Pilosoph?

Veröffentlicht am: 28.12.09 | Aus dem Leben  | Keine Kommentare

Ereignisse in meinem Leben haben es mir so gebracht, dass ich zunehmend beginne über meine «Geschichte», den Sinn des Lebens, die Komplexität aller Dinge und einfach das Leben nachzudenken. Situationen haben mich dazu gebracht, das in Worte zu fassen, was in meinem Kopf umher schwirrte. Dinge, die vielleicht schon fast jedem irgendwie aufgefallen sind, aber man vielleicht nicht jeden Tag darüber sprechen will oder kann.
Ich schrieb vor allem die beiden Beiträge «Endlich, nicht unendlich» und «Im Strom der Zeit», beide stiessen auf grossen Anklang und man hat mich schon angesprochen, dass ich ja schon ein halber Philosoph sei.
Nun, ich denke nicht, dass ich deswegen kein Philosoph bin. Ich denke über mein Leben nach und schreibe so über mein Leben, dass es vielleicht auch anderen etwas bringt. Es ist nicht einfach, das in Worte zu fassen, was einen beschäftigt, was man fühlt. Und doch bringen mich die Versuche (genau dies trotzdem zu tun) weiter. Ich kann Erlebtes verarbeiten und komme besser damit klar. Das ist die eine Seite und das geschieht über meinen Blog.
Doch man darf auch nicht vergessen, dass die Freunde in solchen Situationen das Wichtigste auf der Welt sind. Freunde, denen man alles erzählen kann, die einem zuhören und keine Witze darüber machen, einen ernst nehmen. Denn der Gedanke, nicht alleine mit dem Wissen, den Gedanken, dem Erlebten zu sein beruhigt. Ratschläge sind zwar toll, aber auch Freunde wissen nicht immer, was in solchen Situationen zu tun ist – müssen sie auch nicht. Ich denke, der Mensch braucht andere zum sprechen. Man muss über Dinge sprechen, die einen beschäftigen. Es ist schwer, aber es hilft. Und ich rate euch allen das Gleiche zu tun, wenn ihr in einer schwierigen Situation seid. Sprecht über das, was euch beschäftigt, was euch bedrückt, denn was verschwiegen bleibt, bringt niemanden weiter.
Aber das sage ich ja nicht als erster, die Ratschläge habt ihr bestimmt schon selber einmal von irgendjemanden gehört. Doch das heisst nicht, dass sie deswegen schlecht sind. Aber es ist auch so, dass es für jeden Menschen wieder etwas anders ist. Die einen mögen in schwierigen Situationen erst recht nicht darüber sprechen und müssen darüber nachdenken, sich vielleicht auch etwas zurückziehen. Doch schlussendlich kann das Ganze nicht einfach verschlossen bleiben, denn sonst trägt man das irgendwie immer mit sich herum.
Und deshalb sind gute Freunde das Wichtigste auf dieser Welt. Und ich bin allen dankbar, die mir, egal zu welcher Uhrzeit, zugehört haben, mit mir geschrieben haben oder einfach nur das gelesen haben, was ich ihnen geschrieben habe. Ich denke, dass ich es nur dank euch geschafft habe, die Welt von einer anderen Seite zu sehen und auch wieder beginne Spass daran zu finden. Danke. Und auch danke allen Lesern und «Kommentatoren» dieses Blogs.

Gruss,
Michael



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