Geschrieben am 10.06.2013 um 22:22 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Apple.
Nur wenige Minuten nach Schluss der Keynote der WWDC habe ich mir die Neuerungen von Apple angeschaut und bin begeistert. Apple hat genau das gebracht, was mir in der letzten Zeit gefehlt hat: Die Einfachheit und die Funktionalität in einem wunderbaren Design vereint.
Mir persönlich gefällt das «Flat Design» in iOS 7 sehr. Im neuen Betriebsystem, das im Herbst 2013 für alle kommen soll, sieht alles weniger verspielt und aufgeräumter aus. Typographie setzt Akzente – etwas, was mir bei Windows Phone gefallen hat. Von den Funktionen gibts auch einige Dinge, die endlich eingebaut werden (z.B. der Schnellzugriff auf Bluetooth, Bildschirmhelligkeit, etc.).
Wie dem auch sei. Ich will euch Listen zu Funktionen ersparen. Die könnt ihr weiterhin auf Techblogs wie gizmodo, Apfelblog oder Technikblog nachlesen.
Geschrieben am 29.05.2013 um 14:54 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Allgemein, Webdesign & Co., WWW.
Am ersten Juli gibts den Google Reader nicht mehr. Google hat entschlossen, diesen Service einzustellen. Eine Enttäuschung für mich und viele andere User, die ihre Blogfeeds oder andere RSS-Feeds so gelesen haben.
Die Suche nach einer Alternative, die auch eine iOS-App (für iPhone und iPad) bietet und den Webzugriff ähnlich wie bei Google Reader erlaubt, verging bei mir etwas harzig. Irgendwie gefiel mir immer entweder der Web-Zugriff oder die Anwendung nicht. So wäre Feedly zwar recht einfach zu handhaben. Mich stört jedoch, dass man ein Addon für Firefox installieren soll und mit der iOS-App werde ich nicht warm.
Ich suchte nach Selfhosting-Lösungen, fand einige Varianten – unter anderem das nicht kostenlose Fever. Sieht toll aus, aber kostet was und ich es gibt Alternativen. Ich habe mich entschieden, den Newsreader nicht selber zu hosten und Newsblur unter die Lupe genommen. Und ich habe meinen zukünftigen Feedreader gefunden.
Einige Worte zu Newsblur
Newsblur ist gut für solche, die nicht massenhaft Feeds importiert haben. Bis zu 64 Feeds sind kostenlos, wer mehr möchte und die Feeds schneller aktualisiert haben möchte, zahlt $24 pro Jahr. Also etwa gleich viel wie ein-zwei Mittagessen. Ein fairer Preis finde ich - für mich genügt die kostenlose Version.
Die iOS-App gefällt mir sehr gut, sie lässt mich die ungelesenen Artikel durchlesen (der next-Button war wichtig für mich) und lässt Artikel für später abspeichern. Der Import von Google Reader funktioniert durch eine kurze Authorisierung durch Google reibungslos und schnell. Kurz: Ich bin zufrieden.
Eventuell entwickelt sich Feedly auch zu einer ernstzunehmenden Alternative. Da wurde nämlich eine Schnittstelle geöffnet, die es Entwicklern erlaubt, eigene Apps dafür zu programmieren. (via)
Geschrieben am 08.05.2013 um 8:00 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Musik, Review.
Jack, der junge Knopf lief anscheinend in jungem Alter von seinem zu Hause in Lynchburg weg. Der Weg führte ihn zum Dorfpfarrer, der auf seiner Farm auch eine Destillerie führte. Was muss das für ein Tamm-Tamm gewesen sein, als dies im Dorf auskam! Jack kaufte ihm kurzerhand die Destillerie ab und gründete seine Firma «Jack Daniel’s». Er soll am idealen Rezept für seinen Whiskey getüftelt haben und bei den Frauen gut angekommen sein.
Doch zwei Jahre bevor Jack an einer Blutvergiftung verstarb, wurde die Region «Moore County» als sogenannte «Dry County» erklärt. Das bedeutet soviel wie, dass der Verkauf, Ausschank und Transport von Alkohl im «Moore County», zu welchem auch «Lynchburg» gehört, verboten war. Blöd gelaufen für eine Destillerie, die dort seinen Sitz hat, oder? Jacks Neffe kandidierte daraufhin für den Senat, wurde gewählt und lockerte das Gesetz so, dass 1933 der Betrieb in der Whisky-Produktionsstätte wieder aufgenommen werden konnte.
Übringens: Bis heute ist der Verkauf (bis auf kleine Mengen an Touristen) und Ausschank von Alkohol in Lynchburg bis heute verboten. Wer hätte das erwartet?
Was mich persönlich aber noch mehr interessiert, ist der musikalische Apsekt von Jack. Interessant zu wissen ist da, dass er 1892 die Jack Daniel’s Silver Cornet Band gründete. Für gerade einmal 227.70 Dollar statte er die Band mit Instrumenten aus (ein Kornett, ein Helikonbass, ein Althorn, eine Wirbel- und eine Basstrommel waren am Start). Es war eine richtige «Small Town Band» und verschiedenste Personen spielten da mit: Einer war Bankangestellter, einer Lebensmittelhändlern, einer gar Polizist, und auch ein Anwalt blies, was das Zeug hielt. Auch während der Zeit, als die Destillerie geschlossen wurde (wie oben erwähnt), spielten die Jungs weiter.
Euch nimmt es nun bestimmt auch wunder, wie diese Band geklingt haben mag. Nach etwas Recherche habe ich doch tatsächlich eine Band mit dem Namen «Mr. Jack Daniel’s Original Silver Cornet Band» gefunden. Seit 1978 tourt die Band nun schon mit ihren nachempfundenen Kostümen und toller Musik durch Amerika und Kanada. Hier ein musikalischer Einblick (mehr Musik so ab 1:33):
Jack Daniel’s ist nicht nur mit seinem Whisky No. 7 in fast allen Bars präsent, sondern bietet auch musikalisch noch etwas von früher – wenn man es denn entdeckt. Mir gefällt’s auf jeden Fall und den neuen Honig-Whisky muss ich mir wohl auch mal anschauen.
Geschrieben am 26.04.2013 um 17:38 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Film.
Es kommt ja immer anders als man denkt. So lief es auch mit meinen Studien-Plänen. Ich bewarb mich vor einiger Zeit für die Studienrichtung «Bachelor in Arts of Film». Dazu habe ich Aufgaben (als erster Teil der Aufnahmeprüfung) eingereicht. Leider reichte es mir hier nicht, um in die zweite Phase aufgenommen zu werden.
Sofort aufzugeben wäre nicht meine Sache, weshalb ich mich für das Studium Cast / Audiovisuelle Medien noch nachträglich mit einigen Referenzen bewarb. Ich wurde bald darauf zum zweiten Teil des Aufnahmeverfahren – einer Prüfung und ein Gespräch mit Dozenten der Studienrichtung – eingeladen. Mein gutes Gefühl täuschte mich hier nicht und ich erhielt gestern die Bestätigung, dass ich das Studium an der ZHdK diesen Herbst antreten kann. Das werde ich nun auch und ich freue mich!
Geschrieben am 02.04.2013 um 12:09 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Film.
Da kommt sogar WAM ins Schwärmen. Ich hatte die dank der Einladung meiner Freundin das Vergnügen, an der Vorpremiere vom Film «Himmelfahrtskommando» in Wil teilzunehmen. Der neuste Wurf von Dennis Ledergerber begeistert. Der junge Regisseur zeigt, dass man auch ohne ein Millionenbudget (nämlich mit CHF 100’000) einen Kinofilm realisieren kann, der sich durchaus zeigen lassen kann.
Himmelfahrtskommando, das ist eine schwarze Komödie, basierend auf der gleichnamigen Novelle von Stefan Millius. Das Drehbuch überzeugte derart, dass Schauspielgrössen wie Beat Schlatter, Walter Andreas Müller und Andrea Zogg gar auf ihre Gage verzichteten und bei diesem Projekt mitarbeiteten.
Heile Welt
Ein unschuldiges idyllisches Schweizer Bergdorf am Thunersee – «Gottlingen» genannt – mit einem überforderten Gemeindspräsident kämpft um die Gemeindefinanzen. Da sind die weiss gekleideten Mitglieder einer amerikanischen Sekte herzlich willkommen, schliesslich bezahlen sie gut.
Wie der explosive Anfang der Geschichte zeigt, sind nicht alle Gottlinger begeistert von den fremden Besucher des Dorfes. Blöd nur, dass plötzlich Anhänger der Sekte ihre Mitglieder im fremden Land besuchen wollen. Eine Geschichte über Fremdenhass, Geldgier und was sie aus den Menschen macht.
Polarisierend
Der Film polarisiert. Die Themen sind allgegenwärtig und aktuell, die Aufarbeitung der Materie gewöhnungsbedürftig – oder einfach anders. Himmelfahrtskommando ist nichts für zarte Seelen und solche, die sich lieber Liebesfilme statt brutale Actionstreifen anschauen. Diesen Film liebt man oder man hasst ihn. Etwas dazwischen wirds wohl kaum geben.
Eine Spur Tarantino
Man spürt es schon zu Beginn des Filmes. Ein Auto fliegt in die Luft (übringes: die Explosion war echt) und eine Titelmelodie erklingt. Es könnte glatt ein Tarantinostreifen sein, auch die Machart der eingeblendeten Titel erinnert daran.
Eine weiteres Augenmerk liegt auf der verschachtelten Erzählstruktur aus der Sicht von Nebendarstellern. In verschiedene Kapitel gegliedert, wird der Film zum Beispiel aus der Sicht der Tochter des Gemeindepräsidenten oder des Pöstlers erzählt. Da ist Aufmerksamkeit gefragt, damit man mitkommt und die Zusammenhänge zu einem Strang zusammenstricken kann. Und das ist auch gut so. Denn wie es Beat Schlatter in Box Office schon gesagt hat: «Es gibt genug Schweizer Filme, die hier beginnen und etwas später weiss man schon, wie es dort aufhören wird» (sinngemäss Zitiert).
Kritik und Fazit
Das Budget war schmal und trotzdem gelingt Dennis Ledergerber ein Film, der in der Schweizer Filmwelt Beachtung erhält. Die Qualität leidet manchmal in der Tonqualität ein wenig, was aber nicht besonders stört. Ich hatte den Eindruck, dass an der Vorpremiere viele Leute überrascht waren. Überrascht, ein solches Ende zu sehen, überrascht, einen solchen Film zu sehen. Nicht alle waren zufrieden – eben, er polarisiert, aber viele lachende Gesichter waren anwesend. Ich finde; den Film muss man gesehen haben. Und: Ich freue mich auf den nächsten Wurf, Dennis! Hoffentlich erhält er in der Schweiz die verdiente Aufmerksamkeit und den Erfolg.