Gerüchte und ihre Wirkung

Veröffentlicht am: 13.01.10 | Technik & Computer  | Keine Kommentare

Nun, einen Artikel ohne ein Bild zu beginnen ist eigentlich nicht meine Art. Doch zu diesem Artikel habe ich kein wirklich passendes Bild, das nicht schon irgendwie etwas wertend ist. However, hier trotzdem zwei Bilder von zwei Mock-Ups:

In diesem Falle habe ich – nicht ohne Grund zwei Mock-Ups (= Attrappen) von Apple Produkten. Denn häufig gibt es bei Gerüchten, die die Runde machen, auch irgendwelche geschickte Photoshopler, die ihre Ideen, wie ein solches Gerücht in Produktform aussehen könnte, umsetzen. Doch etwas zurück in meinen Gedanken.

Gerüchte sind auf der einen Seite schlecht, aber natürlich auf der anderen Seite auch toll. Gerüchte haben so ihre Tücken und es gibt Vorteile als auch Nachteile von Gerüchten, in diesem Fall bezogen auf Firmen, die irgendwelche technischen Geräte auf den Markt bringen. Das muss aber nicht unbedingt Apple sein, sondern auch irgendeine andere Firma.

Gerüchte sind toll, weil…

Gerüchte und Spekulationen sind darum toll, weil man sieht, was eigentlich auch von den Kunden gewünscht wird. Gerade Apple lebt ja schon fast von Gerüchten. Es wird ein riesiger Hype aus den Dingen gemacht, wie damals vor dem iPhone. Man weiss nicht genau, ob es jetzt kommt oder nicht, auf jeden Fall gibt es sehr viele Spekulationen, die sehr interessant sein können. Man sieht, was die Leute für Wünsche, Vorstellungen und Phantasien haben. Und es wäre nicht das erste mal, dass dadurch wirklich tolle Ideen auf den Tisch kommen, die vielleicht sogar in dieser Form mal realisiert werden. Die Kreativität wird schön in Anspruch genommen.

Gerüchte sind schlecht, weil…

…man häufig sehr grosse Erwartungen aufbaut. Man wünscht sich dieses und jenes bei einem Gerät. Man spekuliert in hohen Massen und freut sich schon auf ein Produkt. Wenn man bei solchen Sachen mitmacht, ist die Chance jedoch, enttäuscht zu werden, sehr gross. Vielleicht kommt das Erwünschte Produkt so gar nicht auf den Markt oder die Firma dementiert die Gerüchte. Vielleicht kommt das Produkt dann wirklich, jedoch hat man so grosse Erwartungen und Vorstellungen, dass man praktisch nur noch enttäuscht werden kann. Man sagt sich danach schnell mal etwas im Stil von: «Ach, wäre es doch schön gewesen, wenn» oder «Es könnte doch das beinhalten…» oder «Ach wie schade, das hätte noch kommen müssen».

Gerüchte und Spekulationen erwecken Wünsche in jedem, der sich darauf einlässt. Man kann es prinzipiell nie allen recht machen. Das Produkt kann noch so toll sein, aber man findet immer etwas, was einem fehlt, was man vermisst. Deshalb sind Gerüchte für jeden nicht so toll, der sich nicht enttäuschen lassen will. Wer sich nicht darauf einlässt und sich einfach überraschen lässt, wird dann bestimmt mehr Freude haben.

Und irgendwie komme ich nicht darum herum, Apple doch nochmals anzusprechen. Gerade in diesem Bereich kursieren sehr viele Gerüchte, aber auch gefakte Bilder oder ähnliches. Die Community erwartet bei jeder Vorstellung von Apple eine riesige Innovation und dies mag auch manchmal so kommen, jedoch natürlich nicht immer. Mit dem iPhone hat man erstmal viele Leute begeistert, doch es hätte ja noch eine bessere Kamera enthalten können,… Ihr merkt bestimmt worauf ich hinaus will.

Für eine Firma / Unternehmung haben solche Dinge ganz klar zwei Seiten. Die eine Seite ist kostenlose Werbung, Aufmerksamkeit und vielleicht sogar Medienpräsenz – alles dank der Community, die sich Gedanken macht, was möglicherweise kommen könnte. Auf der anderen Seite sollte die Firma die Bedürfnisse der Kunden befriedigen und möglichst auch das liefern, was diese sich wünschen. Dabei muss das Produkt noch in ihr Segment, ihre Philosophie und ihren Fachbereich fallen. Ist dies nicht alles vereinbar mit den Wünschen der Kunden, können Gerüchte für eine Firma auch nicht toll sein, denn wenn immer wieder Erwartungen nicht erfüllt werden, sind die möglichen Kunden häufig enttäuscht.

Viel Text und eigentlich eine kurze Message: Gerüchte und Spekulationen mögen toll scheinen, sind es aber nicht immer. Sowohl für den Kunden als auch für die Firmen.

Gruss,
Michael

Tags:          

Sharing is caring!