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«Michi, soll ich ein Android- oder iOS-Smartphone kaufen?»

Veröffentlicht am 13.02.2012 » 3 Kommentare » Kategorie: Apple, Technische Geräte und so von Michael Eugster

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Bild: (cc) Beau Giles / flickr

Die technikbegeisterte Garde von Leuten wird es kennen. Die eine mühsame Frage, die Freunde, Bekannte und andere Leute immer wieder stellen. «Was ist denn nun besser? Ein Android-Smartphone oder ein iPhone?» (es gäbe natürlich auch noch Windows-Phones und so weiter, aber die kommen eigentlich nie zur Ansprache).

Die kurze Antwort

Es ist mir eigentlich scheissegal völlig egal, was ihr kauft. Ich kann die Frage nicht mehr hören und sie ist etwa so unsinnig, wie wenn man fragt, ob die eine Automarke besser ist als die andere. Man könnte meinen, dass ich als kleiner Apple-Fan ausschliesslich Apple-Produkte empfehlen würde. Könnte man meinen, ist aber nicht so. Schlussendlich ist es mittlerweilen wirklich eine Geschmacksfrage, ob man nun auf ein iPhone oder das Android-Smartphone der eigenen Wahl setzt.

«Komm, etwas ausführlicher geht das schon noch.»

Stimmt. Ein wenig ausführlicher könnte ich tatsächlich werden. Wer weniger lesen möchte, geht zur Quintessenz. Voilà;

Betriebsystem: iOS vs. Android


Bild: (cc) Johan Larsson / flickr | Twitterclient unter Android

Android von Google steht dem Betriebsystem iOS von Apple eigentlich in keinem Punkt nach. Beide Betriebsysteme beiten ungefähr dasselbe, beide haben ihre Vor- und Nachteile. So ist das Betriebsystem von Apple geschlossen und Anwendungen von Entwickler müssen erst einmal bei einer Eingangskontrolle durchgewinkt werden. Im direkten Vergleich zeigt sich hier Android wesentlich liberaler, offener. Es gibt hier auch weniger Einschränkungen, was die Funktionen der Anwendungen der Mobiltelefone betrifft.
Der Fluch des offenen Systems ist hier noch der Faktor Sicherheit: Während es bei Apples Mobiltelefon noch keinen Virenbefall gibt, hat man diese Problem bei Android-Geräten deutlich öfter.

Gerätevielfalt

Das iPhone gilt als relativ kostspieliges Gerät. Es gibt jedes Jahr normalerweise ein neues Modell, nicht mehr und nicht weniger. Dies bedeutet für Entwickler, dass sie einen wesentlich kleineren Aufwand haben, da sie bedeutend weniger Geräte berücksichtigen müssen.

Die Gerätevielfalt ist unter dem Android-Betriebsystem viiiiiel grösser. In einem Handyshop oder im Internet findet man heutzutage praktisch alles vom Lowbudget-Smartphone bis hin zum powervolleren und teureren Gerät. Leider ist hier der Nachteil, dass Entwickler viele verschiedene Auflösungen, Hardwaregegebenheiten, etc. berücksichten müssen/sollen. Auch besteht überhaupt keine Garantie, dass neue Versionen des Betriebsystems auch jemals auf dem eigenen Gerät ankommen. Dies ist beim iPhone von Apple anders; in der Regel wird das Gerät mindestens ca. 2 Jahre lang unterstützt und erhält auch neue Funktionen.

Bedienung, Apps, Geschmack und so


Bild: (cc) Vasile Cotovanu / flickr | Siri unter iOS

Mir persönlich sagt die Bedienung des iOS als iPhone-User der ersten Stunde um einiges mehr zu als derjenigen des Android-Betriebsystems. Sie wirkt für mich irgendwie flüssiger, angenehmer, logischer. Doch die Android-Oberfläche hinkt hier eigentlich nicht gross nach. Was meiner Meinung nach noch etwas fehlt, sind wirklich schön gestaltete Apps. Aber hier solls sich ja schon bald bessern. Der Android Market bietet trotzdem eine gute Auswahl, wie der grosse Bruder AppStore.

Die Quintessenz

Worauf ich jedoch schlussendlich hinaus möchte, ist folgendes: Egal ob Android oder iOS, ihr seid mit beiden Betriebsystemen gut unterwegs. Wofür ihr euch schlussendlich entscheidet, ist Geschmackssache, Budgetsache, Einstellungssache gegenüber offenem oder geschlossenen System oder kann sonstige Gründe beinhalten. Es gibt gute Gründe für ein iPhone, aber ich kann auch die Leute verstehen, die sich das Gerät aus Prinzip nicht kaufen möchten. Ich werde wohl nur schon aufgrund der vielen Apps, die ich für iOS gekauft habe, nicht zu Android wechseln. Da wäre ich ja irgendwie blöd.

Also: Bevor ihr mich das nächste Mal fragt, was ihr kaufen sollt oder was nun besser ist; nehmt die Geräte in die Hand, testet sie. Wenn ihr merkt, dass ihr an einem Gerät mehr Spass haben könntet, kauft es. Grundsätzlich gibt es auf beiden Seiten gute Geräte, die Zielgruppe ist jedoch nicht per se die Gleiche.

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Nexus S mit Android im Alltag

Veröffentlicht am 19.04.2011 » 6 Kommentare » Kategorie: Review, Technische Geräte und so von Michael Eugster

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Ich durfte im Rahmen der Swisscom-Expertengruppe das neue Nexus S von Google (bzw. Samsung, der Hersteller des Geräts) mit Android 2.3.3 testen. Für mich war das zum einen die Gelegenheit, einmal mit Android zu arbeiten und gleichzeitig eben auch meine Androidpremiere. Ich fand sowohl positive als auch negative Dinge, den vollständigen Bericht können alle unter 26-jährigen bald auf der Xtra-Zone nachlesen. Ich werde den Bericht nach Möglichkeit auch noch auf diesem Blog veröffentlichen, damit auch nicht-Swisscomkunden und Leute Ü26 den Bericht lesen können.

Drei Dinge muss ich aber noch loswerden:

Android-Apps sind hässlich. Sagt mir, was ihr wollt, aber bis jetzt fand ich praktisch keine Anwendung, die mich designmässig überzeugt hat (sogar Wunderlist – mit einem tollen Design auf praktisch allen Geräten – sah auf Android irgendwie crappy aus). Da hat Apple mit seiner GUI (, welche die Entwickler natürlich auch in ihre Apps einbauen können) eindeutig die Nase vorne. Oder wie erklärt ihr mir, dass gleiche Anwendungen von gleichen Firmen auf dem iPhone toll aussehen und auf dem Android-Betriebsystem einfach nur hässlich sind? Hier ein Beispiel anhand der Anwendung Meebo (Screenshot vom Android Gripes Blog):

Dies hat leider teilweise auch zur Folge, dass die grafische Oberfläche nicht besonders intelligent gestaltet wurde. Und da kommen wir zum zweiten Punkt: das iOS lässt sich viel flüssiger bedienen. Wer noch nie ein iPhone (bzw. ein Gerät mit iOS) in der Hand hatte, der wird sich nicht so sehr daran stören. Aber trotzdem fehlte mir bis jetzt immer der Überblick im Android-OS. Da häufig ein Hardware-Button ausserhalb des Displays für die Funktionen der Apps verwendet wird, hat man nie wirklich den Überblick, den man beim iOS hat. Das nervt extrem und man weiss nicht immer, wo genau man jetzt nach den Funktionen suchen soll.

Aber Android sticht Apples iOS mit Leichtigkeit, wenn es um ein gutes Benachrichtigungssystem geht. Die Push Notifications von Apples iOS sind super und sparen Akkulaufzeit (bei Android läuft das meines Wissens nach dem Pull-Prinzip, sprich das Gerät fragt immer nach, ob was Neues da ist). Was jedoch beim iOS komplett fehlt, ist eine gute Zentrale, die alle Push Notifications auch nach dem Wegtippen des Popups noch anzeigt. Einmal weggetippt, sind die Meldung für immer weg und bleiben höchstens noch als Zahl beim Symbol der Anwendung in Erinnerung. Da muss Apple nachbessern!

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Googles Konkurrenz-Phone

Veröffentlicht am 06.01.2010 » Keine Kommentare » Kategorie: Technische Geräte und so von Michael Eugster

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Wie wahrscheinlich die meisten von euch Lesern bestimmt schon bemerkt habt, hat Google gestern ihr eigenes Smartphone mit Touchscreen veröffentlicht, namentlich «Nexus One». Ich verfolge neue Releases von Smartphone jeweils meist mit einem gewissen Interesse, denn ich begrüsse es, wenn etwas (iPhone-) Konkurrenz auf den Markt kommt.

Mit Nexus One scheint es Google geschafft zu haben eine bessere iPhone-Konkurrenz zu schaffen, als das bisher bei den anderen Herstellern der Fall war. Auch von der Hardware zeigt Google, dass man da richtig tolle Dinge reinbauen kann. Der eingebaute Prozessor soll Taktfrequenzen bis zu 1GHz schaffen, mit 512MB RAM ist man gut bedient und der eingebaute Flashspeicher von etwas mageren 512MB ist mit SD-Karten erweiterbar um bis zu 32GB.

Auch von der Software her muss ich wirklich sagen, dass Google doch eine ganz solide Lösung bringt. Vor allem die mit eingebaute Navigation ist eine tolle Sache, die Sprachsteuerung wird aber wahrscheinlich auch bei diesem Handy nicht wirklich häufig gebraucht werden (ist bei mir zumindest beim iPhone 3GS so, ich brauch die Sprachsteuerung eigentlich nie, weil es auch zu lange dauert). Das Android-System kommt natürlich auch mit dem «Market Place», sozusagen dem «AppStore-Pendant» von Android, aber man kann jedoch auch Anwendungen anbieten, ohne dabei den Market Place benutzen zu müssen. Etwas, wo Apple unbedingt noch nachholen sollte, was aber meiner Ansicht nach eher nicht in absehbarer Zeit geschehen wird.
Laut Testberichten schafft es jedoch auch Nexus One nicht, die Flüssigkeit der Bedienung vom iPhone OS zu toppen. Ob der Trackball die Bedienung vereinfacht? Solche Dinger waren bis jetzt bei praktisch allen Handys sehr anfällig für Defekte.

Hardwaremässig erwähnenswert ist vielleicht noch die Kamera, die mit 5 Megapixeln und LED-Blitz daherkommt. Diese Zahl muss jedoch gar nichts heissen, es kann auch sein, dass die Qualität nicht besonders toll ist – ich weiss es nicht.

Auf jeden Fall hat da Google ein tolles Produkt hingezaubert, das vielleicht sogar schon etwas als iPhone-Konkurrenz angesehen werden kann. Ob es das dann schlussendlich wirklich ist, bleibt offen. Ich finde es auf jeden Fall gut, dass im Markt somit auch wieder etwas Bewegung ist und mit der zusätzlichen Konkurrenz seitens Google der (Innovations-)Druck auf die anderen Firmen steigt. Und damit meine ich nicht nur Samsung, LG oder der Nachzügler Nokia, sondern auch Apple. Ich bin gespannt, was der Sommer dann neues bringt, vermutlich wird Apple dann ja wie jedes Jahr wieder ein neues iPhone vorstellen.

Oops, fast vergessen: Wer mehr Infos will, der geht am besten mal auf google.com/phone, dort findet man (für Interessierte) auch genauere technische Details.

Gruss,
Michael

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