Romeo und Julia – mal anders

Veröffentlicht am: 20.02.10 | Aus dem Leben  | Keine Kommentare

Romeo und Julia
Bild © bei mir – sorry für die schlechte Qualität – ist halt nur mit dem iPhone fotografiert ;)

Etwas Kultur musst wieder einmal reingezogen werden. Und warum nicht gleich ein Theater? So brachte mich eine Bekanntschaft aus dem Aargau darauf, wieder einmal dorthin zurückzukehren. Er spielte dort in einem Theater mit, bei welchem ich auch gerne einmal dabei sein wollte – als Zuschauer versteht sich. Der Umstand, dass ich nächstes Wochenende weg bin brachte mich dazu, gleich mal in den Zug zu steigen und nach Aarau zu fahren. Ihr erratet es bestimmt – spontan ;-).

In der «Neuen Kantonsschule Aarau» eingetroffen wurde ich an der Kasse sogleich auch als «der Ostschweizer Kollege» von einem der Artisten begrüsst. War ja an meinem Dialekt unschwer zu erkennen.

Das Theater begann und spielte, wie man es vermuten konnte, in der Schule.
Im «Wilhelmianum» gibt es zwei Gruppen – die Rocker, Punks, Heavy Metal Fans und die etwas Anständigeren, Zivilisierten (leider weiss ich die richtigen Namen der Gruppierungen nicht mehr auswendig…). In einem abwechslungsreichen Programm mit selbst komponierter Musik führen uns Romeo und Julia durchs Programm. Doch sie selber werden dabei nicht von den anderen bemerkt und sind sozusagen wie die Sprecher in einem Film. So bringt dies der ganzen Sache noch etwas mehr Abwechslung.

Schlägereien und Streitigkeiten gehören im «Wilhelmianum» zur Tagesordnung. Das passt der Schulleitung jedoch ganz und gar nicht. So wird zwischendurch auch immer von den strengen Lehrern der Tarif durchgegeben.

Für (wortwörtlich) Bewegung sorgen auch die Schauplatzwechsel. Man bleibt also nicht immer am gleichen Ort sitzen, sondern darf seine Muskeln ab und zu wieder etwas in Gang setzen. Damit es auch noch zum individuellen Erlebnis wird, erleben die Zuschauer übrigens beim Schülerfest auch nicht genau das gleiche – schliesslich ist die Schule ja auch in zwei Gruppierungen getrennt.

Mit tollen Liedern und Darbietungen untermalt bringt einem das Theaterstück die Geschichte von Julia und Romeo mit einer guten Prise Humor und transferiert in die heutige Zeit näher. Wer von einem langweiligen Drama mit alten Texten, die sowieso niemand versteht, ausgeht, der täuscht sich. Die Spannung und der Witz geht bis zum Schluss nicht verloren.

Übrigens: einen solchen Schulpsychologen brauchen wir für unsere Schule unbedingt auch mal. Nicht unbedingt weil er (fast) das ganze Stück durch von Drogen eines Schülers etwas bekloppt ist, sondern weil er durch sein lockeres und doch professionelles Verhalten noch jedes Problem löst. Oder den Patienten (Dealer) zum Psychlogen macht.

Wie auch immer – ein Stück voll Emotionen, Feindschaft, Liebe, Musik und Humor. Ein perfekter Samstagabend!

Übrigens: Wer das Stück noch nicht gesehen hat, kann dies noch nachholen! «Romeo und Julia» wird vom Donnerstag 25.02 bis Samstag 27.02 nochmals aufgeführt. Die Vorstellung startet an den drei Tagen um 19.30 und kostet für Schüler / Studenten gerade einmal 12.-. Gut investiertes Geld! Ich empfehle jedem wärmstens, sich dieses Stück zu Gemüte zu nehmen, es lohnt sich!

Mehr Infos findet ihr genau hier.

So, und nun fahre ich nach Hause und schlafe dann aus.

Gruss,
Michael

P.S.: Meiner Begleitung Remo H., den ich per Zufall auch noch dort getroffen hab, wünsche ich noch tolle Ferien. Und jetzt hat er bestimmt Freude, dass ich das hier noch erwähne ;-P

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