Wirtschaftskrise? Unfreundlichkeit? Nichts da!

Veröffentlicht am: 27.10.09 | Aus dem Leben Kreativer Überschuss  | Keine Kommentare

Man könnte diesem Beitrag auch den Titel „Mitagessen und Geld sparen“ geben. Und um das Ganze mit einem schönen Bild noch etwas zu unterstreichen, bitte:

Bild gefunden auf pixelio, geschossen und hochgeladen von Siegfried Fries

Nein, ich schreibe heute nicht über Wasser und Brot oder solches Zeug, sondern etwas ganz anderes. Aber lasst mich anders beginnen.

Nun, es gibt sie also doch noch. Die komischen, aber freundlichen Leute, die einem das Leben durch gewisse Situationen versüssen und den Gesprächsstoff für den Mittagstisch gleich mit dem Mitagessen serviert. Aber schön der Reihe nach.

Es ist Freitag, so um 12.00 Uhr, also Zeit für ein Mitagessen. Natürlich hatte ich wieder einmal Hunger und suchte mir in unserer Mensa etwas aus, wonach ich gerade Lust hatte und auch etwas, das meinen Geldbeutel nicht besonders belasten sollte. Ich entschied mich also für irgendwelche Nudeln mit einer Sauce. Schon ziemlich bald stehe ich also bei der Kasse. Der Teller wird gewogen, der Preis steht an der Anzeige. Und plötzlich kommt mein Wohltäter des Tages und legt seine Karte auf den Leser und bezahlt damit meinen Betrag. Ziemlich überrascht über diese Aktion bin ich erstmal kurz verwirrt und die Kassierin genauso: «Willst du das jetzt für ihn bezahlen?», fragt sie mehr aus Blödsinn. Dieser antwortete prompt: «Hmm.. Ja.» Sie dachte es sein ein Scherz, buchte die Sache zurück und irgendwie waren alle zusammen etwas verwirrt… Schlussendlich sagte dieser dann doch wirklich: «Ähm, ich dachte, ich zahle es ihm?» (wohl auch etwas verwirrt durch die Komplikationen an der Kasse). Es wurde also doch abgebucht und alle waren glücklich (hoffentlich). Ich ging also mit einem Gratis-Mitagessen an meinen Platz und schon surrten einige Gedanken durch meinen Kopf. Zum einen kann man so was natürlich wunderbar verbloggen und zum anderen musste ich dies natürlich gleich mal den anderen erzählen.

Ich glaube, er wollte mir einfach mal zeigen, dass die Wirtschaftskrise doch nicht so schlimm ist und es immer noch freundliche Leute auf dieser Welt gibt. So etwas sollte mir öfters mal passieren :). Ein Punkt, der die Sache noch besser macht, ist dass ich diesen Jungen gar nicht kannte. Wer spendiert heute schon einfach jemanden ein Mittagessen, den er bis jetzt vielleicht mal kurz durch die Gänge gehen gesehen hat? Ich glaube, fast niemand würde das einfach machen, auch wenn der Betrag nur wenige Franken gross ist.

Das Leben kann schon verrückt sein =).

Gruss,
Michael

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