Kaffeegenuss mit Olympia Express Club

Veröffentlicht am: 21.07.14 | Aus dem Leben  | 2 Kommentare

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Eigentlich war es mir ja im Dezember schon klar. Ich musste diese Kaffeemaschine haben. Die Olympia Express Club aus dem Jahr 1975, restauriert von Migg Frei, schrie beinahe danach, ich solle sie doch nach Hause nehmen.

Es verstrichen nicht viele Stunden, da war das Baby schon bei mir. Die einzigartige Kaffeemaschine aus massivem Metall hat den Glanz seiner Jahre noch lange nicht verloren. Ich las mich in das Thema der Handhebelmaschinen ein, informierte mich über Kaffee, über Mahlgrad, über die Zubereitung von Milchmischgetränken, las mich in die Geschichte von Olympia Express ein… und schon bald war es um mich geschehen.

 

Kaffee als Koffeinspender

Viele Leute trinken aus einem ganz trivialen Grund Kaffee: Koffein. Obwohl sich der Körper langsam an diesen Stoff gewöhnt, trinken viele munter weiter und kommen auf so einige Tassen pro Tag. Der Kaffee wurde zum Mittel zum Zweck: Wachwerden. Aus diesem Grund überlegen sich auch die wenigsten, welchen Kaffee sie trinken oder auch wie dieser hergestellt wurde. Die Einfachheit von Nespresso-Kapseln hat dem Lebensmittelmulti riesigen Erfolg beschert. Der Kaffee, der aus solchen Kapselsystemen schmeckt überall einigermassen gleich gut, die Maschinen sind einfach zu bedienen, die Sorte ist schnell gewechselt, es muss wenig geputzt werden. Es spricht so einiges für dieses System. Mir geht diese Geldmachereich jedoch ziemlich gegen den Strich. Die Produktionsbedingungen sind bedenklich, Aluminium braucht viel Energie und recyclet wird auch nicht wirklich. Aber immerhin bezahlt der Konsument ja die völlig überrissenen Kaffepreise.

Ich könnte jetzt noch weiter den Moralapostel spielen und euch eintrichtern, wie schlecht dass Nespresso ist. Es würde leider wenig ändern und dies hat auch mit dem Konsumverhalten der Leute zu tun: Es muss schnell gehen, man muss wach werden.

 

Kaffee zelebrieren

Mit meiner Olympia Express möchte ich jedoch einen anderen Kaffeegenuss zelebrieren. Ich möchte mir Zeit nehmen. Ich möchte wissen, welchen Kaffee ich trinke und ich möchte lernen, diesen perfekt hinzubringen. Das ist nicht ganz einfach und braucht mehr Geschick und Wissen, als eine Kapsel einzuwerfen und den Knopf zu drücken. Belohnt wird man dann jedoch mit feinstem Kaffeeduft dank frisch gemahltem Kaffee und einem exzellenten Espresso, der einem den Tag «versüsst». Damit ihr ein wenig Teil an meiner Begeisterung haben könnt, habe ich einige Bilder gemacht:

Olympia Express Club

Die Olympia Express Club 1975 passt gut in unsere WG. Wie man unschwer erkennen kann stapeln sich hinter der Maschine auch schon verschiedene Kaffeesorten, die ich frisch mit meiner Mühle male.

Olympia Express Club

Wer sich das Schildchen genau anschaut, entdeckt die Modellnummer. Auf dem Foto ist sie nicht besonders gut zu erkennen. Sie beginnt mit 75, was heisst, dass das Produktionsjahr 1975 ist.

Olympia Express Club

Ein guter Espresso beginnt mit der richtigen Mahlung. Nicht immer gelingt mir diese auf Anhieb. Je nach Kaffeesorte und Luftfeuchtigkeit muss der Kaffee anders gemahlen werden. Nach dem Mahlen macht sich der Duft von frisch gemahlenem Kaffee in der ganzen Wohnung breit. Die richtige Menge hängt auch von der Mahlung und von der Kaffeesorte ab.

Olympia Express Club

Nach dem Mahlen wird das Kaffeepulver im Siebträger angedrückt. Auch hier muss das entsprechende Fingerspitzengefühl vorhanden sein. Zu stark angedrückt oder zu schwach angedrückt: Beides wirkt sich nicht gerade positiv auf den Espresso aus.

Olympia Express Club

Jetzt kommt der spezielle Teil dieser Kaffeemaschine: Durch Runterdrücken des Hebels wird der entsprechende Druck erzeugt, der notwendig ist. Das Wasser fliesst in den Kolben, solange der Hebel ganz unten ist, lässt man ihn los fliesst durch den Druck das Wasser durch das Pulver in die Tasse. Eine Feder macht, dass man selber eigentlich nichts mehr machen muss und der Hebel sich selbst «hebt». Soweit alles unklar? ;-)

Olympia Express Club

Und so sieht’s aus, wenn der Kaffee in die Tasse fliesst. Et voilà:

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Der Espresso ist fertig. Dieser war zwar nicht perfekt, aber schmeckt ganz gut.

Olympia Express Club

Wer Kaffee macht, braucht auch einen Abschlagkasten, um das ausgebrühte Kaffeepulver wieder rauszubringen.

Olympia Express Club

Und sollte mal jemand Kaffee lieber doch mit Milch zu trinken, dient das Kännchen als Behälter.

Habt ihr auch schon mal eine solche Maschine gesehen? Wie trinkt ihr euren Kaffee am liebsten?

 

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