Aus einer anderen Perspektive: Meerwasser

Geschrieben am 10.02.2010 um 20:55 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Fotografie, Nizza.

Hier wieder einmal ein Bild aus der Serie «Aus einer anderen Perspektive».

Das Bild habe ich auf einer Insel bei Cannes gemacht, die Insel heisst «Île Sainte Marguerite». Entstanden ist das Bild am Strand, bzw. im Wasser. Natürlich erwischte die Kamera dabei kein Salzwasser, sonder blieb im Gegensatz zu mir selber ganz trocken. Damit ich aber ein solches Bild machen konnte, musste ich etwas ins Wasser gehen, denn ich wollte keinen Strand mehr auf dem Bild haben.

Gruss,
Michael

3 Wochen Nizza

Geschrieben am 09.10.2009 um 13:42 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Nizza.


Jetzt sind schon mehr als drei Wochen vergangen, seitdem ich den Beitrag “3 Wochen” online gestellt habe. Und ich muss schon sagen, dass meine Erwartungen auch etwa dem entsprachen, wie es hier dann auch war.

Darum beginnen wir doch mal mit einem Rückblick:

3 Wochen…

… jeden Morgen unter der Woche in die Schule gehen.
Ich muss aber hier auch anmerken, dass unser Lehrer wirklich sehr gut war und mich motiviert hat. Wir haben viel Französisch gesprochen und vor allem das Sprechen fällt mir jetzt sicher leichter, ohne dass ich viel nachdenken muss.

… Baguette.
Naja, das Essen am Morgen habe ich ja schon einmal in einem Beitrag angesprochen. Das Morgenessen bestand weiterhin aus eher trockenem Baguette, Butter und Konfitüre. Dazu gab es einen Kaffee, der während den drei Wochen auch nie besser wurde, aber hauptsache man war am Schluss mehr oder weniger satt und mehr oder weniger wach. Wo es überall Baguette gab, muss ich ja nicht mehr anmerken.
Aber eigentlich wollte ich unter diesem Punkt das Essen ansprechen. Ich konnte ja einige Spezialitäten degustieren und es war schade, dass wir das sogenannte “Pan Bagnat” nicht degustiert haben, denn das wäre das Beste von allen gewesen. Es ist eine Spezialität von hier und ich beschreibe es euch mal: Ein rundes Brot, das in der Hälfte aufgeschnitten ist. In der Mitte hat es dann Salat, Eier, Oliven, Thun, Tomaten, Pepperoni, Sardellen und (es muss ja noch etwas fettig werden, sonst wär es ja keine Spezialität von hier xD) etwas Olivenöl. Alles in allem ist das ab sehr, sehr gut und meine Gastmutter beschreibt das Pan Bagnat eigentlich als ein Brot mit einem “Salade Niçoise” drin. Es schmeckt aber wirklich super und es ist auch ziemlich gesund.

… eher wenig Schlaf.
Ich hätte es mir ja denken können, aber irgendwie schlafe ich weniger als geplant oder besser gesagt schlechter. Ich freue mich schon wieder auf mein Bett und mein Zimmer, wo ich ungestört schlafen kann, ohne dass ich mich entweder durch einen laufenden Fernseher (ok, da ist meine Gastmutter eingeschlafen, kann mal passieren) oder durch vorbeifahrende Autos aufregen muss ;-).

… ohne einige Leute aus der Schweiz.
Ich freue mich schon wieder extrem, einige Leute zu sehen. Freundin, Familie, Bekannte, Verwandte,… eigentlich alle =).

… schönes Wetter.
Wir hatten wirklich grosses Glück, denn es hat am Tag kein einziges Mal geregnet, nur am Abend zwei Mal und nur kurz. Meistens hatten wir etwa um die 30°C!

… mit einigen Besuchen.
Ihr habt es ja schon mitbekommen, dass ich Cannes, Antibes und Monaco besucht habe. Ich habe auch Eze besucht (dort sind wir in die Parfümerie und danach besichtigten wir die Altstadt – es war sehr nett dort!) und eigentlich haben mir alle Städte gefallen. Besonders fasziniert hat mich eigentlich Monaco, weil es so sauber wahr und das ozeanografische Museum war echt toll!

… Fotos machen.
Wie von mir gewohnt, habe ich ein paar wenige (*Ironieglocke*) Fotos gemacht. Ich verspreche euch schon mal, noch einige zu zeigen. =)

… ohne das iPhone.
Irgendwie muss ich es ja doch noch erwähnen, denn es ist schon etwas anderes, sich mit einem alten Sony Ericsson SMS, wenn man vorher mehr als ein Jahr ein iPhone benutzt hat. Man merkt auch schnell, was am iPhone sehr praktisch war. Nur schon die Funktion, über WLAN ins Internet zu gehen vermisse ich etwas. Man ist einfach viel freier, als wenn man immer auf die Schule angewiesen ist. Man hat in einer solch grossen Stadt an vielen Orten die Gelegenheit, gratis ins Internet zu gehen. Auch in der Schule natürlich, aber auch in einem McDonalds (es hat hier viele davon) und sonst gibt es viele offene Netze hier. Irgendwie ist das iPhone einfach wirklich viel komfortabler, vor allem von der Bedienung her. Auch als Zeitvertreib ist das iPhone sehr gut und wenn ich wieder auf Nizza gehen würde, würde ich das iPhone wahrscheinlich mitnehmen.

… in einer Gastfamilie leben.
Auch das ist eine eher grosse Umstellung. Man hat hier eigentlich einfach das Nötigste, aber nicht mehr. Waschen konnten wir leider nicht, aber irgendwie ging es dann doch auf mit den Kleidern. Auch bin ich mich nicht an einer “verrauchte Wohnung” gewohnt und ich freue mich schon wieder auf ein gutriechendes Haus. Das Essen war, wie schon etliche Male geschrieben, am Morgen ein bisschen gewöhnungsbedürftig und am Abend war es eigentlich gut. Für meinen Geschmack war es aber ein bisschen zu mikrowellenlastig. Wir hatten aber am Abend immer genug zu Essen und es war eigentlich doch ziemlich fein =).

… Französisch sprechen (mehr oder weniger).
Der Titel trifft es eigentlich ziemlich gut, denn wir haben viel Französisch gesprochen, aber durch das wir eine grosse Gruppe von der gleichen Schule waren (etwa 35 Schüler) sprachen wir untereinander doch noch viel Schweizerdeutsch. Der Aufenthalt hat aber schon etwas gebracht und ich kann jetzt sicher fliessender Sprechen als vorher.

Und so geht mein Aufenthalt langsam dem Ende zu und wie ihr merkt hatte ich es schön hier, aber ich freue mich auch wieder auf die Schweiz.

Gruss,
Michael

Die besten Autofahrer der Welt

Geschrieben am 30.09.2009 um 12:53 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Nizza.

Ein “wenig” Ironie schwingt bei diesem Titel natürlich mit, denn die Fahrweise der Franzosen würde so manchen aus der Schweiz (, der sich so was nicht gewohnt ist) schocken. Sie lässt sich in etwa so zusammenfassen:

Parkieren: Man parkt, wo es Platz hat und sonst macht man Platz. Ein Auto ohne eine Beule sieht man hier kaum und es ist kriminell dicht geparkt.

Geschwindigkeit: In einer Nebenstrasse fährt man, so schnell man möchte, scheint es (und auch sonst überall).

Ampeln: Wie schon gesagt, für die Fussgänger ziemlich unnötig, da man geht, wenn kein Auto kommt. Bei einem Fussgängerstreifen ohne Ampel hat man Glück, wenn ein Auto auch anhält. Am besten geht man ganz schnell über die Strasse. Dann funktioniert das auch ziemlich gut.

Allgemein: So schnell wie möglich ans Ziel kommen. Das ist das A und O im französischen Verkehr. Viele Mittel sind dafür recht ;-)

Polizei & Krankenwagen: Es gehört zum Alltag, dass man irgendwo eine Sirene hört. Die Polizei fährt noch krimineller als der Rest und verfolgt dann und wann wieder jemanden. Da wir gerade in der Nähe eines Krankenhauses wohnen, hört man die Sirene noch öfter. Man gewöhnt sich aber daran.

Mehr… erfährt ihr, wenn ihr selber mal in Frankreich seid (oder in Nizza).

Gruss,
Michael

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Das Baguette-Land

Geschrieben am 28.09.2009 um 13:32 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Nizza.

Baguette
Bild gefunden auf Pixelio von omron
Einige denken vielleicht, dass es bloss ein Klischee ist, aber ich kann euch garantieren, es ist keines. Bevor ich nach Nizza kam, dachte ich, dass man hier vielleicht schon eher Toastbrot isst oder eher helles Brot und auch dann und wann ein Baguette.
Das stimmt eigentlich auch – zum Teil. Aber vor allem heisst es hier: Am Morgen Baguette, als Zwischenmahlzeit Baguette, am Mittag Baguette, am Nachmittag natürlich auch Baguette und am Abend zum Essen auch Baguette. Baguette, Baguette, Baguette. Wenn ihr also irgendetwas für mich machen wollt, dann sendet mir etwas “normales” Brot, oder auch mal etwas Vollkornbrot nach Frankreich, denn irgendwann hat man einfach keine Lust mehr auf Baguette. Es ist zwar eigentlich ziemlich gut und ich mag es auch sehr, aber etwas Abwechslung tut halt schon gut. Darum essen wir auch nicht immer nur bei McDonalds oder nur Crêpes, sondern auch mal ein – nicht lachen – Baguette mit einer Beilage, auf die wir gerade Lust haben. Man zahlt hier für eine Baguette weniger als 1 Euro und so kommt man bei einem Mitagessen mit Dessert (, der schon mal für ein, zwei Tage reichen kann) mit relativ wenig Geld durch. Das Problem ist einfach, dass man schnell mal noch etwas kleines kauft, sei es ein Eis (hier gibt es übrigens “la meilleure glace au monde” – über hundert Sorten, z.B. Rocher, Nutella, Bier, Tomate, Schokolade, Caramel,… (ich zähle jetzt nicht alle 100 Sorten auf).

So, ich bin etwas vom Thema abgeschweift. Auch am Morgen, wo es meist eher etwas sparsam zu beissen gibt (meist hat es für meinen Geschmack zu wenig Brot), gibt es natürlich Baguette. Aber ich glaube, ihr habt es langsam verstanden.

So… was gibt es – ausser dem naja-Essen – sonst noch so zu erzählen… Irgendwie nicht viel, ausser dass ich mich langsam beginne wohl zu fühlen in dieser Stadt. Die Temperatur ist meistens sehr angenehm, der Strand ist natürlich super, ich kann mich dank Tram ziemlich gut orientieren und lerne nebenbei auch noch, französisch zu sprechen.

Et non, je ne vais pas écrir les article tout en Français, parce que je veux que tout mes lecteurs peuvent comprendre moi. Peut-être je vais écrire seulment un peu en Français, mais surtout des citations. Alors, je pense que je vais finir cet article et quand vous trouvez des fautes dans le texte, vous pouvez écrire un commentaire sous l’article ou peutêtre vous voulez dire ou demander quelquechose…

Wer die französische Sprache nicht versteht, der kann sich vielleicht mit der kurzen Zusammenfassung davon zufrieden geben: Ich werde aus Respekt vor euch nicht-französischsprechenden Leser keine Artikel schreiben, die vollständig französisch sind, damit ihr es auch versteht. Und falls ihr Fehler findet oder irgendwas sagen / fragen wollt, schreibt einfach einen Kommentar unter diesen Artikel.

Alors, c’est ça. Je vous souhaite une bonne journée!
Michael

Cannes, komische Tastatur and more…

Geschrieben am 27.09.2009 um 20:40 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Nizza.

Es ist nun schon etwas Zeit vergangen seit meinem letzten Blogeintrag und ich glaube, dass dieser eher kurz ausfallen wird. So kommen wir gleich mal zum letzten Punkt im Titel:

  • komische Tastatur: ich kann mich nicht so ganz mit dem anderen Tastenlayout der Franzosen anfreunden. Ich muss mich aber wohl oder uebel damit abfinden, auch wenn ich gerade fuers Internet bezahle.
  • Cannes: Gestern besuchten wir Cannes, das fuer das Filmfestival bekannte Staedtchen. Es ist eigentlich sehr nett dort. Neben teuren Autos und grossen Hotels sieht man aber auch einen Sandstrand (kein echter Sand, natuerlicherweise hat es dort eigentlich Steine) und, was fuer einige fast wichtiger war, ein McDonalds. Anschliessend fuhren wir mit dem Schiff auf eine Insel einer Inselgruppe neben Cannes und schauten uns dort einige Dinge an und vergnuegten uns am Strand.
  • more: Langsam, aber sicher finde ich mich immer besser zurecht in Nizza. Seitdem ich ein Tramabo besitze merke ich zudem, wie viel Geld ich damit spare.
  • Essen: Man hat mich schon vorgewarnt, dass ich nicht unbedingt besseres Essen erwarten solle und irgendwie ist das Essen wirklich nicht besonders gut hier. Ich vermisse irgendwie Fruechte und Gemuese ein wenig. Momentan ist mir das Essen definitiv zu fettig.

So, das wars jetzt mal fuer den Moment, vielleicht habe ich morgen in der Schule Zeit, etwas mehr zu schreiben.

Gruss,
Michael

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