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Kopierschutz: Der Fehler der Musik- und Filmindustrie

Veröffentlicht am 25.01.2011 » 3 Kommentare » Kategorie: Computer, Film, Musik von Michael Eugster

Es sind schon einige Jahre vergangen, aber damals war die Welt noch in Ordnung damals war DJ Bobo tatsächlich angesagt und damals hörte ich das Zeug sogar noch. Wie habe ich mich grün und blau geärgert, dass sich seine Alben meist nicht auf dem Computer abspielen liessen. Diese Zeit ist vorbei und einen solchen Kopierschutz habe ich schon lange nicht mehr angetroffen.

«Es gibt also keinen Kopierschutz mehr?», ist schnell gedacht, wenn man die Zeilen oben liest. Zu früh gefreut, denn der Kopierschutz existiert noch heute und sorgt für Ärger. Ich möchte euch jedoch nicht Fachbegriffe an den Kopf werfen, denn ich verstehe das Prinzip selber nicht zu 100% (und das Prinzip existiert schon seit 2003). Was ich jedoch zu 100% unterschreiben kann, ist dass dieser Kopierschutz alles andere als konsumentenfreundlich ist. Ein kleines Fallbeispiel:

Ich kaufe mir bei iTunes einen Film und möchte ihn auf meinem MacBook Pro anschauen. Kein Problem. Ich möchte meinen grösseren Bildschirm verwenden und schliesse ein VGA-Kabel ans MacBook Pro. Fertig lustig. Sobald ich das Fenster des Filmes auf den anderen Bildschirm schiebe, reklamiert iTunes (und jedes andere Programm), dass dieser Bildschirm den Film leider nicht abspielen darf. Und jetzt der Fehler an der ganzen Sache: Der zahlende Konsument wird benachteiligt, indem er den Inhalt nicht überall und auf allen Geräten abspielen kann. Wer sich jedoch den Film aus dem Internet zieht und sich in der Schweiz in einer Grauzone bewegt, zahlt nichts und kann den Film überall abspielen.

Das darf nicht sein. Solche Arten von Kopierschutz sind kontraproduktiv. Seht euch als Konsument. Würdet ihr eher für den Film bezahlen und ihn dafür nicht auf allen Bildschirmen oder unter Umständen sogar nicht mit dem Beamer anschauen können oder würdet ihr den Film in diesem Fall vielleicht eher herunterladen, nicht bezahlen und überall anschauen, wo ihr möchtet.

Das Gleiche gilt auch für Musik, etc. Warum muss man dem (potentiell zahlenden) Konsument diese Freiheiten wegnehmen? Man will angeblich die Musiker und Künstler schützen. Meiner Meinung macht man damit genau das Gegenteil. Bei der Musik hat sich Apple vor einigen Jahren entschieden, nur noch DRM-freie Musik anzubieten. Ich hoffe, dass das Gleiche schon bald mal mit den Filmen passiert.

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