Jack Daniel’s, die Musik und Lynchburg

Geschrieben am 08.05.2013 um 8:00 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Musik, Review.

Jasper Newton "Jack" Daniel

Jack, der junge Knopf lief anscheinend in jungem Alter von seinem zu Hause in Lynchburg weg. Der Weg führte ihn zum Dorfpfarrer, der auf seiner Farm auch eine Destillerie führte. Was muss das für ein Tamm-Tamm gewesen sein, als dies im Dorf auskam! Jack kaufte ihm kurzerhand die Destillerie ab und gründete seine Firma «Jack Daniel’s». Er soll am idealen Rezept für seinen Whiskey getüftelt haben und bei den Frauen gut angekommen sein.

Doch zwei Jahre bevor Jack an einer Blutvergiftung verstarb, wurde die Region «Moore County» als sogenannte «Dry County» erklärt. Das bedeutet soviel wie, dass der Verkauf, Ausschank und Transport von Alkohl im «Moore County», zu welchem auch «Lynchburg» gehört, verboten war. Blöd gelaufen für eine Destillerie, die dort seinen Sitz hat, oder? Jacks Neffe kandidierte daraufhin für den Senat, wurde gewählt und lockerte das Gesetz so, dass 1933 der Betrieb in der Whisky-Produktionsstätte wieder aufgenommen werden konnte.

Übringens: Bis heute ist der Verkauf (bis auf kleine Mengen an Touristen) und Ausschank von Alkohol in Lynchburg bis heute verboten. Wer hätte das erwartet?

Was mich persönlich aber noch mehr interessiert, ist der musikalische Apsekt von Jack. Interessant zu wissen ist da, dass er 1892 die Jack Daniel’s Silver Cornet Band gründete. Für gerade einmal 227.70 Dollar statte er die Band mit Instrumenten aus (ein Kornett, ein Helikonbass, ein Althorn, eine Wirbel- und eine Basstrommel waren am Start). Es war eine richtige «Small Town Band» und verschiedenste Personen spielten da mit: Einer war Bankangestellter, einer Lebensmittelhändlern, einer gar Polizist, und auch ein Anwalt blies, was das Zeug hielt. Auch während der Zeit, als die Destillerie geschlossen wurde (wie oben erwähnt), spielten die Jungs weiter.

Euch nimmt es nun bestimmt auch wunder, wie diese Band geklingt haben mag. Nach etwas Recherche habe ich doch tatsächlich eine Band mit dem Namen «Mr. Jack Daniel’s Original Silver Cornet Band» gefunden. Seit 1978 tourt die Band nun schon mit ihren nachempfundenen Kostümen und toller Musik durch Amerika und Kanada. Hier ein musikalischer Einblick (mehr Musik so ab 1:33):

Jack Daniel’s ist nicht nur mit seinem Whisky No. 7 in fast allen Bars präsent, sondern bietet auch musikalisch noch etwas von früher – wenn man es denn entdeckt. Mir gefällt’s auf jeden Fall und den neuen Honig-Whisky muss ich mir wohl auch mal anschauen.

Hallo ZHdK!

Geschrieben am 26.04.2013 um 17:38 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Film.

ZHdK

 

Es kommt ja immer anders als man denkt. So lief es auch mit meinen Studien-Plänen. Ich bewarb mich vor einiger Zeit für die Studienrichtung «Bachelor in Arts of Film». Dazu habe ich Aufgaben (als erster Teil der Aufnahmeprüfung) eingereicht. Leider reichte es mir hier nicht, um in die zweite Phase aufgenommen zu werden.

Sofort aufzugeben wäre nicht meine Sache, weshalb ich mich für das Studium Cast / Audiovisuelle Medien noch nachträglich mit einigen Referenzen bewarb. Ich wurde bald darauf zum zweiten Teil des Aufnahmeverfahren – einer Prüfung und ein Gespräch mit Dozenten der Studienrichtung – eingeladen. Mein gutes Gefühl täuschte mich hier nicht und ich erhielt gestern die Bestätigung, dass ich das Studium an der ZHdK diesen Herbst antreten kann. Das werde ich nun auch und ich freue mich!

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Himmelfahrtskommando – Ein «Must-Have-Seen-Film», made in Switzerland

Geschrieben am 02.04.2013 um 12:09 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Film.

Himmelfahrtskommando

Da kommt sogar WAM ins Schwärmen. Ich hatte die dank der Einladung meiner Freundin das Vergnügen, an der Vorpremiere vom Film «Himmelfahrtskommando» in Wil teilzunehmen. Der neuste Wurf von Dennis Ledergerber begeistert. Der junge Regisseur zeigt, dass man auch ohne ein Millionenbudget (nämlich mit CHF 100’000) einen Kinofilm realisieren kann, der sich durchaus zeigen lassen kann.

Himmelfahrtskommando, das ist eine schwarze Komödie, basierend auf der gleichnamigen Novelle von Stefan Millius. Das Drehbuch überzeugte derart, dass Schauspielgrössen wie Beat Schlatter, Walter Andreas Müller und Andrea Zogg gar auf ihre Gage verzichteten und bei diesem Projekt mitarbeiteten.

Heile Welt

Ein unschuldiges idyllisches Schweizer Bergdorf am Thunersee – «Gottlingen» genannt – mit einem überforderten Gemeindspräsident kämpft um die Gemeindefinanzen. Da sind die weiss gekleideten Mitglieder einer amerikanischen Sekte herzlich willkommen, schliesslich bezahlen sie gut.

Himmelfahrtskommando

Wie der explosive Anfang der Geschichte zeigt, sind nicht alle Gottlinger begeistert von den fremden Besucher des Dorfes. Blöd nur, dass plötzlich Anhänger der Sekte ihre Mitglieder im fremden Land besuchen wollen. Eine Geschichte über Fremdenhass, Geldgier und was sie aus den Menschen macht.

Polarisierend

Der Film polarisiert. Die Themen sind allgegenwärtig und aktuell, die Aufarbeitung der Materie gewöhnungsbedürftig – oder einfach anders. Himmelfahrtskommando ist nichts für zarte Seelen und solche, die sich lieber Liebesfilme statt brutale Actionstreifen anschauen. Diesen Film liebt man oder man hasst ihn. Etwas dazwischen wirds wohl kaum geben.

Himmelfahrtskommando

Eine Spur Tarantino

Man spürt es schon zu Beginn des Filmes. Ein Auto fliegt in die Luft (übringes: die Explosion war echt) und eine Titelmelodie erklingt. Es könnte glatt ein Tarantinostreifen sein, auch die Machart der eingeblendeten Titel erinnert daran.

Eine weiteres Augenmerk liegt auf der verschachtelten Erzählstruktur aus der Sicht von Nebendarstellern. In verschiedene Kapitel gegliedert, wird der Film zum Beispiel aus der Sicht der Tochter des Gemeindepräsidenten oder des Pöstlers erzählt. Da ist Aufmerksamkeit gefragt, damit man mitkommt und die Zusammenhänge zu einem Strang zusammenstricken kann. Und das ist auch gut so. Denn wie es Beat Schlatter in Box Office schon gesagt hat: «Es gibt genug Schweizer Filme, die hier beginnen und etwas später weiss man schon, wie es dort aufhören wird» (sinngemäss Zitiert).

Kritik und Fazit

Das Budget war schmal und trotzdem gelingt Dennis Ledergerber ein Film, der in der Schweizer Filmwelt Beachtung erhält. Die Qualität leidet manchmal in der Tonqualität ein wenig, was aber nicht besonders stört. Ich hatte den Eindruck, dass an der Vorpremiere viele Leute überrascht waren. Überrascht, ein solches Ende zu sehen, überrascht, einen solchen Film zu sehen. Nicht alle waren zufrieden – eben, er polarisiert, aber viele lachende Gesichter waren anwesend. Ich finde; den Film muss man gesehen haben. Und: Ich freue mich auf den nächsten Wurf, Dennis! Hoffentlich erhält er in der Schweiz die verdiente Aufmerksamkeit und den Erfolg.

Bilder: copyright by www.moviebiz.ch

Zwanzig

Geschrieben am 26.03.2013 um 8:00 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Life.

20 Jahre

Ja genau, zwanzig. Zwanzig Jahre meines Lebens habe ich zu diesem Zeitpunkt hinter mir. Und es geht mir blendend. Was will man mehr?

Nun gut, die «2» habe ich nun auch auf dem Rücken, aber was solls, die weicht dann schnell genug einer anderen Ziffer. Wir Menschen sind ja sowieso viel zu oft fixiert auf diese tollen Zahlen, auf Geschäftsberichte, Aktienkurse, Löhne und noch viel mehr. Doch sind sie im Leben wirklich immer so relevant?

Wie auch immer. Ich freue mich, auf diesen Geburtstag anzustossen und dann schon bald mit euch anzustossen, denn wir weihen schon bald unsere WG ein. Bei dieser Gelegenheit feiern wir auch meine 20. noch etwas nach. Man sieht sich!

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Paris

Geschrieben am 15.03.2013 um 11:12 von Michael Eugster, abgelegt in der Kategorie Reisen.

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Paris ist von Uzwil mit TGV nur 5 Stunden entfernt. Paris ist gross. Paris ist, grosszügige Pärke besichtigen und an sonnigen Tagen keinen Platz mehr finden. Paris ist, in der Metro zu fahren. Paris ist etwas grau. Paris ist, grosse Bauwerke zu besichtigen. Paris ist, Hand in Hand durch die Strassen zu gehen. Paris ist, das Louvre zu besuchen und auch die Mona Lisa anschauen. Paris ist Kunst.

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Paris ist, in einer kleinen Wohnung zu horrenden Preisen zu wohnen. Paris ist, die Französischkenntnisse wieder aufzufrischen. Paris ist voller Eindrücke.

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Paris ist touristisch. Paris ist, in der Nach am Eiffelturm anzustehen. Paris ist reich und sehr arm. Paris weiss, dass Touristen Geld bringen. Paris möchte dir kleine Eiffeltürmchen für einen Euro verkaufen – bei jeder Gelegenheit. Paris ist, ein Schloss am Pont des Arts zu befestigen.

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Paris ist teuer. Paris ist, durch unterschiedlichste Stadtteile zu gehen und jedes Mal wieder etwas Neues zu entdecken. Paris ist voller grosser Bauwerke.

 

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Paris ist grau und hässlich, aber auch schön und bunt. Paris schläft morgens noch und am Sonntag sowieso. Paris war ein eindrückliches, schönes Wochenende.

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