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[Review] Fotobuch von Fuji.ch

Veröffentlicht am 04.08.2014 » Keine Kommentare » Kategorie: Review von Michael Eugster

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Vor einiger Zeit wurde ich von Beatrice Lex angefragt, ob ich gerne das Fuji.ch-Fotobuch testen möchte. Ich willigte ein, da ich mir sowieso ein Fotobuch machen wollte, um meine älteren Bilder als Erinnerungsstück in «Papierform» mal festzuhalten. Hier mein Review zur Software und zum Buch:

Software Fuji.ch (getestet unter Mac OS X)

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Da ich persönlich nur mit Mac OS arbeite, habe ich die Fuji Bestell-Software unter der aktuellsten Verison von Mac OS X gestestet. Die Software bietet für die im Sortiment stehenden Produkte die Möglichkeit, selber Dinge zu gestalten. Sei es ein Fotobuch oder aber ein Fotokalender oder eine Fotoleinwand. Auch ganz «normale» Fotoabzüge können bestellt werden. Ich wählte natürlich die Gestaltung des Fotobuches.

Nun gibt es die bequeme und schnelle oder die zeitaufwändige Variante: Entweder lässt man das Programm eine Auswahl an Bildern selber in ein Fotobuch umwandeln oder man platziert alle Objekte selbst. Da ich mich nicht in ein bestehendes Layout und Zufall reinzwingen wollte, entschied ich mich für den längeren Prozess und gestaltete das ganze Fotobuch selber.
Schon mal vorweg: Es ist bedeutend einfacher, wenn man sich das Buch automatisch füllen lässt oder zumindest die Anordnung ausgewählten Fotos auf der aktuellen Seite mit SmartPage verwendet.

Screenshot 2014-08-04 um 10.29.24

Die Bedienung leider alles andere als intuitiv, wenn man Das Buch selber gestalten möchte. Ich verwende häufig ein Bild, welches als Hintergrund agiert und die ganze Seite füllt. Möchte ich dann ein neues Bild über ein Fullpage-Image einfügen, wird einfach das Fullpage-Image ersetzt. Möchte ich das Bild rumschieben, wird nur der sichtbare Bereich des Bildes verschoben und nicht das Bild selber… Und so streckt sich dies durch die ganze Bedienung durch. Mir fehlen auch magnetische Hilfslinien. Ein manuelles Gestalten macht mit dieser Software definitiv sehr wenig Spass.

Für mich als Gestalter würde ich es begrüssen, wenn man das Layout in InDesign (oder dem Programm seiner Wahl) machen könnte und das Fotobuch dann anschliessend als PDF hochladen könnte. So hätte ich mehr Gestaltungsfreiheit und müsste mich nicht mit der Bedienung des Programmes rumquälen. Man merkt leider, dass der Fokus der Entwicklung auf Windows gelegt wurde und die Mac Software etwas vernachlässigt wurde.

Ebenfalls zu bemängeln: Man kann lediglich aus 7 Schriftarten wählen, wenn man Text zum Fotobuch hinzufügen möchte. Und die Auswahl bringt mir auch eher das Gähnen als das Staunen ins Gesicht. Die Gestaltung vom Textfeld hat auch wenig mit WYSIWYG zu tun, da man zuerst das Feld erstellt und den Inhalt über ein weiteres Dialogfeld bearbeiten muss. Schade. Ich dachte, im Jahr 2014 wär’s besser möglich?

 

Das Fotobuch

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Das A4 Fotobuch im Hochformat mit Digitaldruck-Verfahren kommt mit schönen, kräftigen Farben daher. Das Buch wurde nach wenigen Tagen in einer zweckmässigen Verpackung geliefert – diesen Teil hat Fuji gut verstanden. Es wurde nicht zu viel Platz und Packmaterial fürs A4-Buch verschwendet. Die Druckqualität ist meiner Meinung nach nur im Mittelbereich. Da habe ich schon qualitativ hochwertigere Digitalprints gesehen. Schaut man nämlich etwas genauer hin, sieht man die feinen Punkte des Printers. Das Bildmaterial selber war jedoch hochauflösend.

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Fazit

Ein Buch mit 44 Seiten für CHF 44.90 (plus CHF 6.90 für Porto und Verpackung) ist ein sehr angenehmer Preis. Da drückt man vielleicht auch mal bei der Druckqualität ein Auge zu, denn diese fällt dem normalen Kunden wahrscheinlich nicht als negativ auf. Das Preis- / Leistungsverhältnis stimmt und der Druck war innerhalb von vier Tagen erledigt, innerhalb von fünf Tagen war (ab Upload und Bestellung) war das Buch bei mir.

Jetzt müsste Fuji nur noch an seiner Software arbeiten (ich stelle mich auch als Beta-Tester zur Verfügung), den Upload von eigenen Layouts als PDF erlauben und schon habe ich wieder einmal bei Fuji bestellt.

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Wie die Wiler Zeitung entsteht – begleitet von der Kamera bei Tag und Nacht

Veröffentlicht am 04.11.2011 » 9 Kommentare » Kategorie: Film, rausgepickt von Michael Eugster

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Wiler Zeitung

Es war eine der Erlebnisse und Gelegenheiten, die man nicht immer mal wieder hat. Fürs FürstenlandTV begleitete ich sozusagen die Entstehung der Wiler Zeitung von der Redaktion über den Druck bis zur Verteilung an die verschiedenen Haushälte. Hier in diesem Blogbeitrag möchte ich meine Erlebnisse, interessante Dinge und natürlich den Videobeitrag mit euch teilen.

Redaktion

Bewaffnet mit der Kamera begann ich auf der Redaktion der Wiler Zeitung in Wil mit den Dreharbeiten. Da der Videobeitrag nur wenige Minuten sollte, konnte ich natürlich nicht alle Details mit reinnehmen. Hier erläutere ich es etwas ausführlicher:

Auf der Redaktion entstehen die Beiträge, die man am nächsten (oder übernächsten) Tag in der Zeitung liest. Dazu gibt es jeden Morgen eine Telefonkonferenz, Themen werden zugeteilt, man spricht sich ab, man reist an die verschiedenen Orte und macht sich Notizen, sammelt Informationen, macht Bilder.

Vollbepackt mit den Informationen kommt der Journalist an seinen Arbeitsplatz und schreibt den Artikel. Hierzu gehören verschiedene Prozesse, die ich hier nicht ausführlicher aufführe. Ist der Text ready, werden die Seiten bei einer Blattkritik besprochen. Fehler und Kritik der Mitarbeiter fliessen hier natürlich ein. Die fertigen Artikel werden anschliessend an ein Korrektorat gesendet, welche den Text sowohl inhaltlich als auch formal (Rechtschreibung, Absätze, etc.) prüfen. Bilder werden für den Druck nachbearbeitet und für den Druck optimiert. Erst, wenn alles perfekt ist, werden die Druckdaten ins Tagblatt Druckzentrum nach Winkeln gesendet.

Druckzentrum

Im Druckzentrum kommen diese Daten auf dem Computer an und eine Maschine erstellt automatisch eine Druckplatte, die gleich vor Ort belichtet und entwickelt wird. Pro Seite werden vier Druckplatten belichtet, da man grundsätzlich mit vier Grundfarben CMYK (Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key als Farbtiefe) druckt. Diese Platten setzen die Drucker in die Walzen der Druckmaschine ein.

Los geht der Druck! In einem Affentempo (tolles Wort, gell?) laufen die Papierbahnen über eine riesige Druckmaschine mit 6 Drucktürmen und 48 Druckwerken. Jetzt kommen übrigens einige Zahlen, die man vielleicht mehrmals durchlesen muss, bis man sie etwas verinnerlicht hat ;-). Zum Beispiel wie man von 6 Drucktürmen auf 48 Druckwerke kommt: Pro Turm kann man sozusagen ein Blatt bedrucken. Dazu braucht man die 4 Grundfarben und weil man beidseitig drucken möchte, braucht man diese Grundfarben gleich noch einmal. Das macht nach Adam Riese (4 + 4) x 6 = 48 Druckwerke.

Weiter Zahlen und Fakten zur Druckmaschine (darf man überspringen, ist aber ziemlich krass): Im Tagblatt Druckzentrum wird pro Jahr für alle Ausgaben des Tagblatts (nicht nur die Wiler Zeitung, sondern alle Regionen) 15’000 Tonnen Papier bedruckt. Eine riesige Menge! Dafür wird auch viel Farbe benötigt, denn pro Jahr wird 65 Tonnen Farbe auf Papier gedruckt. Und nochmals eine grosse Zahl: ca. 130 Mio. Zeitungsexemplare werden pro Jahr gedruckt.

Für die ~14’500 Exemplare der Wiler Zeitung braucht diese Maschine übrigens gerade einmal eine halbe Stunde:

Wiler Zeitung im Tagblatt Druckzentrum

Genug der Zahlen. Die fertig gedruckten und gefalteten Zeitungen werden entweder gleich weiter zum Versand geschleust (natürlich vollautomatisch) oder in ein Zwischenlager verfrachtet. Der Lokalteil der Wiler Zeitung wird beispielsweise zuerst gedruckt und auf riesigen Rollen aufgewickelt. Später, etwas nach 23.00 Uhr wird der Hauptteil und die Titelseite gedruckt, beide Teile zusammengeführt und in den Versand geschickt.

Die Zeitungen werden durch eine grosse Halle an einer Art Förderband aufgehängt und gelangen durch einen für den Betrachter ziemlich kompliziertes System an den richtigen Ort, wo die richtige Anzahl Zeitungen gebündelt und adressiert auf ein Förderband gelangen, wo sie dann (hier sogar mit Personal) sortiert werden. Ein Teil gelangt dann in die Lieferwägen und wird zum Beispiel von der Prisma verteilt, ein anderer Teil wird mit der Post geschickt.

Versand

Ganze Paletten von Zeitungen werden in die Lieferwagen gepackt. Dort wird nochmals umsortiert, damit die Fahrerin an den Depotstellen gleich die richtigen Bündel ausladen kann. Übrigens kann es hier beim Einladen zu Verspätungen kommen. Praktisch nie ist der Druck im Druckzentrum daran schuld, das klappt mittlerweile wie geschmiert (sie dürfen es ja auch täglich machen). Für Verspätungen sorgen meist externe, die noch den Tagi oder die NZZ ins Druckzentrum. Diese werden nämlich auch gleich mit der Wiler Zeitung ausgetragen. Ungefähr um 2.30 am Morgen fährt der beladene Lieferwagen ab – in meinem Fall in Richtung Bichwil.

Verteilung

In Bichwil angekommen lädt die Fahrerin die Zeitungen an einer sogenannten Depotstelle ab. Dort werden Zeitungen geschützt vor Wind und Wetter abgeladen, damit der Verträger diese vor Ort an die Briefkasten verteilen kann. Bis 6.30 müssen übrigens alle Zeitungen verteilt sein (ein harter Job, wenn man die Arbeitszeiten und auch jedes mögliche Wetter bedenkt). Für mich endete die Reise mit der Zeitung vor den ersten Briefkästen in Bichwil, etwas nach 3.00 Uhr. Nach einem Arbeitstag und anschliessend nochmals einer von ca. 21.30 bis ca. 4.00 Uhr am Morgen war ich dann doch froh, mich in mein Bett legen zu können. Und alle Freunde der Printzeitung durften auch an diesem Donnerstagmorgen bereits pünktlich ihre Zeitung lesen. Dass so viel Aufwand dahinter steckt (und ich habe noch längst nicht alle Details niedergeschrieben), merkt man dann eigentlich nicht.

Videobeitrag

Und hier ist also nun mein vierminütiges Baby, wo ihr einen Eindruck dieser Arbeit erhält. Enjoy!


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