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Amok-Alarm im Toni-Areal und die Vorgehensweisen der Medien

Veröffentlicht am 04.12.2014 » Keine Kommentare » Kategorie: Life von Michael Eugster

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Grosseinsatz Toni-Areal
Bild: © Michael Eugster

Nach einigen Feuer-Alarmen waren wir uns gewohnt, ab und zu mal einen Fehlalarm zu hören. Letzte Woche jedoch wurde während ca. 15 Minuten ein Tonband bezüglich eines Amoklaufes (Ziemlich genau: «Infolge einer Ausnahmesituation dürfen Sie das Gebäude auf keinen Fall verlassen. Bleiben Sie im Gebäude und suchen Sie einen abschliessbaren Raum auf. Schliessen Sie Türen und Fenster und suchen Sie einen nicht sichtbaren Bereich auf. Halten Sie sich dicht am Boden auf und verhalten Sie sich ruhig. Warten Sie auf weitere Informationen.») abgespielt. Anfangs war unsere Reaktion mehr ein Lachen, aber später doch ein mulmiges Gefühl.

Heute wiederholte sich die Situation erneut, es gab jedoch keine Entwarnung. Erst am Mittag – also nach ca. 3.5 Stunden – wurde das Gebäude freigegeben. Scheinbar wurde eine falsche Nummer gewählt.

Die Reaktionen der Medien war unterschiedlich. Fakt ist, dass das schnellste Medium natürlich twitter war. Über Social Media verbreiteten sich alle Neuigkeiten rund um den Amok-Alarm an der ZHdK / ZHAW besonders schnell. Ebenso schnell war dann watson vor Ort und berichtete. Der Blick hatte ebenfalls einen schnellen Finger und kopierte mal eben mein auf Twitter gepostetes Bild – ohne Quellenangabe natürlich. Erst nach einem entsprechenden Hinweis auf twitter, wurde diese ergänzt. Der Tagesanzeiger kontaktierte mich durch eine Freundin, ob ich kurz am Telefon berichten würde (sie waren echt schnell) und drei Fotos für sie schiessen würde für ein Entgelt. Sauber mit Quellenangabe wurde der Artikel verfasst. Die 20min war relativ schnell und postete die meisten Bilder auch mit Quellenangabe. Nicht überall ganz sauber jedoch. Die NZZ fragte mich ebenfalls via twitter an, ob sie mein Bild und Tweet verwenden darf. Alles sauber deklariert. Auch die Stadtpolizei Zürich hat via twitter / Pressemitteilung gut kommuniziert und professionelle Arbeit geleistet.

Frechheit des Boulevard

Was in einer solchen Situation gar nicht geht, sind solche Geschichten wie diese vom Blick, wo Studenten für 100.– aufgefordert werden, ein Foto unter dem Tisch zu faken.

Das ganze breitete sich relativ schnell auch auf Twitter aus. Die Empörung ist gross und auch berechtigt. So funktioniert sauberer Journalismus.

Gewinner und Verlierer, Fazit

Es muss erwähnt bleiben: Zum Glück ist nichts passiert. Dass es ein Fehlalarm war, war ärgerlich. Aber lieber so, als etwas Schlimmes.

Der grösste Gewinner war twitter. Das ist zwar kein Medienhaus, aber durch twitter waren wir alle miteinander im Kontakt und konnten schnell austauschen, was gerade abging. Während lokale Medien noch Leute interviewten, waren wir via twitter recht gut auf dem aktuellsten Stand.

Watson war sehr schnell, hat tweets eingebunden und meiner Ansicht nach sauber gearbeitet – journalistisch mein Gewinner heute. Irgendwann stand dann übrigens auch mal noch das SRF auf dem Platz. Sie waren jedoch eher langsam. Der Übertragungswagen stand dort, während die Leute beinahe wieder aus dem Gebäude durften. Die grossen Zeitungen NZZ und Tagesanzeiger gingen meiner Meinung nach auch sauber vor. Schön zu sehen.

Grosser Verlierer meiner Meinung nach der Blick. Solche Taktiken sind nicht sauber und werfen ein schlechtes Bild auf unsere schnellebige Zeitungslandschaft. Solche Dinge dürfen einfach nicht passieren.

Hoffen wir, ein solcher Alarm wiederholt sich nicht mehr und hoffen wir zudem, dass ein wirklicher Vorfall nie vorkommen wird.

Nachtrag, 5. Dezember 2014:

Ronnie Grob hat in der Medienwoche einen Blogbeitrag über die Blick-Praktiken geschrieben.

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Frischer Wind in der Radiolandschaft: Kantipark.ch

Veröffentlicht am 08.03.2012 » 2 Kommentare » Kategorie: Musik von Michael Eugster

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Kantipark Studio

Wer kennt es nicht. Kaum den Radio eingeschaltet, schon dudelt einem die gleiche Musik wie vor einer Stunde entgegen. Ich muss keine Namen nennen und die Ostschweiz weiss welcher Sender damit gemeint ist. «Mehr Abwechslung» ist etwas anderes. Gelobt sei da der frische Wind von kleineren Radios.

Ein solches kleines Radio ist kantipark.ch. 2008 von Felix Unholz und Jonas Vollmer im Rahmen einer Maturaarbeit ins Leben gerufen, gehört das Studio im Keller der Kantonsschule am Burggraben zur Kanti. Der Sendebetrieb kostete viel, trotzdem war die Finanzierung jedes Jahr gesichert. Die Technik wurde bis heute nicht erneuert und ist deshalb störungsanfällig. Aus diesem Grund steht dem Studio ein Umbau bevor.

Ich war für den Dreh eines Promovideos für kantipark im St.Galler Studio. Hier zählen jetzt natürlich nicht die Worte, schaut euch den Film einfach an und schon wisst ihr, worum es geht.

Es geht darum, dass der Studioumbau finanziert werden muss. Auf 100-days.net wurde das Projekt gestartet, wo jeder mit einem kleinen (oder grossen) Beitrag etwas zur Finanzierung beitragen kann (ähnlich wie bei kickstarter, einfach für die Schweiz). Wer sich also von diesem Projekt begeistern konnte, kann bspw. 15 Franken in den Studioumbau investieren (als Gegenleistung gibts Goodies!) und vielleicht im Ausgang mal auf ein Bier verzichten.

Ich persönlich bin begeistert von diesem Projekt und habe auch 30 Franken gespendet (sowie natürlich den Video gemacht). Neugierig? Unter 100-days.net und auf kantipark.ch gibt es weiterführende Infos!

Kantipark Studio

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Der Apfel im Spotlight: Viel Analysten- und Expertengeschwafel

Veröffentlicht am 08.10.2011 » 3 Kommentare » Kategorie: Apple, WWW von Michael Eugster

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«Was wird jetzt aus Apple?» «Geht es nun abwärts?» «Apple ist nichts ohne Steve Jobs!» «Verkauft eure Apple-Aktien!» «Mit dem Verlust von Steve Jobs verliert Apple die innovativen Produkte!» «An die Perfektion und die liebe am Detail von Steve Jobs kommt niemand heran.» «Jetzt wird aus Apple eine Firma wie jede andere auch.»

Sätze wie diese waren in den Medien zur Genüge vorhanden. Viele Leute, die meinen, sie seien jetzt plötzlich der Apple-Experte. Na klar, oder? Jeder musste schon seinen Senf dazugeben, als Steve Jobs als CEO zurücktrat. Tragisch war dann jedoch der plötzliche Tod des Apple-Mitgründers, der leider an Krebs verstarb. Wenn ein solch schlimmes Ereignis durch die Welt geht wird aber auch viel geredet, jeder mausert sich selber zum tollen Experten. Ich musste ab und zu den Kopf schütteln, als ich Texte wie oben geschreiben gelesen hatte. Man liess Steve Jobs in eine Rolle des allwissenden Apple-CEOs schlüpfen, der uns «all diese weltverändernden, revolutionären Produkte gebracht hat». Als wäre es immer Steve selber gewesen, der die Produkte erfunden und entwickelt hat.

Klar, der Einfluss von Jobs war bestimmt noch gross und er hat einen grossen Teil zum Erfolg von Apple beigetragen. Die Firma mit dem angebissenen Apfel hat es schon immer verstanden, bereits vorhandene Dinge so zu verbessern, dass es die Masse auch verwenden kann. Neu erfunden hat man nicht unbedingt, man hat es vereinfacht und an die Masse gebracht, man hatte die richtigen Leute in der Firma, man kaufte die richtigen Firmen mit guten Ideen – kurz: man hatte eine Strategie, die man klar verfolgte.

Dies wird sich auch nicht ändern. Zwar war Steve Jobs mit seiner Detailverliebtheit und dem Sinn für das, was der Kunde kaufen möchte, in einer wichtigen Rolle, aber die Produkte werden jetzt nicht schlechter werden. Längst wurden intern Aufgaben an andere Personen übergeben, längst wurde geregelt, wer in Zukunft welche Aufgaben übernehmen wird. Er soll sogar Pläne für neue Produkte in den nächsten vier Jahren hinterlassen haben.

Es wird sich kurzfristig nicht viel ändern bei Apple. Die Firma hat sowieso einen Kurs angesteuert, der anders ist, als er früher war. Früher war man eher der Aussenseiter, man war das, was Apple damals unter dem Slogan «Think Diffrent» verstand. Heute wird jedoch eine viel grössere Masse angesprochen und Apple ist mittlerweilen sowas wie ein Lifestyle, weshalb die Produkte auch entsprechend der neuen Kundengruppe entwickelt werden. Sonst wird sich die Firma nicht gross ändern. Es werden weiterhin Produkte kommen, die (angeblich) die Welt «revolutionieren». Nächstes Jahr wird ein neues iPhone vorgestellt und viele andere Dinge.

Abwärts? Abwärts geht es mit Apple nicht. Ich behaupte sogar, dass Apple in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird. Und eure Apple-Aktien dürft ihr getrost behalten.

Signatur

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[Video] Mein erstes Mal

Veröffentlicht am 04.08.2010 » 7 Kommentare » Kategorie: Fotografie, Life, Musik, Review, Wetter von Michael Eugster

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Ja, heute könnt ihr mein erstes Mal in Form eines 3minütigen Videoclips mitverfolgen:

Ja, es war wirklich meine erstes Mal. Nicht das erste Mal in dem Sinne, den man normalerweise verwendet, denn nein es hat genauso wenig mit Sex zu tun, wie bei diesem S.EX Tape. Nein, ich möchte hier über etwas ganz anderes schreiben, nämlich über mein Lager in Kroatien. Wie ihr auf dem Film sehen könnt, war das christliche Sommerlager in Kroatien einfach nur toll – in vielen Facetten. Hier möchte ich aufzählen, was ich dort zum ersten Mal erlebt/gemacht habe (wer kein Bock auf Text hat; runterscrollen):

  • Das erste Mal Ferien in Kroatien
    Und es war wirklich wunderschön! Die Landschaft gefällt mir super, das Wetter war (bis auf einige Regengüsse) unglaublich schön und die Temperaturen angenehm warm.
  • Das erste Mal merken, der kroatische Lidl keine Ravioli kennt
    Wir haben auch wirklich 15 Minuten danach gesucht. Es gibt keine Ravioli dort. Darum haben wir halt Tortelloni gemacht.
  • Das erste Mal in einem christlichen Sommerlager – und dann noch als Leiter
    Es war eine spezielle Erfahrung, zum einen kannte ich einen Grossteil der Teilnehmer noch gar nicht und man merkte je länger je mehr, wie sich alle eingelebt hatten und der Zusammenhalt besser wurde. Auch merkte man, dass sich die jungen Menschen für unsere Themen interessierten.
  • Das erste Mal von einer ~9m-Klippe gesprungen
    DAS war wirklich ein Kick. Ich, der gerade einmal so knapp von einem 5m-Sprungbrett runtergesprungen ist (ihr wollt nicht wissen, was mich das an Überwindung gekostet hat) habe die Höhe gleich noch verdoppelt und es war… unglaublich! Kleiner Tipp für Nachahmer: Nicht runterschauen, nicht lange überlegen und einfach springen (wenn vorher schon jemand heil unten angekommen ist, schaffst du das auch).
  • Das erste Mal Ferien mit der Freundin
    Nicht ganz alleine mit der Freundin, aber doch mit ihr, was das Lager gleich noch schöner gemacht hat (und das schreibe ich nicht nur, damit es hier gut aussieht).
  • Das erste Mal ein Henna Tattoo
    Sorry Mum, aber einen kurzen Schockmoment musste ich dir noch geben. Das Tattoo ist zwar echt, aber verschwindet nach zwei Wochen wieder.
  • Das erste Mal spontan mit einem Strassenmusiker Cajon spielen
    Die wohl interessanteste Geschichte aus Kroatien. Ich habe mein Cajon mit in die Stadt genommen, um zusammen mit jemandem im Restaurant etwas zu spielen. Leider waren dazu zu viele Leute da und ich war sowieso nicht in Stimmung. Beim Rückweg motivierten mich meine Kolleginnen und Kollegen dazu, doch bei einem Strassenmusiker mitzuspielen. Hinsetzen, mitspielen hiess es und es war einfach nur toll (ich will ne Band!). Nach einem kurzen Dialog fand ich auf English heraus, dass er auf dem gleichen Camp war wie wir. So trafen wir ihn später nochmals und ich spielte nochmals einige Songs mit Mathijs Luijten. Ich bin übrigens seine kleine Kopie aus der Schweiz. Ich mache Musik, ich benutze ein MacBook, habe ein iPhone, fotografiere und filme seit neustem mit einer Canon-Kamera und einem 50mm-Objektiv, gestalte Websites und liebe (jetzt) Kroatien. Nun, so kann man auch Mathijs beschreiben – den einzigen Unterschied, den wir haben: ich bin zwei Jahre jünger und lebe in der Schweiz.
  • Das erste Mal eine Pizza nicht ganz aufessen
    Klingt komisch, aber ich habe bis dahin wirklich noch nie ein Stück Pizza liegen gelassen. Aber an diesem Abend war es einfach zu viel.
  • Das erste Mal wirklich Medienferien
    Das MacBook Pro habe ich zwar mitgenommen, aber nur drei Mal benutzt. Am Anfang (Skype), in der Mitte (Fotos kopieren und etwas Film schauen) und während der Carfahrt (Fotos kopieren). Das iPhone war auch meist ausgeschaltet oder nur mit den Apps Kamera, OffMaps oder iPod am Start. Mail, News, RSS-Feeds, Telefon, SMS, etc. wurden so weit reduziert, wie ich es mir selber nicht gewohnt war. Aber es tat gut.
  • Das erste Mal alle möglichen Gefühlslagen in kürzester Zeit erleben
    Glücklich, erschöpft, wütend, besorgt, traurig, hungrig, *heutekönntichbäumeausreissen*, erkältet (oops, kein Gefühl) und (oooh, es wird romantisch :P) die ganze Zeit verliebt (nein, nicht in eine andere).
  • Das erste Mal 16h Car fahren und dabei keine Sekunde schlafen
    Womit wir beim Gefühl «erschöpft» wären. Ich war noch nie SO kaputt am Abend.
  • Das erste Mal das iPhone eine Woche lang mit Solarstrom betreiben
    Und dank des Minimalbetriebs hat es immer gereicht.
  • und schlussendlich auch das erste Mal seitdem es meinen Blog gibt eine Woche lang nicht vom Ort aus bloggen, wo ich gerade war.
    Aber ihr habts ja auch ohne meine Posts überlebt, gell? ;)

Und hier noch abschliessend einige Fotos:

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iPhone 4 – hol ich mir

Veröffentlicht am 27.07.2010 » 4 Kommentare » Kategorie: Apple von Michael Eugster

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Ihr habt bestimmt schon gemerkt, wie wunderbar sich der Titel reimt. Wenn nicht, dann merkt ihr es vielleicht jetzt. Zu Beginn möchte ich jedoch mit einer kurzen Parodie einsteigen:

In diesem Sinne möchte ich weiterfahren. Denn ich halte die ganzen gehypten Antennenprobleme für einen rechten Schwachsinn und kann das «Problem» auch mit meinem iPhone 3GS reproduzieren.

Laut Pressekonferenz soll das iPhone 4 ja am 30. Juli in die Schweiz kommen. Natürlich bin ich genau an diesem Tag nicht da und muss also hoffen, dass es einige Tage später auch für mich noch ein solches Gerät übrig hat. Wir werden sehen!

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