dem angebissenen Apfel hat es schon immer verstanden, bereits vorhandene Dinge so zu verbessern, dass es die Masse auch verwenden kann. Neu erfunden hat man nicht unbedingt, man hat es vereinfacht und an die Masse gebracht, man hatte die richtigen Leute in der Firma, man kaufte die richtigen Firmen mit guten Ideen – kurz: man hatte eine Strategie, die man klar verfolgte.

Dies wird sich auch nicht ändern. Zwar war Steve Jobs mit seiner Detailverliebtheit und dem Sinn für das, was der Kunde kaufen möchte, in einer wichtigen Rolle, aber die Produkte werden jetzt nicht schlechter werden. Längst wurden intern Aufgaben an andere Personen übergeben, längst wurde geregelt, wer in Zukunft welche Aufgaben übernehmen wird. Er soll sogar Pläne für neue Produkte in den nächsten vier Jahren hinterlassen haben.

Es wird sich kurzfristig nicht viel ändern bei Apple. Die Firma hat sowieso einen Kurs angesteuert, der anders ist, als er früher war. Früher war man eher der Aussenseiter, man war das, was Apple damals unter dem Slogan «Think Diffrent» verstand. Heute wird jedoch eine viel grössere Masse angesprochen und Apple ist mittlerweilen sowas wie ein Lifestyle, weshalb die Produkte auch entsprechend der neuen Kundengruppe entwickelt werden. Sonst wird sich die Firma nicht gross ändern. Es werden weiterhin Produkte kommen, die (angeblich) die Welt «revolutionieren». Nächstes Jahr wird ein neues iPhone vorgestellt und viele andere Dinge.

Abwärts? Abwärts geht es mit Apple nicht. Ich behaupte sogar, dass Apple in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird. Und eure Apple-Aktien dürft ihr getrost behalten.

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Fertig gelernt, jetzt will ich was tun!

Veröffentlicht am 14.05.2011 » 11 Kommentare » Kategorie: Life von Michael Eugster

Das Bild ist selbstverständlich zu 100% ernst zu nehmen, es sieht ja auch sehr nach Arbeit aus (das war jetzt übrigens Ironie). Aber hey, vielleicht gibts ja ein tolles Praktikum bei Starbucks, wo ich in einigen Filialen die Qualität und Bedienung als Undercover-Tester überprüfen muss. Und ob die Sessel genug weich sind. Und ob das Internet genug schnell ist. Doch bis dahin träume ich noch etwas weiter.

Wie es bei mir aussieht

Ich werde diesen Sommer die Kantonsschule (Gymnasium) mit der Matura abschliessen. Nach 12 Jahren Schule und 2 Jahren Kindergarten (irgendwie ist die Reihenfolge falsch, glaub ich) will ich nun unbedingt einmal etwas anderes tun, als die Stühle irgendeiner Schule zu bewärmen. Ich möchte etwas Praktisches tun, nebenbei etwas Geld verdienen, aber hauptsächlich Erfahrungen sammeln.

Wonach ich suche

Um diese Erfahrungen zu sammeln bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Praktikum. Ich interessiere mich sehr für Webdesign (hautpsächlich für den gestalterischen Bereich), Social Media und für ziemlich alles rund um Videoproduktion (sprich Filmdreh, Filmschnitt, Vertonung, Journalistische Recherche, Moderation,…). Meine Interessen sind jedoch sehr breit gefächert, denn ich interessiere mich auch allgemein für «Journalistisches» und alles, was mit irgendwelchen Kameras zu tun hat (Foto / Video).

Lebenslauf

Falls du dich gerade für meinen Lebenslauf interessierst, kannst du ihn auf dieser Unterseite nachlesen. Einen vollständigen Lebenslauf sende ich bei Interesse gerne auch per E-Mail im PDF-Format.

Da soll ich mich bewerben!

Weisst du gerade, wo ich mich bewerben sollte oder hast du gar eine eigene Firma. Sags mir doch einfach kurz per Mail an m[ät]meugster.net!

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iPhoneradiojournalismus

Veröffentlicht am 26.06.2010 » 4 Kommentare » Kategorie: Life, WWW von Michael Eugster


This Born und Alexander Sautter am go2leu2606

Da es einiges zu berichten gibt, spalte ich den Bericht in zwei Beiträge, den Morgen könnt ihr bereits jetzt hier nachlesen, der Bericht zum Rest folgt natürlich noch.

Journalismus, wie funktioniert das? Dies war die Frage, die als Hauptthema für diesen Morgen gestellt wurde. Gar nicht so einfach zu beantworten, auch für Leute, die mittendrinn sind.

Einige Personen haben sich eingesammelt in der Wohnung von «Löi» und nach einer Ration Kaffe und Gipfeli ging es dann auch schon los. Gestartet hat Peter Hogenkamp, der uns via Skype viele interessante Dinge dazu erzählt, warum er Leiter von NZZ Digitale Medien wurde und uns auch einen Einblick in seine aktuelle Situation gab. Man erfahrte dabei viele Dinge, teilweis auch mit dem Kommentar «dies bitte nicht twittern ;-)».

Matthias Born von der Berner Zeitung war der nächste Referent, der uns von A-Z Dinge erzählte, die die Berner Zeitung und seinen Arbeitsplatz betreffen. Ich staunte einige Male, wie komplex die ganze Sache doch ist und man sich doch gerne die ganze Sache bei Zeitungen etwas leichter und weniger komplex vorstellt. Da wir natürlich eine ganze Gruppe Geeks waren, ging er (wie auch die anderen beiden Referenten) auch immer auf aktuelle Themen, wie iPhone / iPad Apps, ePaper oder Paidcontent ein. Es ist anders, wenn man einmal auch die Seite der Journalisten selber sieht.

Alexander Sautter vom Schweizer Radio DRS war der Referent, der als Abschluss seinen Alltag auch noch vorstellte. Auch hier kann ich ohne weiteres «Wow!» sagen. Ich weiss selber ein bisschen, wie aufwändig Audioarbeiten sein können, aber man unterschätzt schlussendlich den Aufwand, der hinter einem Radiobeitrag steckt – Recherchen, Interviews, Gespräche, Mails, Aufnahmen und Cuts, Zeitdruck bis zum Sendetermin.

Bei beiden (This und Alexander) sah man, dass man als Journalist eigentlich meist noch viel mehr Infos oder Hintergrundwissen zu einem Thema mitbringen würde, jedoch alles aufs Minimum kürzen muss. Sei es, weil es sonst nicht mehr ins Layout passt (bei einer Zeitung) oder weil es schon sonst viele Themen in der Sendung gibt und fünf Minuten auf zwei Minuten gekürzt werden müssen (Radio).
Man muss also wirklich sehr flexibel sein und sich anpassen. Doch auch haben beide berichten können, dass einiges noch etwas nachhinkt und die alte Schule sich in die älteren Semester nun einmal eingeprägt hat und die schnellen Wandel, die es in der Gesellschaft gibt, manchmal nicht gleich schnell mitgemacht werden können.

Danke an Peter, Alex, und This für ihre äusserst spannenden Beiträge und danke an Leu fürs organisieren!

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